Ihr armen reichen Schweine :-(

Unsere Welt tut mir zunehmend mehr leid! Kürzlich habe ich eine Dokumentation darüber gesehen, wie Multimilliardäre neu gekaufte Villen ausbauen lassen. Einer der Innendesigner sagte: „Das hat nichts mehr mit einem Zuhause zu tun, es geht nur noch darum anderen maximalen Luxus zu demonstrieren!„. Der Designer wird vermutlich sehr gut daran verdienen und möglicherweise im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten ähnlich irre agieren.

Manche haben riesige Aquarien voller seltener Fische – teils sogar incl. Haifischen – zuhause. Andere haben eine komplette Tiefgarage mit 20 oder mehr Supersportwagen im Keller. Wieder andere haben einen Kleiderschrank voller Brioni-Anzüge. Von den überquellenden Schuhschränken vieler Damen gar nicht erst zu sprechen. Interessant ist aber, dass es sich immer um so etwas wie Sammler handelt. Die meisten Menschen scheinen irgendeinen Fetisch zu haben. Ob das für die Plebs das Überraschungsei ist, für die Besserverdiener seltene Schallplatten oder Zierfische, für die Millionäre schöne Häuser und für die Milliardäre gar Superyachten.

Aber machen diese Dinge die Menschen auch glücklich? Im Falle der Plebs kann ich es mir sogar vorstellen, dass sie sich an Tand und Tinnef wirklich erfreuen kann. Denn die Plebs ist bekanntlich nicht besonders schlau. Aber bereits da wo der Wettbewerbsgedanke ins Spiel kommt, z.B. bei der Brieftauben- oder Pudelzucht, da wird auch die Plebs nickelig und unfair. Solange der Wettbewerbsgedanke keine Rolle spielt, ist der Mensch gemeinhin deutlich umgänglicher. Aber der Wettbewerb scheint eine Triebfeder menschlichen Handelns zu sein. Schauen wir uns einmal z.B. Donald Trump an, einen vom Wettbewerbsgedanken geradezu zerfressenen Menschen. Oder auch unsere Bundeskanzlerin, die sich derart krankhaft an ihre Macht klammert, dass sie dabei ist den sozialen Frieden in Deutschland bis hin zu einem Bürgerkrieg zu riskieren. Warum machen diese Menschen das?

Ist es reine Geltungssucht? Ist es, weil sie in die Historie eingehen wollen? Ist der wahre Grund krankhafte Selbstüberhöhung? Eine mögliche Erklärung könnte meine Anwalts-Ex, die Fachanwältin für Penislutsch und Spermaschluck…

schwanz

…Hardcore-Geschlechtsverkehr…

stehen

…und natürlich Medizinrecht liefern.

Diese Frau war nichts, ist nichts, verdient nichts und kann nichts. Aber sie hat es geschafft ein Jurastudium zu absolvieren. Das habe ich auch vollbracht, und zwar in vorwiegend betrunkenem Kopf. In der mündlichen Prüfung zu meinem zweiten Staatsexamen saß ich tatsächlich auch mit ordentlich Restalkohol. Weil ich wusste, dass ich ohnehin nicht mehr durchfallen konnte und mir die Note zudem herzlich egal war. Denn ich hatte bereits von zwei Anwaltskanzleien Jobangebote und denen kam es nicht mehr auf meine Examensnote an. Am Ende kam es dann aber komplett anders und darüber bin ich auch sehr froh, siehe inzwischen meine Meinung zu vielen Anwälten: http://www.jerkos-welt.com/2015/12/02/anwaelte-sind-scheisse-ausnahmen-bestaetigen-wie-ueblich-die-regel/.

Als Anwältin muss man erfolgreich sein und damit auch viel Geld verdienen. Tut man dies tatsächlich nicht, so muss der schöne Schein trotzdem gewahrt werden. Nicht nur dem Mandanten gegenüber, der einen sonst wegen Erfolglosigkeit gar nicht aufsuchen würde, sondern auch den Mitmenschen gegenüber. Als Anwalt muss ich vor Gericht zudem „gewinnen„, was auf Dauer ganz offensichtlich den Charakter versaut. Zumal wenn man der Lüge charakterlich nähersteht als der Wahrheit, so wie meine Anwalts-Ex:

Ebenso stehen auch Politiker im stetigen Wettbewerb. Es ist ein ähnlich beschissener Beruf wie der des Anwalts. Man kämpft ständig mit noch so hirnrissigen politischen Gegnern und um seine Beliebtheit beim Volke. Weshalb auch Politiker meistenteils begnadete Lügner sind. Hinzu kommt vermutlich noch eine gewisse Publicitygeilheit. Kaum ein bedeutender Politiker hat sich in Rente verabschiedet mit den Worten: „Und ab jetzt küsst mir bitte alle den Hintern und lasst mich endlich in Ruhe!

Da kann ich nur froh sein, dass ich mich für den „Kellerkinderberuf“ der IT entschieden habe. Denn da geht wohl kaum einer davon aus, dass ich tatsächlich deutlich mehr verdient habe als die allermeisten Anwälte. Aber auch als viele Makler, Unternehmensberater und gar Geschäftsführer. Auch hat der Job den Vorteil, dass ich nicht durch solche Statussymbole wie Autos meine vermeintliche Kompetenz belegen muss. IT-ler sind halt Nerds. Und die legen keinen Wert auf Autos. Und auch nicht auf teure Klamotten. Und wenn dann einer wie ich in Chucks, Jeans und La Martina Polos aus dem TVR Griffith springt, dann ist das einfach nur so etwas wie der Freak unter den Freaks. Aber mit Freaks steht man als Anzugträger eben nicht im Wettbewerb! Weshalb mir stets so etwas wie ein gewisser Paradiesvogelfaktor zugestanden wurde. Neid oder gar Missgunst sind mir noch nie begegnet, zumal auch kaum einer weiß was so ein TVR Griffith überhaupt ist.

Nur einmal habe ich es erlebt, wie einem Kunden leicht die Kinnlade runtergefallen ist. Ich war mit dem Griffith bei ihm zuhause und hab den Rechner seiner Frau betreut. Er kam nach Hause und sagte sinngemäß: „Das ist ja ein nettes kleines Auto das Sie da haben. Wieviel PS hat der Kleine denn?„. 272 PS aus einem 4.3 Liter V8. Da schaute er dann doch recht dumm aus der Wäsche. Er fuhr seinerzeit ein Mercedes 250 cdi Coupé, der Geizkragen von einem glatzköpfigen Steuerberater aus Solingen.

Ich habe Wettbewerb schon immer verabscheut. Denn er ist eigentlich für nichts gut und lediglich ein Ausweis menschlicher Dummheit. Wenn jemand etwas besser kann als ich, dann versuche ich von ihm zu lernen. So wie von der Fellatiokünstlerin von Anwalts-Ex, die besser Ski fuhr als ich. Und stinksauer wurde, als ich dann zu viel von ihr abgeschaut hatte. 😉 Aber ich habe niemals versucht „besser“ oder „erfolgreicher“ als jemand anderes zu sein. Das war nie mein Ziel. Und war ich es dann zufällig doch, dann einfach nur, weil ich meinen eigenen Weg gegangen bin. Mein Ziel lautete dabei nicht Perfektion oder gar Außenwirkung, sondern Selbstzufriedenheit.

Und so habe ich z.B. recht schnell begriffen, dass Golf nicht mein Sport ist, obwohl gerade ich über ausreichend Zeit dafür verfüge. Wenn ich im Job möglichst perfekt sein will, weil ich es dort im Interesse meiner Kunden sein muss, so brauche ich es als Ausgleich nicht auch noch einen doofen Ball mit möglichst wenig Schlägen zu versenken. Der kurze Spaß ist mir die Mühe des vielen Trainings nicht wert. Da stell ich mich dann stattdessen doch lieber an den Herd und freue mich, wenn es nachher schmeckt.

Zurück zum Titel des Beitrages: Viele Menschen verlieren das Glück irgendwann aus den Augen. Weil sie nur noch dem Mammon hinterherstreben. Um z.B. mit dem Heli in St. Tropez in einem Club zu landen, um alsdann für z.B. 1.000 EUR eine Champagnerflasche zu köpfen. Diese dann aber nicht zu trinken, sondern nach Formel-1-Art einfach zu versprühen, weil das so unglaublich cool ist. Vielleicht kriegen die Jungs dann später von irgendeinem jungen dummen Ding dafür noch einen geblasen, nachdem sie es mit Cocktails abgefüllt haben. Aber ob das wirklich glücklich macht?

Mich macht es glücklich bewusst unter meinen Möglichkeiten zu leben. Niemanden blenden zu müssen und vor allem mit mir selbst im Reinen zu sein. Natürlich geht es mir nicht schlecht und so mancher wird mich als wohlhabend bezeichnen. Mein wahrer Reichtum ist aber der, dass ich nicht mehr nach dem Mehr strebe und sogar mit deutlich weniger ebenso glücklich wäre.

Und schon gar nicht muss ich mir so kranke Gedanken machen, wie ich z.B. vermeintliche Freunde mit einem noch größeren Aquarium beeindrucken könnte! Oder gar solch widerliche Mails zu schreiben, wie meine Anwalts-Ex es tat:

mail2 mail1

mail3

Hätte ich die seinerzeit in nüchternem Kopf gelesen, ich hätte sofort jeden Kontakt zu dem widerlichen Weibsstück abgebrochen!