Haben Sie sich eigentlich schon mal Gedanken über Gott gemacht?

Dass die Bibel uns Murks erzählt und der Koran ebenfalls, das dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Denn die Welt ist nicht in sieben Tagen erschaffen worden, und auch die Dinosaurier kommen in den Schöpfungsgeschichten nicht vor, obwohl es sie nun nachweislich doch gab. Stattdessen aber die hübsche Eva, der nicht besonders gut bestückte Adam (siehe Beitragsbild) sowie der Apfel und die Schlange. Noch heute bezeichnet man deshalb besonders verlogene und hinterhältige Frauen (beides sind typisch weibliche Eigenschaften) als Schlangen.

Der Kain erschlug den Abel weshalb eigentlich, wissen Sie es noch? Ich verrate es Ihnen, Sie unwissender Pseudo-Christ. Haben Sie Ihr Buch Gottes etwa nicht auswendig gelernt, wie es doch jeder brave Muselmane tut? Na dann schämen Sie sich jetzt aber mal!

Das Buch Genesis 4, 2-4,16

Adam erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben. Sie gebar ein zweites Mal, nämlich Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt und Kain Ackerbauer.

 

Nach einiger Zeit brachte Kain dem Herrn ein Opfer von den Früchten des Feldes dar; auch Abel brachte eines dar von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Der Herr schaute auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß, und sein Blick senkte sich.

 

Der Herr sprach zu Kain: Warum überläuft es dich heiß, und warum senkt sich dein Blick?

 

Nicht wahr, wenn du recht tust, darfst du aufblicken; wenn du nicht recht tust, lauert an der Tür die Sünde als Dämon. Auf dich hat er es abgesehen, doch du werde Herr über ihn!

 

Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: Gehen wir aufs Feld! Als sie auf dem Feld waren, griff Kain seinen Bruder Abel an und erschlug ihn.

M.a.W: Unser Arschloch von einem christlichen Gott aß offenbar lieber Fleisch als Feldfrüchte. Und er behandelte daher den für seine Ernte hart arbeitenden Kain so mies, dass dieser daraufhin den faulen Ziegenhirten Abel (Tiere fressen und vermehren sich bekanntlich auch ohne menschliches Zutun) erschlug. Ich habe jedwedes Verständnis für den Herrn Kain.

So beschissen fängt also die christliche Menschheitsgeschichte an! Mit einem Brudermord!! Wegen eines Arschloches von antivegan eingestelltem Gourmet-Gott!!!

Weshalb der profunde Kenner der frühchristlichen Historie – Walter Moers – sich auch dazu veranlasst sah folgendes, unnachahmliches Kunstwerk zu erschaffen, in dem wohl die gesamte Dramatik der frühchristlichen Geschichte in einem einzigen – von mir bereits entäußerten – Worte zusammengefasst wird:

Moers-Jesus

Empfinden Sie das als Blasphemie? Ja, ich tue das auch! Aber Blasphemie ist eben Gottseidank hierzulande ebensowenig strafbar wie in den USA (ersparen Sie mir bitte die Aufzählung aller anderer Staaten). Danke!

Für sowas hingegen sperren die irren Muselmanen heute noch Intellektuelle wegen „Straftaten wider die Religion“ hinter Gitter (oder welche Bezeichnung den Spinnern sonst noch einfällt…)

Allah-arabische-Karikatur

Eigentlich eine zutiefst sympathische Karikatur was die Darstellung Allahs betrifft. Ein alter, gütiger und seine Gäste fürsorglich umsorgender Mann. Warum die Muslime so etwas nicht dulden, erschließt sich mir nicht. Aber wenn ich mir den lieben Gott der Christen vorstellen müsste, dann sähe der auch ziemlich genau so aus.

Jetzt machen wir einmal einen riesigen Hüpfer über die zehn Gebote hinweg. Diese sind zweifelsfrei die besten Gesetze, die die Menschheit je hervorgebracht hat und entstammen ganz sicher keinem Gott. Es war der greise Mose, der auf den Berg stieg und mit seinen selbst geklöppelten Tafeln zurückkam.

Für mich hat was mit Schachteln zu tun.

Hä? Mit Schachteln?!

Warten Sie es ab… … tz, tz, tz, immer diese neumodische Ungeduld 🙁

Albert Einstein war der erste Mensch, der die drei bekannten Dimensionen (x, y und z) mit der vierten Dimension  – der Zeit – so intelligent zu kombinieren vermochte, dass es bis zum heutigen Tage jedenfalls noch niemandem gelungen ist ihn zu widerlegen. Einsteins Behauptung ist so simpel wie kompliziert: Der Raum krümmt die Zeit. Weshalb es eine Raumzeit geben muss.

Hier die optische Verdeutlichung:

raumzeit

Die gerade hellblaue Linie wäre die einer linearen, gleichmäßigen Zeit. So wie wir Menschen sie üblicherweise wahrnehmen. Für uns ist jeder Tag gleich lang. Guter Sex macht ihn vielleicht gefühlt etwas länger. Ebenso wie das schöne Essen davor und vielleicht noch ein angeregtes Gespräch sowie ein paar Cocktails mit dem anschließend zu vögelnden Hühnchen. Dieser „Zeitgewinn“ wird üblicherweise aber durch die Langeweile wieder ausgeglichen, die sich einstellt, wenn man des Hühnchens wieder überdrüssig geworden ist, sie aber trotzdem noch neben einem auf der Couch sitzt.

Am Ende eines jeden Tages ist Zeit eben nur eine subjektive Wahrnehmung. Tatsächlich aber läuft sie langsamer ab, je schneller wir uns von der Erde entfernen bzw. überhaupt bewegen. Weil wir dann nämlich nicht an allen möglichen „Zeitbremsen“ hängen bleiben, wie z.B. den in obigem Bild sichtbaren Dellen der Raumkrümmung. Das ist so ähnlich wie mit einem Strudel irgendwo im See. Fahren sie da mit einem Paddelboot entlang, dann spüren Sie den Strudel ganz deutlich. Denn er raubt Ihnen Ihre kostbare Zeit. Panzern Sie hingegen mit einem 800 PS Speedboat darüber, dann bemerken Sie nicht einmal einen Hauch davon.

Das ist der Grund warum ich sehr schnelle Autos bevorzuge. Sie halten mich einfach jünger! 😉 Je schneller ich auf der Autobahn eine Bodenwelle überfahre, desto weniger Lebenszeit verliere ich.

Befragt zur Existenz Gottes antwortete Einstein seinerzeit angeblich: „Gott würfelt nicht“. Ein sehr interessantes Essay zur Frage von Einsteins Gläubigkeit können Sie hier lesen:  http://de.richarddawkins.net/articles/glaubte-albert-einstein-an-gott-oder-nicht. Die treffendste Aussage Einsteins dürfte wohl diese gewesen sein:

Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott, und habe dies nie bestritten, sondern habe es deutlich zum Ausdruck gebracht. Wenn in mir etwas ist, was religiös genannt werden kann, dann ist es die grenzenlose Bewunderung für die Struktur der Welt, soweit unsere Wissenschaft sie enthüllen kann.“

Dem würde selbst ich als der Antichrist höchstselbst uneingeschränkt zustimmen. Denn sie zeigt etwas immens Wichtiges auf, was Einstein in seiner congenialen Weise formulierte:

Wir sollten uns in Achtung vor dem verneigen was wir vorfanden. Und ebenso vor dem was wir selbst geschaffen haben. Aber wir sollten nicht glauben, dass es uns von einem übermächtigen Wesen gegeben wurde, dessen Diener wir seien sollen.

Auch ich hege eine grenzenlose Bewunderung für diese Welt. Weshalb ich z.B. begeisterter Taucher bin. Auch beim Tauchen ist die Zeit eine Art Dimension. Je schlechter die Technik, desto höher der Sauerstoffverbrauch, desto kürzer der Tauchgang. Weshalb ich auch oft gerne gegen die PADI-Buddyregeln verstoße, wenn mein Buddy schon leer an der Oberfläche ist. Da mach ich dann gerne noch mal einen kurzen Törn auf 18 Meter runter, spiel noch ein wenig U-Boot und schau der hübschen Zackenbärschin nochmal auf den Popo 😉

Zurück zu Einstein. Er sagt: „soweit unsere Wissenschaft sie enthüllen kann“. Und hierin liegt der Casus Knacksus. „Soweit unsere Wissenschaft sie enthüllen kann“.

Bemerken Sie etwas? Ich denke, dass Einstein um die Endlichkeit des menschlichen Geistes und dessen zwangsläufiger Kapitulation vor der Unendlichkeit des Universums wusste. Andererseits, welcher intelligente Mensch weiß nicht darum? Gläubige natürlich ausgenommen!

Und hier sind wie jetzt bereits im Bereich der Philosophie und damit auch direkt bei Platons Höhlengleichnis. Ich zitiere die Wikipedia:

Da die bewegten Gegenstände auf die Höhlenwand, der die Gefangenen zugewendet sind, Schatten werfen, können die Höhlenbewohner die bewegten Formen schattenhaft wahrnehmen. Von den Trägern ahnen sie aber nichts. Wenn jemand spricht, hallt das Echo von der Höhlenwand so zurück, als ob die Schatten sprächen. Daher meinen die Gefangenen, die Schatten könnten sprechen. Sie betrachten die Schatten als Lebewesen und deuten alles, was geschieht, als deren Handlungen. Das, was sich auf der Wand abspielt, ist für sie die gesamte Wirklichkeit und schlechthin wahr. Sie entwickeln eine Wissenschaft von den Schatten und versuchen in deren Auftreten und Bewegungen Gesetzmäßigkeiten festzustellen und daraus Prognosen abzuleiten. Lob und Ehre spenden sie dem, der die besten Voraussagen macht.

Das Höhlengleichnis mag vielfach interpretiert worden sein. Mich hat sowas noch nie interessiert. Ich interpretiere es selbst:

Die Gefangenen sind Unwissende. Sie können auch nur das sehen was sie zu sehen vermögen. Aber sie sind ebenso Menschen, wie diejenigen, die die Schatten werfen. Die Gefangenen mögen die Schatten und deren Stimmen für Götter halten. Diese sind es aber nicht. Die Schatten sind nur – vermutlich unbeabsichtigte – Täuschungen der Gefangenen.

Was das mit der Unendlichkeit des Universums und Einsteins innerlicher Kapitulation davor zu tun hat? Ganz einfach: Der Mensch neigt dazu alle Rätsel des Universums ergründen zu wollen. Die Höhlenbewohner können von Glück sagen, dass sie nicht mehr als ihre Höhle gesehen haben. Einstein hingegen hat in das Auge des Universums direkt hineingeblickt. Und er verstand sofort, dass er vermutlich wahnsinnig werden würde, sollte er versuchen auch noch die Unendlichkeit zu verstehen „Soweit unsere Wissenschaft sie enthüllen kann“.  Denn dazu ist der menschliche Geist ganz einfach nicht geschaffen.

Jetzt kann man es einfach akzeptieren, dass der Mensch als endliches Wesen, welches überall nur Enden vor sich sieht, welches ständig vor Mauern oder Berge läuft oder vor Türen oder Tore, nicht in der Lage ist die Unendlichkeit zu verstehen. Vielleicht verhält es sich mit dem Universum aber auch so, dass es nur ein Spielzeug in der Schachtel eines kleinen Mädchens ist, dieses wiederum befindet sich wieder in der Spielzeugschachtel eines anderen kleinen Mädchens und so weiter und so fort. Und diese ganzen Spielzeugschachteln befinden sich alle vielleicht wieder in der Spielzeugschachtel eines kleinen Mädchens in meinem benachbarten Kindergarten. Keine besonders plausible Erklärung für die Unendlichkeit vielleicht. Aber eine solche mit der ich leben kann. Denn sie drückt eine Art Kreislauf aus. Der ist auch unendlich, solange man ihn nicht unterbricht.

Und wenn es einen Gott gäbe, woraus bestünde er? Und säße der am Ende auch in der Spielzeugschachtel eines anderen Gottes usw. usw.? Falls ja, dann aber brauchte man ihn nicht mehr zur Aufrechterhaltung des Kreislaufes, gäbe es doch schon das kleine Mädchen und dessen Schachtel…