Erdogan kündigt türkisches Auto an

Warum lässt der Mann mich nicht in Ruhe?

Lieber Herr Erdolf Adolfgan,

hören Sie doch bitte endlich damit auf mich andauernd zum Lachen zu bringen! Ich habe jetzt langsam schon Bauchschmerzen darob!

Schauen Sie, ich will einfach nur mein friedliches Leben auf meiner kleinen Insel führen. Ich möchte gerne jeden Tag irgendwo lecker essen gehen und dabei ernsthafte Nachrichten lesen. Es gibt ja auf der Welt derzeit bekanntlich echte Probleme zu lösen. Aber Sie können es ja nicht sein lassen mir mit immer neuen Idiotien auf den Senkel zu fallen, welche ich – selbstverständlich – kommentieren muss. Schon deshalb weil die fette Merkel damit intellektuell komplett überfordert ist. Dabei will ich doch nur ein paar Tage meine Ruhe haben und vielleicht brauche ich sogar auch mal Urlaub von diesem Blog.

Nein, Sie aber gönnen mir meine Ruhe nicht! Das ist langsam nicht mehr witzig und ich wünsche Ihnen daher wirklich ernsthaft den Mossad an den Hals!

Der irre Oberosmane ist nun komplett ausgerastet. Er befiehlt der “Großmacht Türkei” nunmehr den Bau eines eigenen Automobils (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/lange-gehegter-traum-erdogan-kuendigt-tuerkisches-auto-bis-2021-an/20535338.html). Nun, das gibt es bereits, es nennt sich Etox Zafer (http://www.autobild.de/bilder/tuerkischer-sportwagen-etox-zafer-916615.html#bild1) und ist ein von einem 125 PS Peugeot-Diesel “böfoierter” Süpersportwagen.

Typischer Türkentraum. Nach außen dicke Hose und innen nichts drin als Müll und kurzer Pimmel. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang immer wieder gerne an meinen temporären türkischen Mitarbeiter, der von dem Vater seiner damaligen Freundin – einem sehr lieben Kunden von mir – einen ollen BMW 320 (E36) geschenkt bekam. Der Trottel pappte sich an die C-Säule zuerst einmal ein V6 Logo drauf. Als ob erstens nicht sowieso jeder Depp wüsste, dass der 320 ein Reihensechser war und zweitens dadurch sein kümmerlicher Türkenschwanz länger würde. Stolz wie Oskar gurkte er dann damit durch Solingen.

Jetzt muss man sich natürlich die ernsthafte Frage stellen, wozu die Türken ihr eigenes Auto bauen wollen. Denn ein eigener Panzer oder ein eigenes Jagdflugzeug würden deutlich mehr Sinn machen, zumal sie bald ohnehin aus der NATO rausfliegen und selbst die Russen nicht so bescheuert sein werden den Türken Angriffswaffen zu liefern. Was also treibt Erdolf dazu ein Konsortium von fünf türkischen Firmen dazu zu treiben ein Turkmobil zu bauen?

Interessant ist in diesem Zusammenhang der irrsinnige Absatz von Neuwagen in der Türkei. Der betrug in 2016 nämlich gerade einmal 760.000 Stück (https://www.welt.de/wirtschaft/article170296654/Ein-tuerkisches-Auto-Das-ist-verbranntes-Geld.html). Das ist absolutes Drittweltniveau, berücksichtigt man die Tatsache, dass es knapp 80 Millionen Türken allein in der Türkei gibt. In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum 3,4 Millionen Neuzulassungen (https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/n_jahresbilanz.html). Bei vergleichbarer Einwohnerzahl übrigens!

Und Exportmöglichkeiten werde es aller Voraussicht nach nicht geben. Ein Auto, das der Qualität entspricht, die Kunden in europäischen Ländern gewohnt sind, traut der Experte (Dudenhöfer, Anm. d. Red.) den türkischen Unternehmen ohne Erfahrung im Fahrzeugbau nicht zu. Und Länder wie Indien, in denen andere Standards vorherrschen, könnten entweder vor Ort selbst billiger produzieren oder seien wie China so abgeschottet, dass die Türken dort wohl auch keine Autos verkaufen könnten.

Hm, was würden die Türken hierzulande am liebsten fahren? Genau: Sowas hier!

Sie ahnen gar nicht wie oft ich auf dieses Auto bereits von Türken angesprochen worden bin, bis hin zum Müllmann. Und mit ihnen lässt es sich durchaus gut über Autos fachsimpeln. Sie kennen alle Leistungsdaten, schauen alle Testberichte und hoffen darauf, dass sie sich sowas eines Tages selbst mal vor die Hütte stellen können. Wofür ich allergrößtes Verständnis habe, weil so ein Autochen einfach saumäßig viel Spaß macht.

Wenn Erdolf das Teilchen in der Türkei auch nur ansatzweise nachgebaut bekommt, dann bestelle ich es umgehend. Denn die Qualität der AMG-Ledersitze halte ich für verbesserungswürdig (Das Nappaleder, nicht die Sitzposition). Und es könnte durchaus noch etwas lauter nach hinten rausrotzen. Auch denke ich, dass aus dem 6.2 Liter Maschinchen noch etwas mehr als meine 520 PS rauszuholen wären. Wenn Brabus schon 534 PS anbietet, dann schafft die Fa. Anadolulf es doch bestimmt auf ca. 600 PS. Ok, die Haltbarkeit wird vielleicht nicht ganz so doll sein. Aber wenn die Karre 50.000 EUR statt 100.000 EUR kostet, dann könnte man über ein paar Jahre weniger Fahrvergnügen doch irgendwie nachdenken. Zumal es ja ein Firmenwagen wäre. Neu kaufen. Über vier Jahre abschreiben. Danach verkaufen, zurückkaufen und drei Jahre lang leasen. Danach übernehmen und wieder über drei Jahre abschreiben. Solange sollte die Karre bei meiner Fahrleistung dann aber bitteschön doch halten.

Erdogan will davon natürlich nichts wissen. „Wir wollen keine Verzögerungen bei diesem Projekt und werden keine Verspätungen dulden“, sagte der türkische Präsident. Und er kündigte an, dass er selbst der erste Käufer des neuen Autos sein wolle. Er werde sogar dafür bezahlen, betonte Erdogan. Damit hat das Modell immerhin schon einen zahlenden Kunden.

Jetzt muss ich zugeben, dass das Nichtwissenwollen von Erdolfgan sich nicht auf meine vorherigen Ausführungen bezieht, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass das von ihm ausgewählte Konsortium nichts vom Autobau versteht. Konkret schaut dieses wie folgt aus:

Mobilfunkbetreiber Türkcell (Hä?)

Ok, die sind vermutlich für die Handyhalterung in dem neuen Auto zuständig.

Zorlu Holding

Beeindruckende Zahlen, wie ich finde!

Anadolu Holding

Nun gut, die können wenigstens veraltete Isuzu Busse in Lizenz zusammenschrauben. VW lässt in China schon seit Jahrzehnten Passats in Lizenz fertigen, ohne dass es davon auch nur ein einziger bis nach Deutschland geschafft hätte. Es gab mal einen China-Jeep namens Landwind, der bei Crashversuchen schlechter abschnitt als ein Klapprad (https://www.welt.de/wirtschaft/article1938602/Crashfirma-bringt-Billig-Jeep-nach-Deutschland.html).

Kiraca Holding

BMC Group

Verzeihen Sie mir, werte Leser. Den Begriff kenne ich noch aus der englischen Automobilindustrie. Insofern habe ich es mir erlaubt ihn komplett zu übergehen! Bei deren Streikkultur könnte selbst Adolfgan mit all seinen Repressionen den Laden keine drei Monate am Laufen halten.

Aber Erdolfs Plan ist mir jetzt wenigstens endlich klar geworden! Er fordert ja inzwischen fünf oder mehr Kinder pro Türkin (http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/recep-tayyip-erdogan-kinderkriegen-europa-aufruf). Da macht es doch durchaus Sinn einen eigenen Familienvan im Reisebussformat produzieren zu wollen! Oder hätte er sonst wohl ausgerechnet die Busbauer in Sippenhaft genommen? Dumm nur, dass nicht einmal hier – im vergleichsweise armen Kroatien – die Billigbusse dieser Turkfirmen unterwegs sind. Das ist so ähnlich wie mit dem Esel, den man ja auch im eigenen Lande nutzt, weil man ihn nicht exportieren kann. Allenfalls türkische Beko-Kühlschränke gibt es hier zu kaufen. Googeln Sie aber bitte mal Beko-Fernseher. Sie lachen sich schlapp!

Und hierin liegt das größte Problem von des Cheftürken grandioser Idee. Wohin will er seinen Türkenschrott verkaufen? Selbst der allerdümmste Bimbo im Negerkral kauft abgelegte deutsche Qualitätsware. Japan und Korea produzieren bereits für die gesamte Welt. Und China demnächst zumindest für den eigenen Markt, der aber ein klein wenig größer ist als der der glühenden Halbmondverehrer. Volvo (Geely) und Jaguar (Tata) sind erst seit den Übernahmen durch Investoren aus dem fernen Osten wieder konkurrenzfähig. Und jetzt will ausgerechnet die Türkei mit ihrem Minimarkt von nicht einmal 800.000 Autos jährlich ins Geschäft mit Fahrzeugen einsteigen?

Ok, die Rumänen bauen den Dacia. Aber der kommt von Renault und ist konzipiert worden für Leute die nichts mehr benötigen als einen fahrbaren Untersatz, also z.B. die allermeisten Türken. Was wollen die also jetzt noch im Vergleich zu Dacia, außer noch billiger?

Döner für 1,50 EUR? 

Bleibt nur noch die Frage, ob mit scharfer roter Sauce und/oder Cacık oder eben Gammelfleisch…

2 Kommentare

  1. Dacia ist doch nur die Zweitverwertung der abgelegten Renault-Technologie. Eigentlich gar keine schlechte Idee, für den kleineren Geldbeutel die Technologie zu nutzen, die gerade ausgewechselt wurde und somit komplett abgeschrieben ist.

    Aber unser Erdolf ist echt ein grandioser Komiker. Für den Minimarkt eine eigene Marke, das kann man nicht mal mehr Größenwahn nennen, denn der bezieht sich wenigstens mit seinem Ziel auf ein reales Element.

    1. Hi Zorro,

      mich würde auch interessieren wie die Karre aussehen soll, bei einem Türkenpräser der sich so einen Palast baut:

      Gewiss lässt es Erdolfs Ehre nicht zu, dass die Halbmondverehrer ein unrepräsentatives Modell produzieren. Sowas wie das hier wird es daher schon mindestens sein müssen:

      Es handelt sich um ein Giugiaro-Design welches ursprünglich für Lada vorgesehen war. Das Auto verfügt über 90 Eselsstärken oder alternativ 120 Ziegenstärken. Es verfügt natürlich über Anschlussmöglichkeiten für das neueste iPhone und einen ausreichend großen Kofferraum, um die Putzmittel für die Schwarzarbeit unterbringen zu können.

      Erlkönigjäger haben in der Nähe von Istanbul dieses Design gespotted:

      Wie man auf dem zweiten Bild erkennen kann, sind die Fahrzeuginsassen definitiv Türken!

      Viele Grüße von der Insel
      Jerko

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