Der Versuch einer kurzen Analyse des Koran

Im Moment wird in Deutschland eine ziemlich hitzige Debatte darüber geführt, ob Muslime integrierbar seien. In Kroatien sieht man das etwas anders. Da sagt man sich: „Lasst sie kommen und wir knallen sie ab!“ Die Kroaten haben keinen historischen Kontakt mit Muslimen gehabt. Es sei denn den mit dem Schwerte vor Wien. Und da haben sie die Muslime abgewehrt.

Wie viele Menschen haben sich aber eigentlich mit dem Koran überhaupt so eingehend beschäftigt, um an einer Diskussion über ihn teilnehmen zu können? Ist der Islam überhaupt eine anerkennenswerte Religion? Und wenn ja, darf ich dann auch an den großen Penis glauben und deshalb einen Turm in Form des selben auf meinem Grundstück errichten? Und wie viele Idioten benötige ich, die ebenfalls an den großen Penis glauben, damit ich als Religionsgemeinschaft anerkannt werde?

Alle Religionen sind kulturhistorisch entstanden, weil die Menschen sich Dinge nicht zu erklären wussten. Ich kürze das jetzt einfach mal ab und reduziere es auf nur zwei Fragen: Warum regnet es und warum nicht? Wo kommen wir her und wozu sind wir hier?

Die einfachste Antwort gerade für ungebildete und einfältige Menschen lautet: „Das hat was mit Gott zu tun.

Analysieren wir doch einmal gemeinsam den Koran und halten uns dabei vor Augen, dass er erst nach dem Tode Mohammeds im Jahre 632 n. Chr. kodifiziert wurde. Eine phantastische Gegenüberstellung der verschiedenen Übersetzungen der insgesamt 114 Suren des Koran finden Sie hier: http://www.koransuren.de/koran/koran_vergleich.html.

Fangen wir einmal mit Sure 1 an. Ich zitiere im Folgenden allein Ahmadeyya, weil ich mich nicht dem Verdacht aussetzen will Rudi Parets eventuell falscher Übersetzung aufgesessen zu sein:

sure1Hm. Warum flehen Muslime um Hilfe? Warum wollen Muslime einem höheren Wesen dienen? Sind sie nicht selbst in der Lage den geraden Weg zu finden? „Aller Preis“ meint vermutlich „Alle Lobpreisung„. Nun ja, das erscheint mir doch schon sehr unterwürfiges Verhalten zu sein. Aber Allah ist ja der „Meister des Gerichtstages„. Damit ist – wie im Christentum auch – der Schwachsinn des jüngsten Gerichtes gemeint. Das Christentum droht meines Wissens aber nicht dem Ungläubigen mit der ewigen Verdammnis, sondern demjenigen der auf Erden Schlechtes getan hat.

 


Nun zu Sure2: Die Kuh

sure2-1Zuerst wird dem Leser aufoktroyiert, dass der Koran ein vollkommenes Buch sei. Man darf sich also gar nicht erst seine eigene Meinung darüber bilden. Und vor allem keinen Zweifel daran haben, dass es eine Richtschnur für die Rechtschaffenen ist. Nun gut, eine Richtschnur ist wenigstens hierzulande noch kein verbindlicher Befehl.

Die, die an das Ungesehene glauben und das Gebet verrichten, die werden Erfolg haben. Weil sie der Führung ihres Herrn (Allah) folgen. Aber die, die nicht geglaubt haben, und die trotz der Warnung des/der Gläubigen auch weiterhin nicht glauben wollen, die werden natürlich auch weiterhin nicht glauben. Was für eine zwingende Logik. Wer nicht will, der will halt einfach nicht!

Und dafür versiegelt Allah den Ungläubigen ihre Herzen und ihre Ohren. Und dafür, dass sie dann erst Recht nicht mehr zum Glauben gelangen können, wird er sie später auch noch bestrafen. Kein netter Zug! Und schon gar nicht eines Gottes würdig!!!

 


sure2-2Ok, es soll also seinerzeit schon Lügner gegeben haben, die vorgaben gläubig zu sein. Warum aber gab es sie? Wenn ich heute sage „Ich pfeife auf den lieben Gott“ dann werde ich damit sicher nicht Chefarzt eines katholischen Krankenhauses. Ansonsten drohen mir keine nachteiligen Konsequenzen.

Ich versuche diesen Koran ernsthaft zu verstehen: Jemand der vorgibt zu glauben, es aber nicht tut, möchte Allah dadurch betrügen. Ok, ich habs! Er möchte sich quasi den Zugang zum Himmel am Tage des jüngsten Gerichtes erschummeln. Das ist so ähnlich wie sich an einem Türsteher vorbeimogeln zu wollen. Der weist einen aber lediglich wieder ab, wohingegen Allah sie qualvoll bestrafen wird, weil sie logen.

Nun sollen diese Menschen auch noch per se Unruhestifter auf Erden sein. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Es sei denn, man sieht es schon als Unruhestiftung an, wenn Menschen nur vermeintlich glauben. Aber wer käme eigentlich auf solch eine Idee? Außer denjenigen die ihren Glauben als Vorgabe für den Glauben aller anderen ansehen!

 


sure2-3Ok, sind die Ungläubigen mit Gläubigen zusammen, so sagen sie denen „wir glauben„. Sind sie alleine mit ihren Göttern (Bonzen) so sagen sie denen sie treiben nur Spott mit den Muslimen. Und Allah wird sie dafür wirklichen Spott lehren und ihnen selbstverständlich nicht helfen, dieser ach so nette Gott.

Die Bonzengläubigen haben das Irregehen gegen Allahs Führung eingetauscht. Und das bringt ihnen keinen Gewinn. Soso, an Allah zu glauben scheint also auch eine monetäre Komponente aufzuweisen.

Da entzündet ein Mann ein Feuer, um sehen zu können. Und Allah nimmt das Licht wieder weg damit er nicht mehr sehen kann. Eine Erklärung findet sich für dieses erneut sehr freundliche Verhalten Allahs leider nicht. Aber taub, blind und stumm werden sie nicht zurückkehren können. Dies bezieht sich vermutlich auf diejenigen, die den Glauben nur heucheln. Der christliche Gott gab jedem mindestens eine zweite Chance. Siehe Saulus und Paulus. Allah sieht das offenbar deutlich anders.

Und so sie doch zurückkehren, so wird Allah sie umringen und ihnen Furcht einflößen. Schon wieder eine unverhohlene Drohung des muslimischen Gottes.

 


Ich fasse einmal kurz zusammen: Bis jetzt – Vers 19 von Sure 2 – wird eigentlich nur gedroht. „Glaubst Du nicht von Anfang an an mich, Deinen einzigen Gott namens Allah, so werde ich Dir dafür das Leben sowohl auf Erden als auch danach zur Hölle machen.“ Konnten Sie den bisherigen Versen nur ein einziges tröstliches Wort entnehmen? Etwas was den gläubigen Menschen in seinem irdischen Jammertal auch nur ein Deut weiterbringt? Ich jedenfalls konnte es nicht.

Das einzige Gefühl, welches ich bislang habe, ist das von Einschüchterung und Angst.


sure2-4Allah ist offenbar allmächtig. Er hat „die Macht alles zu tun, was er will„.

Der Koran begreift Allah als den Herrn eines jeden Menschen. Nicht der Mensch ist sein eigener Herr. Der Mensch ist lediglich Diener Allahs. Und natürlich kann er das nicht gut sein, wenn er auch noch anderen Göttern (Herren)  zu dienen hätte. Weshalb Vers 22 dem Menschen den Monotheismus verschreibt.

Natürlich hat Allah die Welt und den Himmel erschaffen. Es gibt nicht eine einzige Religion weltweit, die nicht daran glaubt, dass diese Welt von irgendeiner Gottheit erschaffen wurde.

Interessant ist Vers 23, in dem Allah offenbar im Plural Majestatis von sich spricht. Mit „ihrem“ Diener ist wohl von der von sich in der dritten Person sprechenden Gottheit der Verkünder „ihres“ Wortes – Mohammed – gemeint.

Zusammenfassend kann man sagen, dass hier wenigstens einmal nicht gedroht wird. Und wer Zweifel am Worte Allahs hat, der soll nicht ihn anrufen, sondern seine eigenen Helfer. Dies kann und darf man als eine Anregung zum religiösen Diskurs werten.


sure2-5sure2-5sure2-5

 

Ich möchte Sie nicht weiter langweilen. Der religiöse Diskurs im Islam findet leider kaum statt. Und wie bereits die Einleitung des Koran ziemlich deutlich macht, ist der Islam nicht darauf ausgelegt dem Menschen auf Erden die maximale Freiheit zu gewähren. Aber das war das Christentum ursprünglich auch nicht. Lassen wir das alte Testament einfach einmal komplett außen vor. Auch auf Basis des neuen Testaments hat die Kirche jede Menge Schindluder getrieben, Jahrhundertelang die Menschen unterdrückt, ausgeplündert, gefoltert und mit ihnen Ablasshandel betrieben. Bis ein gewisser Herr Martin Luther seines Weges daherkam und die Spaltung der Kirche bewirkte.

Es ging ihm aber seinerzeit nicht darum, wer als Nachfolger des Propheten nun der nächste Kalif werden darf. Ihm ging es auch nicht darum, ob es einen zweiten – christlichen Gott – geben könnte. Es ging ihm im Kern allein darum, dass er behauptete Gottes Gnade setze keine materielle Zuwendung an die Kirche in Form von Ablässen voraus.

Wollte ich einen Glauben haben, dann wäre es der Evangelische. Er ist friedliebend, stellt den Mann nicht über die Frau, erlaubt die Ehe und predigt die Bescheidenheit. Das Kreuz in einer evangelischen Kirche ist ein einfaches Holzkreuz. In einer katholischen Kirche hängt da mindestens noch ein vergoldeter Jesus dran. Der Islam kennt keine Gottesbildnisse, dafür sind die Moscheen von einem Pomp, den sonst nur die Katholiken gleich welcher Glaubensausprägung pflegen.

Und jetzt gebe ich allen Christen, die dies lesen, und ebenso allen Muslimen zu bedenken, dass Mose – den wohl auch die Muslime achten –  folgendes postuliert hat. Es nennt sich „Die zehn Gebote„:

Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.

Das war zu Moses Zeiten nachvollziehbar. Musste er doch das Volk der Israeliten führen, damit sie heil und gemeinsam ins gelobte Land gelangen. Weiter geht es (Ich lasse einfach mal die weiteren gottbezogenen Gebote aus):

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

Vater und Mutter in Ehren zu halten (nicht zu ehren) ist per se nichts Schlechtes. Allerdings hängt das Überleben heute nicht mehr von ihnen ab. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Du sollst nicht morden.

Dem wird wohl (beinahe) jeder Mensch auf Erden uneingeschränkt zustimmen.

Du sollst nicht die Ehe brechen.

Auch hier gehe ich von einer breiten Zustimmung aus. Denn sexueller Betrug ist der wohl größte Vertrauensvernichter überhaupt. Und wenn das Vertrauen in einer Beziehung dahin ist, dann ist diese auch keinen Pfifferling mehr wert.

Du sollst nicht stehlen.

Ebenfalls ein sinnvolles Gebot. Ich selbst möchte gerne in einer Welt leben, in der ich meine Türen offen stehen lassen kann, und mir niemand mein Hab und Gut wegnimmt. Ich nehme ja auch niemandem etwas weg!

Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

Das bedeutet kein falsches Zeugnis über einen anderen abzulegen und ebenso nicht zu lügen. Eines der wichtigsten Gebote überhaupt.

Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

Würden alle Menschen die „Bücher“ ihres Glaubens in die Mülltonne werfen und sich einfach nur an die der zehn Gebote halten, die das Zwischenmenschliche regeln, wir würden ein glückliches Leben in fröhlicher Gemeinschaft führen. Und keiner hätte mehr etwas gegen Muslime!