Der kleine Jerko hat ein neues Spielzeug

Verdammt, es ist schon wieder kein Auto! :-(

Und es ist auch kein neues Smartphone, obwohl ich eigentlich mal wieder ein Neues kaufen könnte. Aber andererseits hält der Akku meines KAZAM Tornado 348 noch ganz gut und ich habe mir auch noch ein zweites davon als Backup gekauft. Die Probleme bei den aktuellen Smartphones sind einfach deren Größe und das Gewicht. Das KAZAM Tornado 348 wiegt 97 Gramm und es telephoniert sich wirklich ausgezeichnet damit. Wer es einmal gewohnt ist, der empfindet andere Smartphones geradezu als Backsteine.

Wer diesen Blog verfolgt, der weiß, dass das neue Spielzeug keine Frau ist. Von denen habe ich die Schnauze immer noch gestrichen voll und werde die Tage noch eine lästige Strafanzeige gegen die Sperma schluckende Anwalts-Ex rausschicken, bevor ihre falschen Anschuldigungen verjähren. Ich muss die Anzeige allerdings noch möglichst so formulieren, dass ich sie auch ohne größere Änderungen noch direkt als Beschwerde an die Anwaltskammer in Hamm verschicken kann. Dann weiß bald wirklich jeder, dass die Anwaltsbitch sich auch gerne popal beglücken lässt. Bin gespannt welche Avancen ihr dann diverse Kollegen machen werden, denn manche Kerle stehen ja auf sowas. Jedenfalls wird immer schön eine Kopie davon auf ihr Kanzleifax gehen, wo es dann die Sekretärinnen erst mal durchlesen können.

Ich lache mich jedenfalls jetzt schon mal tot!

Mit den Autos als Spielzeugen wird es immer schwerer. Irgendwie hatte ich gefühlt schon alles. Mit 31 den TVR 280 S1 (150 PS – 216 km/h), mit 34 den TVR Griffith 430 (272 PS – 250 km/h) und den Alfa 156 2.5 V6 24V (193 PS – 230 km/h). Dann kam ein Alfa 156 Sportwagon als Diesel und parallel dazu der W210 2.5 16V (193 PS – 230 km/h), der C126 500 (252 PS – 230 km/h) und der R129 500 (326 PS – 250 km/h). Als der Alfa den Geist aufgab gesellte sich der C63 AMG (520 PS – 300+ km/h) dazu. Und bald kommt voraussichtlich der TVR Griffith wieder zurück, allerdings ergänzt um eine Klimaanlage, so dass ich ihn auch mal auf die Insel mitnehmen kann. Natürlich könnte ich mir als nächstes Auto, Ende 2019 ist der C63 aus der Abschreibung raus, wieder irgendwas mordsschnelles kaufen. Aber ich warte erst einmal ab, wie viel Faszination der TVR noch auf mich ausübt. Seinerzeit habe ich ihn heiß und innig geliebt und hätte er nicht irgendwann mal Feuer gefangen und die komplette Elektrik zerschmort, dann würde ich ihn vermutlich bis heute im Sommer tagtäglich bewegen.

Dies ist jedenfalls aktuell der letzte Stand der Dinge:

Der Motor muss demnächst raus, weil im Getriebe eine Rückwärtsgangsperre festgegangen ist.

Aber dabei wird im Motorraum so ziemlich alles optimiert werden was TVR seinerzeit verbockt hat. Incl. des viel zu flach liegenden Wasserkühlers, der so ziemlich gar keine Kühlluftzufuhr hat. Wie der Fachmann an obigem Bild zudem erkennen kann, ist die Luftansaugung für ein LHD-Modell bereits optimiert worden.

Das Armaturenbrett wird durch das eines 5-Liter-Models ersetzt.

Alles was es von Leven Technology an Gadgets für den Griffith zu kaufen gab habe ich bereits bei mir herumliegen.

Und so schaut der Innenraum derzeit aus:

Wenn Sie das als Mechaniker beherrschen, dann haben Sie sich den Status einer Gottheit verdient!

Vor solchen Leuten ziehe ich nicht nur meinen Hut, ich verneige mich zutiefst vor ihnen! Das sind Leute, die noch heute aus Einzelteilen zig verschiedener Hersteller ein eigenes Auto bauen könnten, welches im Zweifelsfalle nicht nur mehr Spaß macht als der ganze heutige Schrott, sondern auch noch einfacher zu reparieren wäre.

Nein, liebe Leser, ich habe mir auch keinen Thermomix gekauft. Kochen tue ich immer noch am liebsten selbst. Eine einzige Ausnahme gibt es allerdings. Ich habe letzten Sommer in Kroatien kein einziges Mal gegrillt. Es war mir einfach zu lästig für 2-3 Steaks gefühlt eine Stunde lang den Kugelgrill anzuheizen und einen halben Sack Grillkohle zu verjuxen. Und ob Sie es glauben oder nicht, dies u.a. auch wegen meines ökologischen Gewissens. Denn stellen Sie sich bitte mal meinen Kokskonsum vor, wenn ich jeden Tag gegrillt hätte. Da können die dummen Grünen die Abschaffung von noch so vielen Kohlekraftwerken fordern, der kleine Jerko gleicht das im Alleingang wieder aus.

Die Alternative wäre ein Gasgrill, wie ihn mein bester Kumpel im schönen Münchener Lehel auf seinem Balkon benutzt. Damit krieg man zweifelsfrei tolle Steaks hin. Andererseits ist mir Gas irgendwie nicht ganz geheuer. Ich weiß auch nicht warum, vermutlich weil es explodieren kann. Dann wurde mir mal von einem Freund und Kunden der Lotusgrill ans Herz gelegt. Der kommt zwar mit wenig Kohle aus und ist auch schnell auf Betriebstemperatur, aber ich muss ihn eben trotzdem noch extra reinigen. Und so sehr ich mir auf Mali Lošinj auch in mühseliger Kleinarbeit meine Tintenfischchen zubereite, auf das Reinigen von Pfannen, Töpfen, Geschirr oder auch Grills habe ich nicht die allergeringste Lust. Und da der Lotusgrill einen elektrischen Lüfter beinhaltet, kann ich ihn nicht in die Spülmaschine stecken.

Nein, der kleine Jerko ist der Empfehlung eines werten Lesers gefolgt und hat sich einen Elektrogrill gekauft, den er vorgestern ausprobiert hat. Es handelt sich um den Optigrill 7128.50M von Tefal, den ich mir zum Angebotspreis von 109,90 EUR über Check24 geschossen habe.

Ein noch besserer Deal ist aktuell bei Mediamarkt erhältlich. Da bekommen Sie sogar noch haufenweise Zubehör dazu. Wer weiß wozu es vielleicht mal gut sein wird?

Ich berichtete meinem besten Kumpel von meinem Kauf, welcher hiermit konterte:

Zweifelsohne ein echter Herrengrill. Aber kann man den auch nur teilweise in die Spülmaschine packen? Nein.

Der Optigrill ist kein Grill, es ist ein Grillcomputer, was mir als IT-Nerd natürlich besonders gut gefällt. Man drückt einfach den An-Knopf. Und dann wartet man ab bis es das erste Mal piepst und die Leuchte ganz rechts purple leuchtet. Nun einfach das Programm (Burger, Geflügel, Sandwich, Würstchen, Steak oder Fisch) wählen. Mittels irgendwelcher Sensoren ermittelt das Ding nun selbst bei bis zu 4 cm dicken Steaks den richtigen Garzustand. Bei Erreichen der verschiedenen Garzustände piepst das Ding zwischendurch und die Leuchte ganz rechts wechselt ihre Farbe. Grün = Very rare, Gelb = rare, Orange = Medium und Rot = Well done.

Und hier das Ergebnis Medium mit einem Rindersteak vom ALDI, welches ich zuvor über Nacht im Kühlschrank habe auftauen lassen und dann heute morgen rausgenommen habe, damit es sich langsam auf Raumtemperatur erwärmt.

Tipp bei der Gelegenheit: Wenn es schnell gehen soll, dann tauen Sie besser das tiefgefrorene Steak direkt in heißem – nicht kochendem – Wasser auf. Dadurch wird es im Zweifelsfalle sogar noch zarter, weil die Zellen kaputt gehen. Wenn Sie aber das Steak aus dem Kühlschrank nehmen und in heißem Wasser auf Raumtemperatur bringen, dann wird es eher zäh.

Nach obigem Bild darf man wohl sagen, dass das Gerät idiotensicher das gewünschte Ergebnis liefert. Natürlich fehlt das spezifische Aroma des Holzkohlegrills. Aber das ist eine Frage der Zeit, denn wie sagte Al Bundy schon sinngemäß so schön: Das besondere Aroma seiner Hamburger kommt von der Asche der vielen zuvor gegrillten Burger und davon, dass er den Grill nicht putzt. Und da ist tatsächlich etwas Wahres dran.

How to make a Bundy Burger

  • Very fresh meat, cheese and charcoal (must be bought on the day of barbecue)
  • Ashes from previous grillings on the bottom of the grill
  • Uncleaned grill with the residual grease from previous cooking still on it
  • Grill must never have fish on it
  • Cook burger for exactly 11 minutes and 7 seconds
  • Meat, cheese, condiment and bun (as the Bundys don’t eat vegetables)

(http://marriedwithchildren.wikia.com/wiki/Bundy_Burger)

Mit dem Grill wird eine Burgerpresse mitgeliefert, so dass ich mir auch eigene Pattys machen kann. Die Tage werde ich mal mit der Burgergrillerei loslegen. Nur nicht mit diesen ekeligen Buns, sondern mit Paninibrot oder richtigen Vollkornbrötchen. Dazu frische Tomaten, Eisbergsalat oder Radicchio, Cheddar oder Bergkäse und eine selbst gemachte Sauce. Eigentlich ergeben sich Kombinationen ohne Ende, incl. Hühnchenburger, Steakburger und was mir sonst noch so alles einfallen wird. Der riesen Vorteil des Systems ist, dass man damit innerhalb weniger Minuten was zaubern kann, wofür man mit dem Backofen eine Unmenge mehr an Zeit und Energie bräuchte. Denn der Optigrill ist nach nur 5 Minuten soweit vorgeheizt, dass es direkt losgehen kann. Und ich wette, dass man damit z.B. auch ganz fabelhaft Röstis, Kartoffeln, Spargel usw. zubereiten kann.

Es gibt auch noch weiteres Zubehör, mit dem man u.a. Pizza zubereiten oder Kuchen backen kann (s.o). Nun, das werde ich wohl nicht brauchen, dafür hätte ich ja schließlich noch meinen Backofen. Und für ein ordentliches Brathühnchen braucht es ohnehin so etwas (statt einer Bierdose und einer Schüssel lieber Nine Eleven):

Den hatte meine Mode-Ex seinerzeit mal nach einem Einkauf im Supermarkt zuhause angeschleppt. Keine wirklich unpraktische Angelegenheit. Einfach das Hühnchen oben drauf setzen und ab damit in den Ofen. Ab und an das Hühnchen mit dem unten aufgefangenen Fett bepinseln. Dazu gibt es sehr praktische Silikonpinsel für die Küche. Wenn das Hühnchen dann so richtig schön knusprig ist, wird der Bratensaft zu den vorher schon gekochten Mlinci dazugegeben, fertig ist eine einfache Köstlichkeit aus der kroatischen Omi ihrer klassischen Küche.

Andererseits braucht man bitte nicht zu glauben, dass der Ofen danach nicht trotzdem komplett eingesaut ist. Da gefällt mir der Gedanke Hühnchenschenkel (mag ich eh am liebsten vom Huhn) auf dem Optigrill zuzubereiten doch zunehmend mehr.

Und weil es einem Nürnbercher Porsche-Fahrer so besser gefallen würde, bekommt er zum Dank für den Tipp mit dem Elektrogrill auch noch sein Sauerkraut zum Hühnchen mit Mlinci. 😉

Und wenns Ihr jetzt amoi noch a weng kotzen moagt, dann schauts Euch frei des hier oa:

Was für ein trauriger Kerl, dass der die fette, nervtötende Alte pimpern muss!!!

Der Unterschied zwischen dem im Video gezeigten Model GC702D und dem von mir gekauften Model 7128.50 liegt übrigens darin, dass ich auch manuell die Temperatur bestimmen kann. Aber leider hat auch meines kein WLAN und Videoüberwachung, damit ich von der Couch oder gar von meinen Nachbarn aus den Fortschritt überwachen kann. 

9 Kommentare bei „Der kleine Jerko hat ein neues Spielzeug“

  1. Gegen versiffte Backöfen hilft ein Backofen mit Pyrolyse wunderbar. Einmal die Pyrolyse an und wenn das Gerät wieder abgekühlt ist, die Asche am Boden mit einem feuchten Lappen wegwischen, fertig.

    Möchte ich nicht mehr missen.

  2. Jerko Usmiani sagt:

    Hm, da habe ich seinerzeit wohl entweder am falschen Ende gespart. Oder der verdammte Verkäufer hat mich nicht darauf hingewiesen, dass es so was gibt. Muss ich mir wohl wieder mal eine Freundin suchen, die den Ofen saubermacht. Aber jetzt hab ich ja den Optigrill. :-))) Mal sehen wie gut sich ein Schlemmerfilet damit zubereiten lässt…

    1. Jerko Usmiani sagt:

      Hier das perfekte Ergebnis des Schlemmerfilets nach 40 Minuten auf manueller Stufe 3 (220-235 Grad) mit dem Optigrill zubereitet:

      Großer Vorteil im Vergleich z.B. zum Backofen ist ein deutlich geringerer Energieverbrauch.

  3. Lieber Jerko,

    jetzt bekomme ich doch glatt einen Hunger. Welch praktische tips man(n) auf diesem Blog doch bekommt.
    Danke und liebe Grüsse,
    Charles

    1. Jerko Usmiani sagt:

      Bonsoir Charles,

      das sind Überlebenstipps für Singles. Du wirst ja bekanntlich formidabel bekocht und hast so ein Elend nicht nötig. Ach wäre ich doch bloß kein zu spät Geborener.

      Liebe Grüße ins schöne Tirol
      Jerko

  4. Volker Hildebrandt sagt:

    Hallo Jerko, Mit deinem 800′ Asteus ELEKTRO Grill hast du mir den Mund wässrig gemacht. Suche schon lange sowas, aber hier in USA gibt es nichts Gescheites: Kann man Alles nicht heiß genug kriegen.

    1. Jerko Usmiani sagt:

      Rehallo Volker,

      was? Im Lande der Steakgigantomanie gibt es nichts Elekterisches womit man vernünftig grillen kann? Damit hätte ich nun wahrlich niemals gerechnet. Solltest Du Dir den Asteus zulegen, so wäre ich Dir für einen Erfahrungsbericht sehr verbunden.

      Grüße nach Hawaii
      Jerko

  5. nine eleven sagt:

    Al Bundy müsste den Grill ja jetzt wegwerfen…und ob gerade bei langen Garzeiten Energie gegenüber einem Backofen eingespart wird wage ich wegen des offenen Systems zu bezweifeln. Aber so frierst Du wenigstens nicht in der Wohnung Dank Deines neuen Tefal Luftheizgrills😉

    1. Jerko Usmiani sagt:

      Mein Backofen braucht alleine zum Nachlüften mehr Strom als der Tefal in vermutlich einer halben Stunde. Heute hatte ich den ganzen Tag auch ohne Heizung 25 Grad in der Bude. S/W Dachgeschoss mit ca. 50 qm Fensterfläche in die Richtung. Das reicht mir an Wärme völlig aus. Geniales kleines Ding der Tefal jedenfalls. Morgen besorge ich mal die Zutaten für Burger usw. Heute hatte ich noch Wein genug und keine Lust vor die Tür zu gehen. Morgen muss ich eh zum TVR.

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