Der Tod des Diesels in Deutschland

Eine einzige Lachnummer!!!

Oh je, jetzt ist doch tatsächlich auch endlich irgendwelchen deutschen Behörden aufgefallen, dass Prollsche Cayenne 3.0 und auch alle anderen großvolumigen Diesel zigfach mehr Schadstoffe ausstoßen, als sie denn legalerweise dürften. Die kleinen Diesel tun das ja sowieso schon lange, aber das lässt sich halt nicht so gut pressetechnisch „ausschlachten„. Denn wer will schon den VW Polo TDI Fahrer hängen sehen? Nein, sowas macht man nicht. Denn der hat ja schließlich koa Göid ned. Aber der Porsche-Fahrer, diese imperialistische reiche Drecksau, der kriegt jetzt die volle Wucht des sogenannten deutschen „Rechtsstaates“ ab.

Jetzt mal im Ernst, so ein Kackyenne mit 3.0 Liter Diesel von Audi rennt gerade mal 220 km/h. Und die auch erst nach einem so langen Anlauf, dass er sie in Deutschland vermutlich nie jemals erreichen wird. Wer kauft sich so einen Scheiß eigentlich überhaupt?

SUV sind in Deutschland recht populär. Keine Ahnung warum. Ok, ich werde mir zum 50sten vermutlich einen ML63 AMG kaufen. Aber das auch allein deshalb, weil ich erstens ein notorischer Raser bin und zweitens eine Karre mit Anhängerkupplung brauche, um mein künftiges Boot zu trailern. Ich halte es diesbezüglich immer so ähnlich wie der Mann der einen Knopf fand, und sich dann den passenden Anzug dazu nähen ließ. Das ist übrigens ein sehr schönes Gleichnis, denn es zeigt auf wie Menschen sich selbst zu mehr zu motivieren vermögen. Erst die Zugmaschine, dann das Boot, sonst macht die Zugmaschine keinen Sinn.

Könnte ich mit dem C63 ein Boot trailern, so würde ich an die Anschaffung eines ML63 nicht einmal einen einzigen Gedanken verschwenden.

Leider aber gibt es für meine persönlichen automobilen Bedürfnisse mit 50 kein optimaleres Fortbewegungsmittel als den ML63 AMG. Gefallen tut er mir ganz sicher nicht. Aber was soll ich mir sonst zulegen, wenn ich AMG-Power und Daimler- typische Zuverlässigkeit gepaart mit einer Anhängerkupplung haben will?

Zurück zum Diesel. Hat eigentlich wirklich irgendwer geglaubt, dass Leistung sozusagen vom Himmel fällt? Nein, tut sie natürlich nicht. Die Leistungsausbeute eines Motors hängt überwiegend von zwei Faktoren ab. Einerseits der Verdichtung des Treibstoff/Luft-Gemisches und zweitens dem Faktor Reibung. Die Verdichtung ist bei einem Diesel ungleich höher als bei einem Benziner. Vor allem ungleich höher als bei einem solchen ohne Turbolader. Derweil es heute keinen einzigen Diesel ohne Turbolader mehr gibt, ist der 6.2 Liter Motor der echten 63er AMG noch ein klassischer Saugmotor und damit technologisch vergleichsweise einfach gehalten.

Vor der Fähre von Krk nach Cres sprachen mich noch ein paar Bengels auf das Auto an. Auf Englisch. Ich antwortete auf Kroatisch, die Jungs schauten recht verdutzt. Ein Dreikäsehoch (ca. 14) darauf zu mir (frei übersetzt) dass das ja noch einer der letzten großen „naturally aspirated“ Motoren sei. Ich: „Tako je„, und genau deshalb habe ich ihn mir auch gekauft. Als es anschließend um die PS ging raunte einer der deutlich größeren Jungs nur „jebo te pas, to je kao ferrari„.

Heute darben die (volksnahen) AMG unter lächerlichen „downgesizeden“ Zwergenmotoren und Turboladern. Jeder Turbo weist konstruktionsbedingt einen gewissen „lag“ auf. Dieser wird aber inzwischen durch die Biturbotechnologie aufgefangen. Die funktioniert so ähnlich wie das Doppelkupplungsgetriebe, wo der nächste Gang schon eingelegt ist, bevor der eigentliche Schaltvorgang beginnt. Das ist technisch alles TOP, verursacht aber deutliche höhere Kosten bei Fertigung und Unterhalt. Aber daran denkt scheinbar niemand. Bzw. es ist ihm egal, weil er ja Geld genug hat.

Ich als Teilzeitprivatier hingegen muss schon ein wenig auf das liebe Geld achten. Also bleibt es beim natürlich beatmeten Hubraummonster. Natürlich könnte ich mir auch den neuen C63 leisten, der übrigens äußerst bescheiden ausschaut, aber für mich ist ein Auto ein Ge- und nicht ein Verbrauchsgegenstand. Und solange ein Auto gut funktioniert, so lange behalte ich es auch. Das ist meine spezifische Art von Umweltschutz!

Das Auto als „Verbrauchsgegenstand„: Und so fordert der, ansonsten von mir sehr geschätzte Herr Seehofer, neue Kaufanreize für Diesel der modernsten Generation: .

Seehofer forderte Steuervergünstigungen. „Es wäre ein guter Weg, wenn wir über die Reduzierung der Kfz-Steuer einen Anreiz zum Kauf eines neuen, emissionsarmen Euro-6-Diesel setzen würden“, sagte der CSU-Chef dem Spiegel. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/diesel-steuererleichterungen-horst-seehofer)

Pardon Herr Seehofer. Fahren Sie doch bitte einmal an eine Tankstelle und schauen Sie da bitte mal nach wie ich – als Fahrer eines Benziners ohne jedwede Feinstaubemission – bereits tagtäglich abgestraft werde. Der Drecksdiesel liegt jetzt bereits im Mittel schon 50 Cent günstiger als der 100 Oktan-Sprit, den ich tanken muss. Und nun wollen Sie diese Giftgasschleudern sogar noch zusätzlich steuerlich fördern?

Ja wenn denn die neueren Diesel tatsächlich weniger Feinstaub usw. ausstoßen würden. Tun sie aber nicht, siehe: .

Demnach stoßen Diesel, die der aktuell gültigen Abgasnorm Euro 6 entsprechen, auf der Straße im Schnitt 507 Milligramm Stickoxide pro Kilometer aus – der Grenzwert liegt aber bei nur 80 Milligramm. Rechtlich reicht es bislang allerdings, wenn die Diesel unter Laborbedingungen die EU-Vorgaben erfüllen. (http://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/umweltamt-euro-6-diesel-reissen-stickoxid-grenzwert-um-vielfaches_id_7023133.html)

Das wird nach dem jüngsten Urteil des VG Stuttgart wohl leider nicht ausreichen. Aber so ist das mit dem Recht in Deutschland inzwischen. Wir spielen „Wünsch Dir was“ und basteln uns die dazu passenden Rahmenbedingungen. Wenn die dann auch nicht mehr passen, dann definieren wir einfach neue rechtliche Bedingungen usw. usw. usw. Das ist wie mit der Flüchtlingskrise. Da machen wir einfach – schwupps – ein Integrationsgesetz und schon ist das Problem gelöst, leider nur vermeintlich.

„In NRW ist Feinstaub aber schon seit einigen Jahren kein Thema mehr“, erklärt Dorothee Gindrig, Sprecherin der Bezirksregierung. Dagegen überschreiten die Werte für Stickstoffdioxid weiterhin in vielen Großstädten den Grenzwert von 40 Mikrogramm im Jahresmittel. An der Messstation an der Gathe lag der Jahresmittelwert 2016 bei 49 Mikrogramm pro Kubikmeter. Stickstoffdioxid schädigt die Atemwege. Dieselfahrzeuge gelten als Verursacher hohe Stickstoffdioxidwerte. (http://www.wz.de/lokales/wuppertal/stadt-wuppertal-lehnt-fahrverbote-fuer-dieselautos-ab-1.2392579)

Interessant, da an der Gathe praktisch nur Türken wohnen. Sollen die doch das Giftgas NOx einatmen. Halten Sie mich jetzt bitte gerne für einen Zyniker. Ich bin nämlich einer. Aber ist es nicht irgendwie krank, dass wir alle eine sog. „Feinstaubplakette“ an unseren Autos pappen haben, aber die Türken in Wuppertal neuerdings praktisch straflos in ihren eigenen Wohnungen vergast werden dürfen?

Hier können Sie jedenfalls schon mal nachlesen, wie Sie auf ein Rückrufschreiben reagieren sollten: http://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/euro-5-und-euro-6-diesel-13-millionen-autofahrer-betroffen-soll-ich-die-diesel-zwangsumruestung-machen-lassen_id_7292913.html. Und danach sollten Sie sich am besten direkt mit einem Anwalt in Verbindung setzen, denn nach den bisherigen Software-Updates gab es schon reihenweise Probleme: https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article209730999/Probleme-mit-VW-Autos-nach-Abgas-Update.html.

Kunden berichten über Folgeschäden, die durch die Veränderungen an der Motorsteuerung entstanden sein sollen. Die Düsseldorfer Anwaltskanzlei Rogert & Ulbrich, die nach eigenen Angaben rund 1500 VW-Kunden vertritt, berät aktuell auch rund 50 Mandanten, die nach einer Umrüstung Probleme mit der Abgasrückführung (AGR) bekamen.

Teilweise fahren die Kisten keine 100 km mehr nach dem Update:

Die Kanzlei verweist dabei zum Beispiel auf einen neun Jahre alten VW Eos, der bereits 100 Kilometer nach dem Update liegenblieb – ein Fall, über den am Freitag auch die „Auto Bild“ berichtete. Der Austausch des Systems (Kosten üblicherweise 700 bis 1700 Euro) sei von Volkswagen auf Kulanz übernommen worden, um das Thema unauffällig abzuräumen, wie Rechtsanwalt Tobias Ulbrich gegenüber dieser Zeitung erklärte. Es sei ohnehin „das typische Verhalten eines Massenschädigers“, nach außen seine Rechtsposition zu verteidigen, bei juristischen Schritten aber dann Präzedenzfälle durch das Schließen eines Vergleichs mit Verschwiegenheitsklausel zu vermeiden.

Am Ende des Tages ist es aber doch so, dass krankhafter Geiz diesen ganzen Diesel-Boom befördert hat. Diesel hören sich erbärmlich an und haben eine für Sportfahrer absolut unattraktive Leistungsentfaltung. Mit einem Diesel ist jeder Überholvorgang auf kurvigen Landstraßen wegen des erst mit Verzögerung einsetzenden Gummizugeffektes nahezu lebensgefährlich. Selbst mein Kumpel mit dem 326 PS starken Audi 3.0 TDI beklagt sich über den verzögerten Antritt der Karre. Jetzt gibt er den Firmenwagen ab und hat sich auch ein W204 C63 Facelift T-Modell gekauft. Von Brabus auf 534 PS aufgepowert.

Nachfolgendes Video hat zwar nichts mit Diesel zu tun, ist aber zum Wegwerfen komisch:

Ich habe mich beinahe nass gemacht vor Lachen. Warum hat der dämliche Arap sich nicht einfach einen echten CL63 AMG gekauft? Da braucht es gar keiner Klappen! Der ist ab Werk laut und alles ist TÜV-konform.

Ich hatte mal ein lustiges Erlebnis mit den Streifenhörnchen auf der Wuppertaler B7. Die haben mich damals mit dem TVR Griffith rausgezogen und wollten, dass ich von der Straße zur Seite über einen Bordstein fahre. Habe ich nur gesagt: Geht nicht. Das Auto liegt dafür zu tief.

Sagt das grüne Männchen, dass ihn das nicht interessiere. Sag ich, dass alles vom TÜV Wuppertal so abgesegnet ist und ich ihn höchstpersönlich auf Schadensersatz verklagen werde, wenn meinem Auto auch nur der allergeringste Schaden zugefügt wird. Ich zeigte ihm dann noch den TÜV-Prüfbericht. Und da wurde der ach so schlaue, pseudostudierte Polizist irgendwie doch ein wenig nachdenklich. Er hatte in seinem Leben zuvor bestimmt auch noch nie einen TVR Griffith gesehen und wusste damit schlicht  gar nichts anzufangen.

Zurück zum obigen Arap! Und die tolle Perlmuttlackierung!! Ach ja, und die Asifelgen!!! Wozu das alles? Welchem Weibchen schwellen bei Betrachtung der Prollokarre dieses Halbaffen schon die äußeren Schamlippen?

Aber interessant ist es irgendwie schon. Die kroatische Polizei hätte sich auf die unverschämte Art dieses Untermenschen recht sicher gar nicht eingelassen. Hier hätte man das Stück Dreck einfach so behandelt, wie es ihm zusteht. Man hätte ihm nämlich mit seinem Baseballschläger aus dem Kofferraum schlicht die Fresse eingeschlagen. Bevor er genau das anderen damit antut.

Ach ja, Deutschland einmal mehr. Das Land der Toleranten und der Gutmenschen. Jetzt erkläre mir bitte mal einer was daran so schlimm gewesen wäre, wenn der Polizeibeamte dem Arschloch einfach die Wumme auf den Kopf gehalten und abgedrückt hätte. Wäre der Menschheit irgendwas entgangen? In der Konsequenz hat es die deutsche Polizei doch eigentlich erlaubt, dass sich solch ein – ganz offensichtlich hirngeficktes – Tier irgendwann auch noch weiter vermehrt.

Mir erscheint das irgendwie krank!

Aber noch kränker erscheint es mir, dass wir uns von Feinstaubdieseln Krebs erzeugen lassen, anstatt sie – endlich – gegen gesunde Benziner auszutauschen. Warum fahren die Amerikaner keine Diesel? Weil sie den Dreck gar nicht nötig haben. Aber die Amis werden ja auch nicht tagtäglich an der Tanksäule ausgeplündert!

Soll ich etwa früher sterben, weil irgendwelche Geizhälse an der Tanke ein paar Groschen sparen wollen?!!!

4 Kommentare

  1. Habe heute morgen die Pressekonferenz der DUH im Livestream geschaut. Lustiger Fun-Fact: Alle deutschen Hersteller exportieren in die USA Dieselfahrzeuge, die tatsächlich die Grenzwerte im Realbetrieb einhalten. Nur sind die, halt dich fest, im Schnitt eben 300 Euro teurer wegen der notwendigen Abgasreinigung.

    Diesel hin, Diesel her. Soll ihn fahren, wer will, aber dann bitte mit echter Abgasnachbehandlung und nicht diesem Betrug.

    Es hat schon seinen Grund, warum ich inzwischen instinktiv bei Euro 5 und Euro 6 Dieseln vor mir sofort auf Umluft an der Klimaautomatik schalte.

    1. Jerko Usmiani sagt: Antworten

      Das ist eine sehr interessante Information. Dankesehr. Hab das mal näher recherchiert und ausgerechnet in der Stuttgarter Zeitung findet sich der passende Beleg: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.dieselgate-grosse-probleme-bei-der-diesel-nachruestung.e16f5d1e-b167-440d-95a8-833d090c2b7b.html. Ich zitiere:

      In den Vereinigten Staaten würden die entsprechenden Dieselmodelle von den Herstellern mit einer besserer Abgasnachbehandlung ausgerüstet und produzierten deshalb auch weniger Emissionen. Der Verband gibt die Kosten für die Hersteller, die sie für ein modernes Diesel-Abgasreinigungssystem bezahlten müssen, mit etwa 300 Euro pro Fahrzeug an.

      Meiner Meinung nach sollten aber nicht die Hersteller diesen Betrag aufwenden müssen, sondern die knauserigen Dieselfahrer die schon weit mehr als das zu Lasten der Umwelt an der Tankstelle eingespart haben. „Geiz ist geil“ sollte endlich mal bestraft werden!

  2. Also ich fahre auch einen Diesel und habe noch nie Feinstaub oder Stickoxide im Rückspiegel gesehen. Und das obwohl ich den Behälter für die Harnstoffeinspritzung nur mit destilliertem Wasser befülle.
    Auf dem Bild, lieber Jerko, ist übrigens ein Panamera zu sehen, kein Cayenne. Und eine echte Alternative zum Rentner-ML wäre das Original: G-Klasse! Auch als 65 AMG zu haben. Nur ob es dann noch für das Boot reicht? 😉 Und komm mir jetzt nicht mit cw-Wert. Ist doch nur Luft.

    1. Jerko Usmiani sagt: Antworten

      Hallo lieber 0911,

      diese miesen kleinen, linken, sozialistischen Stickoxide sind halt einfach viel zu schnell für Euch lahmen Dieseltreckerfahrer! 😉

      Den G63 habe ich schon mal ansatzweise in Betracht gezogen. Aber welchen Sinn macht es auch ganz ohne Boot eine komplette Herde Elephantenbullen nach Kroatien zu kutschen? Ein Kunde von mir fuhr mal einen G400 CDI by Brabus. Das Ding war bei 230 oder so abgeregelt. Auf Kundenwunsch!

      Er hatte nur Ärger damit. Heute fährt er einen Toyota Pickup.
      Und regt sich deutlich weniger auf als noch vor ein paar Jahren.

      Ach, was ist das doch ein Scheiß wenn man Autoliebhaber ist. Man sucht sich die Autos aus, die einem wirklich gefallen. Und dann passen sie irgendwann nicht mehr zum Lebenskonzept. Was also tun?

      Meiner Meinung nach den optimalsten Mittelweg finden. Alles andere endet in Frustration!

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