Die Welt geht unter! Trump ist US-Präsident!!!

Aber bevor wir zum Weltuntergang kommen möchte ich Sie mit einem kleinen Witz aufmuntern:

Ein Moslem stirbt und kommt in den Himmel.
Er ist total aufgeregt, sein ganzes Leben hat er darauf gewartet, endlich Mohammed zu begegnen.
Er kommt an die Himmelspforte, dort steht ein Mann mit einem Bart.
Ergriffen und zittrig fragt der Mann: “Mohammed ?”
“Nein mein Sohn, ich bin Petrus, Mohammed ist weiter oben” und er deutet auf eine Leiter, die in die Wolken führt.
Der Mann beginnt die Leiter hochzuklettern.
Endlich begegnet ihm ein Mann mit einem Bart.
“Mohammed ?” fragt er wieder voller Hoffnung. “Nein, ich bin Jesus, Mohammed ist weiter oben.”
Der Mann klettert und klettert. Wieder ein Mann mit Bart.
“Mohammed ?” stöhnt er. “Nein, ich bin Moses, Mohammed ist weiter oben !”
Mit seinen letzten Kräften schleppt er sich nach oben, wieder ein Mann mit Bart.
“Mohammed ?” keucht der Mann. “Nein mein Sohn, ich bin Gott. Du siehst ja total fertig aus. Willst du einen Kaffee?”
“Ja gerne !”
Gott dreht sich um, klatscht in die Hände:

“Mohammed – zwei Kaffee !” 

Es ist soweit. Das Ende der Welt, so wie wir sie kannten, hat begonnen!

Das personifizierte Unheil wurde gestern als neuer US-Präsident vereidigt. Das Trumpeltier ist an der Macht und alles unkt herum. Zwar steigen die Börsen in den USA in Folge eines sog. “Trump-Effekts” aber George Soros sagt in Davos zum X-ten Male den Weltuntergang voraus. Und der chinesische Präsident mahnt vor einem Handelskrieg. Meines Wissens dürfen die Chinesen nahezu weltweit Unternehmen kaufen. Nur in China sind nicht einmal eigene Unternehmensgründungen ohne chinesischen Joint-Venture-Partner erlaubt.

Trumps erklärtes Ziel ist es wieder Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Und in der Tat muss man sich einmal die Frage stellen, warum ausgerechnet solche Hochpreisprodukte wie z.B. die von Apple in China produziert werden müssen. Gerade Apple ist ein sehr schönes Beispiel für den Globalisierungswahn. Die Produktionskosten eines iPhones liegen geschätzt bei ca. 261 EUR. Verscherbelt wird es für 869 EUR (http://www.chip.de/artikel/So-teuer-ist-das-iPhone-7-in-der-Herstellung-Apples-Produktionskosten-im-Detail_100196799.html). Kein Wunder, dass Apple der wertvollste Konzern der Welt ist. Aber wem kommt die hohe Marge eigentlich zu gute?

Den Aktionären natürlich!

Ich bin leider keiner davon, war ich doch zu dumm zu erahnen wie viele Menschen es weltweit geben wird, die sich überteuerten, proprietären Schrott kaufen, weil ein angebissener Apfel darauf abgebildet ist. Ebenso dumm waren aber sicher auch viele US-Amerikaner, die jetzt teuer Geld für die iPhones überweisen von dem ein erklecklicher Anteil dann für die Produktion nach China abfließt. Und das vermag ich nicht nachzuvollziehen. Denn würde man das iPhone in den USA produzieren und für das gleiche Geld verkaufen, dann wäre die Marge zwar etwas geringer, dafür hätten aber Menschen in den USA wieder mehr Arbeit. Der – ohnehin reiche – Aktionär wäre weniger reich und ein Arbeiter könnte sich vielleicht selbst ein iPhone kaufen anstatt bloß ein billiges Taiwan-Handy wie z.B. HTC.

Können Sie sich noch an die Zeiten vor der Globalisierung erinnern? Ging es uns schlecht als die Chinesen noch stramme Mao-Kommunisten waren? Damals war Grundig noch kein türkisches Unternehmen und KraussMaffei gehörte noch nicht den Chinesen. In Deutschland wurden noch Fernseher und sonstige Unterhaltungselektronik hergestellt. Sogar Computer wurden hierzulande mal gebaut, nämlich von der Firma Schneider. Die Autos waren damals auch wesentlich hübscher als heute, wo man sie größtenteils nur noch anhand ihres Kühlers oder Markenlogos voneinander unterscheiden kann. Es gab eben noch keinen “globalisierten” Geschmack. Damals sah man auf den ersten Blick, ob ein Auto aus Japan, Italien oder Deutschland kam.

Ja, die schöne Globalisierung. Sie hat die Reichen nur noch viel reicher gemacht. Vor ihr gab es noch keine VW-Manager die bis zu 20 Millionen EUR im Jahr verdient haben und mit 3.000 EUR Tageseinkommen in Rente gehen. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich neide dem Mann das Geld nicht. Aber ich bin der Meinung, dass die Einkommen der Lenker dieser sog. “Weltkonzerne” mit der tatsächlichen Leistung nicht mehr viel zu tun haben. Viele Geschäftsführer von Mittelständlern machen mit Sicherheit einen besseren Job, da die Unternehmen aber nicht so riesig groß sind können sie sich nicht derartig perverse Gehälter zahlen. Macht ein riesiges Unternehmen aber Milliardengewinne, dann sind 20 Millionen ja aus Sicht der Aktionäre sozusagen “Peanuts“. Womit wir direkt schon beim Bankensektor wären.

Too big to fail“-Banken mixten faule Immobilienkredite in den USA mit anderen toxischen Papieren und verkauften diese deutschen Anlegern. Wunderbare Globalisierung. So verdienten die Banken in den USA gleich doppelt. Erst zockten sie ihre eigenen Bürger ab und dann holten sie sich das Geld für die notleidenden Kredite bei den Europäern. Und unsere Bänker, geldgeil anstatt mit der Moral anständiger Kaufleute gesegnet, verramschten ohne jeden Skrupel mit Blick auf dicke Provisionen Papiere von denen sie nichts verstanden. Aber es steckten ja diese großen US-Banken dahinter, so wie die wollte man ja auch schon immer sein. Die Sparkasse war noch nie sexy. Aber Goldman Sachs schon.

Ich hätte nichts dagegen, wenn ich in Deutschland demnächst kein in Japan produziertes Auto mehr kaufen könnte. Und schon gar nicht brauche ich ein Handy aus China. Von mir aus kann es genau so gut in der Ukraine hergestellt werden. Weltweite Warenströme mögen für die Logistikbranche ein tolles Geschäft sein. Faktisch schaden sie aber nur der Umwelt. Bis zu 100 Tonnen Schweröl verbraucht so ein Containerriese am Tag (https://www.welt.de/wirtschaft/article119108356/Das-weltgroesste-Containerschiff-kommt.html). Da ist nichts mit Katalysatoren oder Rußfiltern. Und so ein Riesenkahn, der sagenhafte 18.270 Container mit chinesischem Kinderspielzeug, Smartphones und gefälschten Sneakern aufnehmen kann, beschäftigt gerade einmal 22 Mann Besatzung. Das ist nicht wirklich eine Branche, die der Arbeitsmarkt unbedingt benötigt.

Vielleicht verstehe ich ja nichts von Wirtschaft. Aber ich kann der Globalisierung keinen Vorteil abgewinnen. Bis auf die Tatsache, dass ich bei KiK eine Jeans für unter 10 EUR kaufen kann, was ich jedoch nie täte. Es mag sein, dass die Menschen in Bangladesh ohne KiK usw. weniger zu tun hätten. Aber ob die Hungerlöhne sie wirklich weiterbringen wage ich zu bezweifeln. Im Endeffekt ist diese Auslagerung unserer Produktion in diese Niedrigstlohnländer nichts weiter als moderne Sklavenhaltung. Nur diesmal in Fabrikkäfigen statt in Onkel Toms Hütte. Und es ist nichts weiter als verlogen und schmeißfliegenhaft, wenn europäische Politiker und NGO´s nach jedem Fabrikeinsturz unisono bessere Arbeitsbedingungen für die Menschen fordern. Denn sie wissen ganz genau, dass dort nur der Preis zählt, sonst wäre die Produktion ja nicht dorthin ausgelagert worden. Die besseren Arbeitsbedingungen hatten wir hier schon, was die Produktion u.a. erst so teuer machte.

Benetton geht jetzt einen anderen Weg. Man holt die Produktion wieder nach Italien zurück und lässt die Pullover statt durch billige Lohnsklaven durch noch billigere Roboter produzieren (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/italien-fuenf-kilometer-faden-1.3312228). Das ist der nächste Schritt hin zur Industrie 4.0, die beginnt den Menschen mehr und mehr überflüssig zu machen. Die Frage ist nur: zu wessen Nutzen?

Immer mehr Menschen auf der Welt. Immer mehr Bedarf an Konsumgütern und immer weniger Arbeit für die Menschen. Das kann irgendwann m.E. nicht mehr gut gehen. Es sei denn die arbeitslosen Menschen bekommen Geld vom Staat, damit sie die Konsumgüter kaufen können. Woher aber bekommt der Staat das Geld? Von den wenigen irgendwann verbliebenen multinationalen Superkonzernen – die aber so gut wie keine Steuern zahlen – wohl kaum. Und wie werden sich die Menschen wohl fühlen, die keiner geregelten Beschäftigung mehr nachgehen können? Ich habe damit kein Problem, blogge ich doch z.B.. Wohin massive Unterbeschäftigung i.V.m. ausreichend Geld führen kann, das kann man sich bei den vielen alkoholkranken Hollywoodstars und anderen Promis abschauen.

Die Globalisierung führt zu einer starken Konzentration des Vermögens in nur wenigen Händen. Wenn einer von drei Supermärkten in meinem Inselörtchen Mali Lošinj ein LIDL ist, dann kann da was nicht stimmen. Was hat LIDL in Kroatien verloren? Warum soll ich in Kroatien Wein aus Chile kaufen? Und wieso Käse aus Holland? Es ist doch eine Perversion sondergleichen, wenn in ein Land, in das die Touristen mehr und mehr auch wegen der guten mediterranen Küche kommen, für die Einheimischen billige Massenware aus halb Europa per LKW herangekarrt wird. Der deutsche Tourist freut sich darüber im kroatischen Supermarkt einheimische Spezialitäten kaufen zu können und die jungen Kroatinnen kaufen beim LIDL TK-Pizza, weil sie inzwischen auch schon zu faul zum selber machen sind.

Ich habe nichts dagegen, wenn die Globalisierung wieder zurückgedreht wird.