Das IT-Leben ist manchmal echt grausam!

Normalerweise bin ich um die Jahreszeit ja schon längst in Kroatien. Das aber wäre dieses Jahr fatal gewesen. Denn am 26.04. installierte ich bei einem Kunden abends Windows-Updates. Und danach startete der Server nicht mehr! Den Kunden informiert und um 07.40 kommt der Anruf, dass der Server ihm erzähle, er könne wegen irgendeiner Hardware-Änderung nicht booten. Toll! Ab ins Auto und zum Kunden, weil da 40 Arbeitsplätze einer Kanzlei stillstanden. Jetzt habe ich dort Acronis zusammen mit einem fetten 6TB QNAP-NAS im Einsatz und noch vor einigen Wochen eine Wiederherstellung auf einem Backup-Server durchgeführt, weil in einer der baugleichen Maschinen eine Festplatte ausgefallen war. Sicher ist sicher!

Am 27.04. genau die gleiche Vorgehensweise. Und das Scheiß-Acronis findet ums Verrecken das NAS nicht! Parallel auf der defekten Maschine chkdsk /r durchgeführt, weil das Viech ja kein Betriebssystem mehr fand. Sowas dauert bei netto 1TB Kapazität natürlich seine Zeit. Immer wieder versucht das NAS zu finden. Das Ding mehrfach neu gestartet. Und irgendwann sah Acronis, nachdem ich die Netzwerkkarten mehrfach völlig unsinnig umkonfiguriert hatte – also zuerst richtig, dann falsch, dann wieder richtig – doch tatsächlich das NAS. Aber während ich von einem Windows-Server perfekt darauf zugreifen konnte, ging es trotzdem nicht von Acronis aus. Nochmals gebooted und irgendwann konnte ich mit der Wiederherstellung beginnen. Was für ein Dreck!

Derweil war irgendwann das defekte System durch, meldete haufenweise reparierter Sektoren und bootete noch immer nicht. Wunderbar. Aber es gibt ja noch das gute alte bootrec mit seinen verschiedenen Optionen (mehr dazu siehe hier: http://www.admin-magazin.de/Das-Heft/2014/03/Disaster-Recovery-fuer-Windows-Server). Und siehe da, das Miststück fährt wieder hoch. Sehr angenehm, weil es sich um einen fetten 2012er mit Exchange 2013 handelt. Danach läuft alles bis auf den darin befindlichen virtuellen Terminalserver. Eine Rücksicherung des selben versucht. Man wundert sich, wie lange sowas bei Acronis aus einem Image heraus dauert (gähn). Klappt nicht weil der Hyper-V irgendwie hängt. Egal, wir haben noch einen weiteren realen Terminalserver. Es kann also gearbeitet werden.

Jetzt hatte ich vor Wochen einen weiteren 2012 R2 mit virtuellem Terminalserver aufgesetzt, um mit Office 2013 den Abgleich zwischen DATEV und Outlook-Terminen zu testen. Diesen habe ich mit Macrium Reflect gesichert. Das habe ich mir am 27ten auf dem wieder laufenden Server installiert, schwupps ein WinPE-USB-Bootmedium erstellt und damit das auf USB-Festplatte befindliche Image zurückgespielt. Was soll ich sagen? Es ging völlig reibungslos und dauerte deutlich (24 Minuten bei 1TB Nettokapazität) kürzer als ein Acronis-Recovery. Beschlossene Sache, die Acronis 11.5 Lizenz wird bei Ebay vertickt und das QNAP-NAS gleich mit.

Das Serverle durchgebooted und den virtuellen Terminalserver zur Verfügung gestellt. So können morgen alle wieder wie gewohnt arbeiten. Acronis kann man meiner Meinung nach in der Pfeife rauchen. Macrium Reflect ist mit 240 EUR deutlich günstiger und beinhaltet bereits die Option auf abweichender Hardware wiederherzustellen. Das lässt sich Acronis extra bezahlen.

Dann ging es wieder heimwärts. Natürlich zur absoluten Stauzeit. Die A40 voll, die A3 voll, die A46 voll. Kurz: eine einzige Katastrophe. Und ich im 500 SL Bj. 1992 unterwegs, also natürlich stilecht ohne Navi. Und genau darin lag mein unschätzbarer Vorteil. Denn als notorischer Naviverweigerer kenne ich inzwischen praktisch jeden Flecken Straße u.a. zwischen Moers und Wuppertal. Ob ich über Mülheim und Essen fahre oder über Ratingen. Auch jeden Schleichweg durch Mettman kenne ich. Und so konnte ich sage und schreibe 50 km Stau schlicht und ergreifend umfahren, derweil die ganzen Deppen mit ihren Navis in ihren neumodischen Karren hockten und in deren Lenkräder bissen. Ich brauchte gerade einmal eine Stunde, was zwar ca. doppelt so lange ist wie die Fahrt auf einer leeren Autobahn. Aber auch nur halb solange wie ich in den ganzen Staus gestanden hätte. Ganz nebenbei ist eine Schönwetterfahrt über Land mit dem seidenweich vor sich hinzündenden 5 Liter V8 des SL ja auch ein Vergnügen ganz eigener Art.

Gemütlich über Land juckelnd musste ich dann doch wieder mal an meine Ex, die Fachanwältin für Spermienverkostung …

jungs

… und Alkoholismus …

krankheit… zurückdenken. Natürlich ist so eine Situation wie die vom 26.04. suboptimal. Aber erstens gibt es keine IT, die 100%ige Verfügbarkeit bietet. Und zweitens hat man sich bei mir sogar nett dafür bedankt, dass ich das System so schnell wieder lauffähig hatte. Über sowas tauschen sich Kunden untereinander auch aus und so laufen mir immer neue Kunden zu. Und da IT ein Dauerbetreuungsgeschäft ist, ähnlich dem eines Steuerberaters, sichert es einem DATEV-Spezialisten zumindest auch sichere laufende Einnahmen. Wobei ich die allermeisten Arbeiten inzwischen durch ein qualifiziertes Backup-Unternehmen erledigen lasse, weil ich keine Lust mehr habe Geld zu verdienen, um mit meinen Steuern Wirtschaftsmigranten zu finanzieren.

Wie schaut das aber mit einer Fachanwältin für Medizinrecht aus, die zudem darauf angewiesen ist Patienten zu vertreten? Da einer der renommiertesten Medizinrechtler Deutschlands ein sehr geschätzter Kunde von mir ist, dürfen Sie mir glauben, dass gute Medizinrechtler sich mit Patienten aus vielerlei Gesichtspunkten heraus gar nicht erst abgeben. Zum einen sind Patienten notorische Lügner. Was wiederum meiner Ex durchaus sympathisch sein müsste. Zum anderen können Patienten einen wirklich guten Medizinrechtler gar nicht bezahlen. Denn der arbeitet nicht für Rechtsschutztarife!

Wo sich meine Ex, die Fachanwältin für Pornosprech und Fellatio …

schwanz

… bereits über einen rechtsschutzversicherten Patienten freute …

Asozialemail2-1

… grinst der renommierte Medizinrechtler nur breit, weil für ihn Rechtsschutz so ähnlich ist wie für den erfolgreichen Familienrechtler Beratungshilfe. So was macht man ganz einfach nicht, will man sich doch nicht für Kleingeld prostituieren. Und sich vor allem auch nicht seinen Ruf versauen! Allenfalls das soziale Gewissen lässt einen vielleicht ab und an einmal solch ein Mandat annehmen. Ein solches konnte sich meine Ex aber gar nicht leisten, lebt sie doch faktisch in bitterer Armut und blendet ihre Umgebung mit ihrem schwarzen Türkentraum von 320d Cabrio.

Was habe ich es gut“ dachte ich mir da, so in meinem schwarzen Monolithen dahincruisend, derweil dieser genüsslich ca. 14 Liter V-Power auf 100 km vergurgelte. Keine erbärmlichen 7 Liter irgendwas wie das jämmerliche 320d Cabriolet meiner Ex. Nein, sondern die gute 100 Oktan Vollfettstufe. Das Allerbeste eben was ein Mann seinem Motor angedeihen lassen kann. Keinen Diesel, welcher ja eigentlich ein Schweröl ist, sondern das teuerste Produkt feinster Raffinierung.

Kommen wir wieder zurück zum Job in der IT. Ja solche Totalstillstände wie der anfangs Beschriebene können einem schon den letzten Nerv rauben. Andererseits kommen sie äußerst selten vor und wiegen die sonstigen Vorteile des Jobs als freiberuflichem IT-Experten keinesfalls auf. Man kann auf Kosten des Steuerzahlers schnelle Sportwagen fahren. Man zahlt keine Sozialabgaben und kann schon früh in Rente gehen. Vorausgesetzt man verschwendet sein Geld nicht in jungen Jahren an Weiber und deren Brut. Der Arbeitsplatz Couch ist ebenfalls deutlicher angenehmer als ein Büro, für das man – wie meine Anwalts-Ex – monatlich auch noch einen nicht unbedeutenden Betrag aufwenden muss.

Als IT-Pro brauche ich auch nicht zu repräsentieren. Allenfalls wirklich unvernünftige Autos wie z.B. der TVR Griffith und der C63 AMG machen Sinn. Denn sie zeugen davon, dass der IT-Spezialist nicht am Hungertuch nagt. Erfolgreiche Menschen wollen halt selbst auch mit erfolgreichen Menschen zusammenarbeiten. Nur pathologische Knauserer neiden dem Manne, der ihren Laden produktiv hält – indem er für die Funktionstüchtigkeit der IT sorgt – dessen Spritvernichtungsmaschinen.

Als ich eine Zeit lang Alfa 156 jtd fuhr sagte mir der Inhaber der oben erwähnten Kanzlei irgendwann: Herr Usmiani, jetzt kaufen Sie sich doch endlich mal wieder ein vernünftiges Auto!“ 😉