Gedanken eines kleinen Arschlochs

Mein Blog ist natürlich auch bei Kunden, Freunden und Bekannten nicht ganz unbemerkt geblieben. Und wenn man ihn nicht in seiner Gesamtheit betrachtet, so kann man durchaus – je nach Artikel – zu der Schlussfolgerung gelangen, dass ich ein rechter Hetzer, Frauenfeind, Schwulen- und Muslimhasser bin.

Und böse sowieso!

Nichts davon ist indes der Fall. Ich liebe die Frauen, nur nicht die, die mir auf den Nerv gehen, gegangen sind oder auch noch gehen werden. Ich achte jede Religion, wenn ich sie auch alle für schwachsinnig erachte. Und Schwule sollen machen was sie wollen, solange sie den Rest der Menschheit damit nicht behelligen. Von mir aus sollen sich Swinger in ihren Clubs zu Gangbangorgien treffen und Muslime sich den ganzen Tag gen Mekka zu Boden werfen. Solange sie mich damit nicht behelligen. Ich bin nun einmal ein wertkonservativer, heterosexueller Atheist und meine Toleranz hat daher ihre Grenzen. Ich will niemandem etwas verbieten (außer Kopftücher und weitergehende Verhüllungen). Jeder soll tun was, mit wem und wie er es will.

Er soll damit nur nicht in meine Wahrnehmungssphäre eindringen. Ich behellige niemanden. Also soll mich auch niemand behelligen. So wie mich Menschen bitte auch mit ihren Problemen in Ruhe lassen sollen. Es sind ihre Probleme und ich will nicht, dass sie mir sie aufdrängen und sie damit zu meinen machen. Dazu haben sie ganz einfach kein Recht!

Die meisten Menschen sind Schauspieler, Blender und Egoisten. Sie wollen gut dastehen und möglichst wenig Angriffsfläche bieten. Es ist für den Ruf immer besser ein total netter, supertoleranter Typ zu sein. Ich sage nur: „Everybodys Darling„. Kennen Sie den Typ noch aus Ihrer Schulzeit? Beliebt bei allen Lehrern und Mitschülern. Immer gerne Klassensprecher und ständig gute Noten.

Ich persönlich war immer lieber sowas wie das kleine Arschloch …

… und werde irgendwann der alte Sack. Entweder man mag oder man hasst mich. Dazwischen gibt es nichts!

Das hat etwas damit zu tun, dass ich es mir in meinem Leben immer möglichst leicht gemacht habe. Wer mich scheiße findet, der soll einfach nichts mit mir zu tun haben. Es ist ja nicht so, dass ich auf irgendwen angewiesen wäre oder mich gar aufdränge. Ein ehemaliger Kunde sagte zu mir mal ich sei eine Diva. Recht hat er! Ich weiß, dass ich zu den Besten meines Fachs gehöre und kann mir eine gewisse Arroganz daher auch leisten. Und schon gar nicht lasse ich mich als Dienstleister von irgendwelchen Leuten, die weniger können als ich selbst, wie ein Leibeigener behandeln. Vor „Geschäftsführern“ habe ich ganz besonders wenig Respekt, kann ich doch alles was sie können und können sie nichts von dem was ich kann.

Ich erlaube mir mal Ihnen etwas zu bedenken zu geben. Wen finden Sie besser: Alan oder Charlie Harper (Two and a half Men)? Sheldon Cooper oder Leonard Hofstadter (The Big Bang Theory)? Glauben Sie, dass das die beiden erfolgreichsten Sitcoms praktisch aller Zeiten wären, wenn Charlie und Sheldon nicht „Arschlochcharaktere“ wären? Beide machen was sie wollen und sagen was sie denken. Sie sind keine schlechten Menschen. Und trotzdem würden sie in jeder supertoleranten Konsensgesellschaft andauernd anecken. Und genau weil diese unsere Supertoleranzkonsensgesellschaft mit ihrem politisch korrekten Geschwafel uns insgeheim so sehr auf den Keks geht, finden wir Leute wie Charlie und den Teilzeitautisten Sheldon so gut. Sie sind nichts weiter als eine Projektionsfläche unserer heimlichen Wünsche. So wie sie wären wir auch oft gerne, dürfen oder können das aber in der Realität nicht sein.

Ich aber kann es! Weshalb mich manche Menschen auf den Tod nicht ausstehen können.

Ich sage auch was ich denke, weshalb ich in einer linksdurchsifften Konsensgesellschaft anecken MUSS. Grundsätzlich ist ja gegen den Konsens nichts einzuwenden. Aber er ist eben doch etwas Widernatürliches. Aus Polarisierung erwächst Diskussion und aus der Diskussion natürlich auch ein gewisses Konfliktpotential. Am Ende muss aber immer jemand das Sagen haben. Entscheidend ist, dass man sich den Argumenten des anderen gegenüber nicht verschließt. Es gibt aber immer ein Über- und Unterordnungsverhältnis. Der Traum – vor allem der Frauen – von einer Diskussion auf „Augenhöhe“ ist eine utopische Vision. Und wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen. Mir wird niemals eine Frau Befehle erteilen, es sei denn sie ist mir fachlich überlegen. Dann erübrigt sich aber ohnehin jede Diskussion. Wie soll ich mit Leuten diskutieren, denen ich fachlich nicht das Wasser reichen kann?

Hier liegt m.E. eines der großen Probleme unserer Gesellschaft. Und so brachte mich ein werter Leser zum Nachdenken, weil er in einer Diskussion aneckte, indem er die bewaffnete Bewachung unserer Grenze vertrat. Was denken Sie würde passieren, wenn Sie die Grenze nach Russland oder Kroatien unerlaubt überqueren und ein – natürlich bewaffneter – Grenzposten Sie zuvor aufgefordert hat stehenzubleiben? Glauben Sie der würde Ihnen hinterherlaufen, um sie einzufangen? Quatsch. Er würde Sie einfach abknallen! Weil es sein Job ist seine Grenze zu verteidigen und er entsprechende Befehle hat. Bei einem Kind würde er aus humanitären Gründen vielleicht eine Ausnahme machen. Aber wo fängt „Kind“ an und wo hört es auf? Ein Jugendlicher würde vermutlich auch erschossen werden.

Was gab es für einen Aufschrei als Beatrix von Storch (AfD) den Waffeneinsatz gegen illegale Grenzübertreter forderte (http://www.zeit.de/politik/2016-01/alternative-fuer-deutschland-beatrix-von-storch-petry-schusswaffen). Dabei forderte sie als Juristin nichts anderes als das was im Gesetz steht: http://www.buzer.de/gesetz/5750/a78919.htm.

§ 11 Schußwaffengebrauch im Grenzdienst

 

(1) Die in § 9 Nr. 1, 2, 7 und 8 genannten Vollzugsbeamten können im Grenzdienst Schußwaffen auch gegen Personen gebrauchen, die sich der wiederholten Weisung, zu halten oder die Überprüfung ihrer Person oder der etwa mitgeführten Beförderungsmittel und Gegenstände zu dulden, durch die Flucht zu entziehen versuchen. Ist anzunehmen, daß die mündliche Weisung nicht verstanden wird, so kann sie durch einen Warnschuß ersetzt werden.

 

(2) Als Grenzdienst gilt auch die Durchführung von Bundes- und Landesaufgaben, die den in Absatz 1 bezeichneten Personen im Zusammenhang mit dem Grenzdienst übertragen sind.

Also, in Absatz 1 ist von Personen die Rede. Das sind sowohl Erwachsene als auch Kinder. Der Warnschuss ersetzt sozusagen die Englischkenntnisse. Im Falle der sog. „Flüchtlinge“ auch die Arabischkenntnisse. Der „Warnschuss“ nennt sich so, weil er deutlich machen soll, dass nach der Warnung der scharfe Schuss kommt. Sonst wäre er ja völlig nutzlos und würde nur der Patronenverschwendung dienen. Außerdem könnten wir die Grenze ja auch gleich völlig abschaffen, wenn sie keinerlei Beachtung mehr findet.

Jetzt haben wir in Deutschland aber offenbar ein Problem. Wenn ein Polizist auf einen Kriminellen schießt, dann muss er sich gefallen lassen, dass das linke Dummgutmenschengesindel das auch noch hinterfragt und damit im Ergebnis den Täter zum Opfer macht. Dem sprichwörtlichen Fass den Boden herausgehauen hat seinerzeit die offenbar völlig bescheuerte Renate Künast mit ihrer Reaktion auf den Würzburger Axtmörder-Flüchtling:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wuerzburg-renate-kuenast-hinterfragt-polizei-reaktion-und-erntet-shitstorm-a-1103632.html

Anhand dieser Reaktion kann man gut erkennen, wie geisteskrank das meinungsbildende linke Gesindel inzwischen ist. Mir drängt sich irgendwie der Eindruck auf, dass manche Menschen „aus Prinzip gut“ sein wollen, so wie sie auch „aus Prinzip“ gegen alles sind und nie die Schuld beim Täter suchen, sondern immer bei der Gesellschaft. Und so ist auch nicht der IS schuld daran, dass er der IS ist. Es sind die Amerikaner, weil die im Irak einmarschiert sind. Es ist Assad, weil er angeblich die Demokraten unterdrückt (der IS ist ja bekanntlich basisdemokratisch organisiert) und es sind SPD und CDU schuld, weil sie Herrn Assad und dem IS und überhaupt jedem ja erst die zur Kriegsführung benötigten Waffen geliefert haben.

Was für eine gequirlte Scheiße!