Ich musste die Tage “arbeiten” ;-) …

… und fuhr – was nur noch recht selten passiert – zu einem Kunden.

Aber zuerst einmal der derzeit geilste Song überhaupt. (Auf N24-TV gehört, ich fahr ja kaum noch Auto. Und zuhause höre ich ka Radio ned.)

Bitte Kopfhörer auf!

Das ist schon verdammt groß! (Lyrics)

Seit “Iz on“, Banks “Beggin for Thread” und Linkin Parks “Castle of Glas” nichts Besseres mehr gehört! Hat was von Linkin Parks epischem “Duett” mit Jay Z. Und ist m.E. sogar noch einen Ticken besser als “RAP Superstar” von Cypress Hill. Perfekt jedenfalls, um 911er an einem sonnigen Tag vor sich herzutreiben! Schade, dass der Song kein Maxi-Format hat. Aber vielleicht mixe ich mir den auch die Tage einfach mal selbst…

Am ziemlich frühen Morgen erhielt ich im Halbschlaf eine Whatsapp von einer total süßen Frau, die mir mitteilte, dass sie endlich mal wieder gut geschlafen habe. Sie ist der Typ Häschen mit dem ich wirklich gerne mal vö***n würde. Andererseits wäre sie für mehr als den Sex auch wieder nicht zu gebrauchen. Zu viele Hummeln im Hintern und zudem im falschen Job. Irgendwie so wie alle “modernen” Frauen. Das würde nur in Ärger enden. Also keine weiteren Gedanken daran verschwenden.

Ich wachte um 09.30 wirklich auf, döste noch bis ca. 12.00 vor mich hin (Löwe halt) und bekam dann einen Anruf. Kunde kommt nicht mehr ins Internet. Router ok, vermutlich Switch defekt. Es war ein wunderschöner sonniger Tag. Also hüpfte ich aus dem Bett, erledigte meine „Katzenwäsche” – ich dusche lieber abends als mir morgens den Hintern abzufrieren – putzte mir die Zähne, sprang in Jeans, Cashmererolli, einen Übergangsmantel von Wolfi Joop und Rahmengenähtes von Allen Edmonds, richtete mein Haar und gab mir noch eine angenehme Duftnote (Versace Signature).

Leider übersah ich, dass es inzwischen doch schon recht kühl geworden ist, weshalb ich die hirschledernen Handschuhe oben vergaß. Die unten im Auto waren natürlich bitterkalt. Und ich fragte mich, warum in dem Baby-AMG kein beheiztes Lenkrad drin sein kann. Ebenso wenig, wie er eine beheizbare Frontscheibe hat. Gab es das – verflucht noch eins – denn nicht als Extra?! (Nein, steht nicht auf der Aufpreisliste) Ok, andererseits ist aber auch kaum jemand so bescheuert wie ich und parkt sein Auto – trotz eigener Garage – vor der Haustür. Ich rufe die Tage mal so einen Standheizungseinbaufritzen an. Das schon deshalb, weil nach knapp einer Woche ohne Autobewegung der Schnee auf der Frontscheibe schon beinahe zu Eis geworden war. Entsprechend mühselig war die Kratzerei. Andererseits hat sie auch irgendwie beinahe Spaß gemacht. Keine Ahnung warum. Vermutlich weil ich das Gefühl hatte sowas wie Sport zu treiben. 😉 Ich ruf den Standheizungsfritzen also doch nicht an.

In aller Seelenruhe brachte ich noch das Altglas weg – ein stressfreies Leben ist ein Wert an sich – und fuhr dann nach Düsseldorf, es war aus Sicht des Kunden selbst ja kein dringender Notfall. Von der Berliner Allee auf die Zufahrt zur Kö schaltete ich die Elektronik aus und ließ den Popo des AMG mal so richtig schön quer stehen. Flugs wieder eingefangen und dann weiter Richtung Kaufhof-Parkhaus. Da in der Auffahrt voll auf den PIN (Elektronik an, weil die Rampe viel zu eng für Heckeskapaden ist). Die Akustik in der Auffahrt ist schlicht zu imposant, um DAS Hörvergnügen NICHT zu genießen. Und ganz nebenbei platzen den pseudoelitären Arschlöchern im Industrieclub ggü. dabei beinahe die Fensterscheiben. <teuflischgrins>

Der Kunde ist direkt am Anfang der Kö gelegen. In dem Häuschen wo der Reiter Ludw´sch und der Bogner Willy ihm ihre Filialen haben. Da bin ich immer wieder gerne, steht die Kö doch für eine wohlhabende, internationale und multikulturelle Gesellschaft. Schon im Kaufhof-Aufzug begegneten mir Italiener und Japaner. Nur keine Türken oder Araps. Die sehe ich allenfalls beim Reinfahren nach Düsseldorf, wenn ich die Corneliusstraße entlangfahre. Aber selbst die scheint ihnen so langsam zu teuer zu werden. (Merkt man daran, dass die Wettbuden schließen)

Problemursache war letztlich ein hängender DNS-Server. Sowas habe ich schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr erlebt. Unter Server 2000 gab es mal einen Bug wenn man die IP des Servers selbst als DNS konfigurierte und nicht den Localhost. Aber bei 2012 R2 war ich nun doch arg überrascht. Problem jedenfalls schnell gelöst. Ich überlegte kurz, ob ich im Kaufhof was essen gehe und entschloss mich dann doch für M12 (scharfes Rindfleisch) von meinem Thai. Also fuhr ich nach Wuppertal zurück. Nach dem Mittagessen erledigte ich noch remote ein Update in Emmerich. Bequem von der Couch aus und dabei “The Big Bang Theory” schauend. Insgesamt ein sehr angenehmer Arbeitstag. Ca. drei Stunden Arbeit und ein wenig AMG gejuckelt.

Auf der Rückfahrt begegneten mir zwei Markenkollegen. Ein mattgrauer GT Black Series und ein weißes C63 W204 Coupé mit schwarzen Felgen und vollem Kriegsornat. Gefällt mir irgendwie nicht. Wenn ich hinten doch schon vier armdicke Auspuffrohre rausschauen habe, dann müssen doch nicht auch noch sämtliche Typenschilder an der Karre pappen.

Da es draußen schön kalt ist, machte ich mir mal wieder meinen eigenen kalorienfreien Ice Tea Green Lemon. Das braucht man dazu:

10 Stück Süßstoff vom ALDI
Das grüne Bio-Citrovin Limette vom ALDI
Grünen Tee vom ALDI

Und folgende Utensilien:

kanne

flasche

Den Süßstoff in die Kanne. 4 Teelöffel Tee in das Teesieb der Kanne geben. Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen und ab damit ins Teesieb. Zuletzt zwei fette Spritzer Citrovin dazu und raus damit auf die Terrasse, damit auch “Eistee” daraus wird. Wenn der Tee gut abgekühlt ist, dann in die Flasche füllen, die ja genau das gleiche Fassungsvermögen wie die Teekanne hat.

Preiswerter kann man kalorienfreien Ice Tea Green nicht herstellen. Und schmecken tut das Zeugs auch. Das klappt natürlich auch mit z.B. Earl Grey Tee. Allerdings hinterlässt Schwarztee deutlich mehr unschöne Ablagerungen in den Flaschen. Diese wiederum bekommt man wieder weg indem man etwas Wasser und Spüli in die Flasche gibt, es gut einwirken lässt, dann zwei Esslöffel Reis dazu und die Flasche kräftig schütteln. Überhaupt ist es mir unverständlich warum die Menschen heute so wenig einfallsreich sind. Kaum einer macht noch was selbst. Und wenn so eine 5 EUR-Flasche dreckig ist, dann wirft man sie halt in den Abfall.

So wie auch die spermaschlürfende Anwaltsbitch …

(Omen?)

… sich z.B. nie anständiges Schuhwerk kaufte (BOSS zähle ich nicht dazu!) und nur billige Koffer besaß. (Dass der Satz diese Wendung nimmt, hätten Sie jetzt nicht erwartet, gell?) 😉

Gerade wenn ich KEIN Geld habe, kaufe ich mir Sachen die lange halten und sich reparieren lassen. So hält ein Alu-Rimova ein Leben lang und auch die guten Cordovans von Allen Edmonds sind bei minimaler Pflege unverwüstlich. Aber so clever sind die meisten Leutchen heute nicht mehr.

Ich bin weiß Gott das Gegenteil von geizig. Aber warum soll ich z.B. Ice Tea Green Lemon von Lipton für 1,39 EUR à 1,5 Liter kaufen, wenn ich diesen nicht nur die Treppen hochschleppen, sondern auch die Pfandflaschen wieder zurückbringen muss? Zudem hat das Zeugs pro 100 ml sagenhafte 20 Kalorien. Das macht bei 1,5 Litern – und soviel trinke ich mindestens am Tag – 300 völlig überflüssige Kalorien. An 7 Tagen sind das 2.100 Kalorien und damit ca. mein täglicher Kalorienbedarf. Mein selbstgemachter Eistee spart mir also einen kompletten Ernährungstag ein, was meiner Figur natürlich ebenso zuträglich ist wie meinem Portemonnaie. Letzeres ist zwar nebensächlich. Aber 1,39 EUR mal 365 macht auch 507,35 EUR. Und das sind in 30 Jahren nun einmal 15.220,50 EUR. Dafür kann man schon eine schöne Reise unternehmen. Oder 150 mal 800g Chateaubriand im “Rocca im Gehry´s” bestellen. Also 5 mal pro Jahr.

Aber vielleicht ist es heute einfach auch nur noch uncool, wenn man Sachen selbst macht. Genauso wie es uncool ist, wenn man im REWE nicht zu Buitoni oder Barilla greift, sondern zu “Gut & Günstig“. Dabei schmeckt die ganze Industriepasta erstens ohnehin identisch und zweitens kommt es doch gerade auf die Sauce an. Aber die nimmt die Frau von heute ja auch direkt aus dem Barilla-Regal. <WÜR(G)K>

Nein danke, da mache ich mir meine Bolognese immer noch lieber selbst.

Bolognese per due persone:

500 g Hackfleisch vom Rind
Etwas Frühstücksspeck
1 Dose geschälter Tomaten
Etwas Tomatenmark
1 mittlere Möhre
2 kleine Schalotten
1/2 Knolle (NICHT ZEHE!) Koblauch
Basilikum (auch aus dem Kühlregal)
Rotwein (die “Allzweckwaffe” Sumerton)
Balsamico
Parmigiano oder Grana Padano
Spaghetti oder Penne

Den kleingehackten Frühstücksspeck in Olivenöl anbraten bis er sich schön aufgelöst hat. Die sehr fein gehackten Schalotten dazu. Wenn die Schalotten schön glasig sind das Rinderhack dazugeben. Dann ein wenig Wasser dazu und eher dünsten als braten. Der Fleischsaft gibt dem Gericht das Aroma, nicht die Röstaromen. Nun den Knoblauch dazu und auf kleiner Flamme ziehen lassen. Die Möhre möglichst klein hacken. Ab damit in den Topf und die geschälten Tomaten sofort hinterher. Diese dann mit einem Küchenspatel schön zerkleinern. Aber so, dass sie noch ein klein wenig stückig bleiben. Tomatenmark nach Gusto, 1/2 Glas Rotwein und 0,2 Liter Wasser dazu. Noch ein klein wenig Balsamico und jetzt einfach mit Deckel auf kleiner Hitze köcheln lassen. Optimalerweise so um ca. 1/2 Stunde herum. Dann den Deckel runter und das Zuviel an Flüssigkeit ausköcheln lassen. Wer hat, der kann auch frischen Rosmarin dazugeben (ca. eine halbe Stunde mitköcheln lassen). Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Kurz vor dem Servieren das Basilikum dazugeben.

Den Hartkäse schaben (nicht reiben) und – natürlich – erst auf dem Teller darübergeben, so dass er zart über den warmen Nudeln zerschmilzt. <mjam>

Buon Appetito

Da die meisten Menschen schon als Kinder Bolognese mochten, mögen sie sie auch als Erwachsene. Mit obigem Rezept habe ich nicht nur ein Weibsbild ins Bett gekocht, wo es sich die Kalorien von Speck, Rindfleisch und Käse dann wieder abtrainieren durfte. 😉

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