Kommentar zu Trump vs. Putin vice versa

Zuerst aber einmal ein kleiner Brüller vorweg (Mein Dank gilt einem lieben Kunden):

Ich hab mich weggeworfen vor Lachen!!!

Es gibt auf diesem Weltenrund zwei Nationen die praktisch vollkommen autark überleben könnten. Das sind die USA und Russland. Wobei es den USA im Falle einer Isolation natürlich weit weit besser gehen würde als den Russen. Die USA haben u.a. die Corvette. Die Russen oft noch nicht einmal einen Lada.

Die Chinesen sind nicht autark. Sie können z.B. ihren eigenen Energiehunger nicht aus eigenen Quellen befriedigen. Den nach Braunkohle ja. Den nach Erdöl aber nicht!

Am 11.01.17 hat „The Donald“ nunmehr seine erste Pressekonferenz abgehalten und ein paar Journalisten geradezu abgekanzelt. Was ich auch getan hätte, wenn ich ein erfolgreicher Unternehmer wäre und mir irgendso ein Reportergewürm auf den Keks gehen würde, zumal wenn ausgerechnet seine Zeitung mir auch noch Sex mit russischen Prostituierten vorgeworfen hätte. Schon allein aus Protest! Und die Deutsche Presse – vor allem die ARD – argumentiert erneut komplett contra Trump. Ob das gut ist für das künftige Verhältnis zwischen Trump und der alten, fetten und gehbehinderten Frau aus Deutschland? Und ob Trump dieses Verhältnis überhaupt interessiert?

Denn wer auf der Welt ist eigentlich bitteschön Deutschland?

Das heutige Deutschland ist de facto eine Mickymausnation. Deutschland hängt so sehr von seinen Exporten ab, dass die Welt Deutschland – wenn missliebig – jederzeit am langen Arm verhungern lassen könnte. Nur mal so ein Gedanke: Wie laufen eigentlich all unsere Computer weiter, wenn INTEL und AMD uns nicht mehr mit Prozessoren beliefern?

Zurück zum Thema: Haben die Russen unter dem EU-Embargo wirklich gelitten? Nein! Haben sie unter dem US-Embargo gelitten? Hm, keine Ahnung. Haben Sie etwas von Hunger, Unterversorgung oder gar bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Russland gehört? Ich jedenfalls habe es nicht!

Deutschland war zu Zeiten des kalten Krieges die vorderste Front der NATO und damit eine strategisch ungemein wichtige Nation. Deutschland war hoch gerüstet und für die USA als Bollwerk gegen den Kommunismus ein wichtiger Partner. Deutschland wurde von fähigen Politikern regiert. Egal welchen Kanzler man hernimmt – selbst die der SPD – es waren sämtlichst respektable Persönlichkeiten, die Deutschland in der Welt würdevoll vertreten haben. Deutschland stellte mit dem Leopard II den kampfstärksten Panzer der Welt her und verfügte über eine der besten Rüstungsindustrien weltweit. Die Bundeswehr war einsatzbereit und – obwohl Wehrdienstarmee – noch eine ernstzunehmende Truppe.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Die Bundeswehr ist praktisch nicht mehr vorhanden und mit 1,2% des BIP (statt den empfohlenen 2%) massiv unterfinanziert, was u.a. hierzu führt:

In the past year numerous articles have arisen demonstrating the Bundeswehr’s lack of readiness. Fixed wing aircraft, helicopters and other vehicles have been grounded due to lack of spare parts, bringing readiness rates below 50%. (http://nationalinterest.org/feature/germanys-military-dying-13748)

Inzwischen wird der vermeintlich beste Kampfpanzer aller Zeiten selbst vom IS buchstäblich in Stücke geschossen: https://www.welt.de/wirtschaft/article161078829/IS-Kaempfer-zerstoeren-den-deutschen-Panzer-Mythos.html.

IS-Kämpfer haben erstmals Leopard-Panzer der türkischen Streitkräfte lahmgelegt. Der deutsche Vorzeigepanzer galt bisher als unverwüstlich. Auch den Bundeswehr-Panzern fehlt ein besonderer Schutz.
Jetzt kann man sich natürlich weiterhin auf den Standpunkt stellen, dass wir selbst ja in einer total friedlichen Welt leben. Sowas tun dumme, alte, überforderte Frauen. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass die USA und Russland zwar atomar abgerüstet haben, nicht aber konventionell. Und die Chinesen rüsten sogar ganz massiv auf. Das macht aber doch nichts, denkt sich die dumme, alte Frau. Die sind doch so weit weg und die USA werden uns doch bestimmt beschützen, weil wir für die von so großer Bedeutung sind. Dummerweise merkt aber jemand wie Trump, dass die EU sich zwar politisch immer weiter emanzipiert – und infolgedessen ihr Maul immer weiter aufreißt – aber was das Militärische betrifft nach bester Schmarotzermanier weiterhin auf den Schutz der USA vertraut. Ohne den aber auch wirklich bezahlen zu wollen.

Nun gilt es einmal die globalen Interessen von Russland und den USA zu betrachten. Da wo es früher um derlei wie eine Aufteilung der Welt in ideologische Machtblöcke ging – alle Stellvertreterkriege incl. – ist beiden Nationen heute wohl eher am weltweiten Frieden gelegen.

Man scheint beidseits verstanden zu haben, dass der Kommunismus sich nicht mehr durchsetzen wird. Und Putin hat sicher nicht nur wegen des russischen Marinestützpunktes in Syrien interveniert, sondern auch, um die Ausbreitung des radikalen Islam zu verhindern. Denn hätte dieser Erfolg gehabt, so hätten sich auch in der russischen Einflusssphäre – wenn nicht gar in Russland selbst – genügend Nachahmer gefunden. Und daran kann Putin nicht gelegen sein, will er doch in Frieden seinen Reichtum auskosten. Wobei er mir für einen (Multi)Milliardär bis dato sogar extrem bescheiden erscheint.

Für Trump dürfte Ähnliches gelten. Bis auf die Bescheidenheit. Der Mann ist halt ein Lebemann, hat viele Frauen finanziell glücklich gemacht und offenbar auch (s)eine große Familie. So jemand ist üblicherweise kein Kriegstreiber! Ihm sind aber die Kaffer in Afrika und die Mexikaner herzlich egal. Da wird er nicht einen einzigen Cent investieren, denn was hätten die USA auch davon? Während Putin als Ex-Geheimdienstler auf die Kontrolle seiner Einflusssphäre und Abwehr jeglicher – auch nur potentieller – Bedrohungen Wert legt, ist Trump in erster Linie Geschäftsmann. Wenn sich etwas nicht auszahlt, dann macht er es auch nicht.

Dass Putin Europa nicht angreifen wird steht für Trump außer Frage. Beide sind nicht so dumm wie unsere Politiker. Durch Demokratie verlorene Territorien wird Putin niemals durch militärisches Engagement wieder zurückerobern wollen. Die Zeiten sind vorbei. Die Krim bildet da als einziger Zugang der Russen zum schwarzen Meer, und ehemals russisches Territorium, nicht einmal eine Ausnahme. Die Okkupation der Krim war, wie die alte, gehbehinderte Frau wohl sagen würde, alternativlos. Was aber natürlich in Europa keiner der Politdummschwätzer vorhersehen konnte. Für Trump ist Europa nichts weiter als lästig. Machtlos, uneinig und ohne die Briten auch kein Kontinent mehr, zu dem man noch irgendwie einen besonderen historischen Bezug hätte.

Trump und Putin eint, dass sie erfolgreiche Machtmenschen und echte Kerle sind. Kein Wunder, dass der alte Macho Gerhard Schröder sich mit Putin so gut verstand. Während der alte Fresser Helmut natürlich besser mit dem Schluckspecht Jelzin zurechtkam. Mit Merkel hingegen kommen nur linke Schwuchteln, alte Pseudointellektuelle und Jüngelchen wie ein Barack Obama zurecht. Nette Jungs, die aber allesamt keine Eier in der Hose haben.

Zu Merkel ist man nett, wie man das alten Omis gegenüber nun einmal eben so ist. Aber in Entscheidungen muss ein Putin oder ein Trump sie nicht einbeziehen. Das machen die Jungs künftig unter sich aus. Und hierin sehe ich durchaus eine Chance für eine positive Entwicklung auf der Welt, konnten sich doch bisher irgendwelche Konfliktparteien immer darauf verlassen, dass sie entweder die eine oder aber die andere Seite hinter sich haben werden, keinesfalls aber keine oder auch beide. Ein Obama ging, ebenso wie es Clinton getan hätte, schon aus Prinzip auf Contra-Kurs zu Russland. Und Putin ignorierte dies zuletzt in einer Deutlichkeit die einfach nicht mehr zu übertreffen war!

Trump wird das nach Sachlage entscheiden. Er ist Pragmatiker und kein Ideologe. Und es täte der weltweiten Sicherheit m.E. auch mal gut, wenn die beiden militärisch stärksten Machtblöcke der Welt wieder am selben Strick ziehen würden. Vor allem aber, wenn sie ihre Energie einmal gemeinsam darauf verwenden würden für Ordnung zu sorgen, anstatt weiterhin unnützes Säbelrasseln zu betreiben.

Das „Dritte Reich“ hätte unter Obama und Putin sicher nicht sein schnelles Ende gefunden. Putin und Trump hätten dessen Ende hingegen wohl bei ein paar Drinks einfach „beschlossen„. Churchill soll es seinerzeit übrigens nicht anders gemacht haben.

Ich will es mal so ausdrücken: Putin und Trump könnten vermutlich beide gemeinsam in Aspen oder auch in Sotchi Skiurlaub machen. Obama und Putin hätten sich nicht einmal auf einen Burger verabreden können. Obama war/ist ein Pseudointellektueller. Putin ist ein Junge der sozusagen aus der Gosse kam (https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wladimirowitsch_Putin#Jugend_und_Familie).

Putin ist in der Tat mächtig. Obama war es nur scheinbar.

Politik hat – wie alles andere im Leben auch – vor allem mit „Menscheln“ zu tun. Wenn ich jemanden nicht leiden kann, dann mache ich mit ihm nur ungern Geschäfte. Ist mir jemand sympathisch, so muss er gar nicht unbedingt meiner Meinung sein.

Man kommt dann halt schon irgendwie zurecht…