Waittimer: Lancia Lybra 2.4 jtd

Kleines Auto - Große Liebe

Ich hatte nach meinem ersten Berufsjahr (1998) bereits meinen Arbeitgeber gewechselt. Eine Art „Behörde“ aus Nürnberg, die mir seinerzeit einen BMW 520i (E39) als Dienstwagen zur Verfügung stellte. Da mein neuer Arbeitgeber ein mittelständischer IT-Betrieb war, nahm ich was da schon im Fuhrpark war. Und das war seinerzeit ein Golf III GTI TDI. Da sich mein Gehalt auf 120.000 DM (plus Firmenwagen) erhöht hatte, tat mir diese Entscheidung jetzt aber nicht sonderlich weh.

Lustig irgendwie. Bereits 1999 habe ich soviel verdient wie meine Mode-Ex im Jahre 2010. Und deutlich mehr als meine Anwalts-Ex im Jahre 2013. 🙂

Nach ein paar Monaten bekam ich einen Vertriebsassistenten, der wiederum ein Auto brauchte. Also bekam er meinen Golf und ich durfte mir etwas aussuchen. Den Alfa 156 fand ich schon immer schick – weshalb ich später auch zwei besaß – aber damals machte Harrison Ford eben eine saucoole Werbung für ein völlig unbekanntes Auto:

Jetzt mal ehrlich: Das Auto hat irgendwas. Von außen Understatement pur und innen genau das Gegenteil. So eine Art Bentley-Feeling in der Mittelklasse.

Ein Auto das keinerlei Neid erregt. Es fällt nicht einmal auf. So empfand es auch mein bester Kumpel, als ich ihn damit im Frankfurter Westend zum Steakessen im M´s besuchte. Er sah den Lybra und sagte sinngemäß: „Jung, was ist denn mit Dir passiert?„. Bis er drinsaß und ihn selbst fuhr. Da machte selbst dem seinerzeitigen 328i (E46) Coupé-Fahrer der kleine Lancia riesigen Spaß.

Natürlich hatte er „nur“ 140 PS und rannte damit „nur“ ca. 210 km/h. Das ist nicht besonders schnell. Aber er tat es auf sehr souveräne Weise. Zum einen konnte man das Tempo dauerhaft fahren und zum anderen auch in praktisch jeder Autobahnkurve. Der Lancia lag gefühlt einfach so fett auf der Straße wie eine Mercedes E-Klasse. Er war ein echtes Langstreckenfahrzeug, siehe http://www.autobild.de/artikel/lancia-lybra-2.4-jtd-lx-34559.html. Da wo ich beim Alfa später das ein oder andere mal das Gas gelupft habe, fuhr ich mit dem Lancia einfach mit Topspeed durch. Trotz dessen leichter Wankneigung! Allerdings ging der Alfa 230 statt nur 210 km/h.

Betrachten wir einmal „La Linia„:

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Ich würde sie einfach als „knuffig“ bezeichnen. „Überholprestige“ sieht sicherlich irgendwie anders aus. Keinerlei Aggression und ebensowenig Affektiertheit in der Linie. Einfach süß irgendwie. So wie ein richtig nettes Mädel.

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Eine zuverlässige Partnerin eben, der man bei einer Reise alle Urlaubsdokumente anvertrauen kann und die sich brav, treu und ebenso zuverlässig um alles kümmert. Sie ist vielleicht nicht das sexy Biest, dem alle auf die Scheinwerfer schauen. Aber sie hat eben die Art von hübschem Hintern, der keine Stöckelchen braucht, um süß auszuschauen. Und süß ist heute das Neue Sexy!

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Sie ist von aparter Figur und muss ihre inneren Qualitäten nicht alle Nase lang optisch heraushängen lassen. Sie muss nicht Hupen zeigen, denn sie hat welche. Und diese schauen wie folgt aus:

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Das ist alles einfach nur stilvoll, schön gemacht und wirklich edel. Und es schaut nicht nur so aus, es fühlt sich auch genau so an!

Warum vergleiche ich Autos immer gerne mit Frauen? Natürlich würde ich nicht auf den Gedanken kommen eine popelige E-Klasse mit einer Frau zu vergleichen. Denn bislang habe ich – Gottseidank – noch nicht mit einer Beamtin geschlafen. Zwar mag eine Beamtin grundsätzlich eine gute Wahl sein. Sie ist vermutlich zuverlässig, pflichtbewusst usw. Aber im Bett vermutlich genauso langweilig, spießig, verklemmt usw. Auch habe ich eigentlich noch nie eine attraktive Beamtin gesehen. Wenn überhaupt, dann treibe ich mich ja auf dem Straßenverkehrsamt herum. Und da verbleibt nur zu konstatieren, dass sich „sitzende Tätigkeiten“ niemals langfristig positiv auf die weibliche Figur auswirken.

Die Lybra (ja, sie ist definitiv eine SIE!) ist da eine absolute Ausnahme. Sie ist das zuverlässige, hübsche und treu sorgende (automobile) Weibchen. Das man aber trotzdem gerne in den Arm nimmt und mit dem man auch gerne schläft (fährt). Die Lybra ist immer schlank, sie setzt einfach kein Fett (Langeweile) an. Man fährt sie gerne und man hat immer Spaß mit ihr. Sie ist einfach unaufgeregt und macht keine Zicken. Zu ihr passt der große Dieselmotor auch, denn er unterstreicht den Charakter als komfortables Langstreckenauto. Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Lybra und der Alfa 156 als zwei Konzernschwestern doch Autos von gänzlich verschiedenen Charakteren sind, wie dies auch ein zeitgenössischer Test in der Auto, Motor und Sport feststellte: http://www.auto-motor-und-sport.de/vergleichstest/doppeltest-alfa-romeo-156-2-0-ts-gegen-lancia-lybra-2-0-lx-753845.html.

Vielleicht ist sie nicht das repräsentativste Weibchen. Aber das ist auch gut so, denn was hat der Mann von einem Luder, das mit seiner Optik nur provozieren will?

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Und so provozierte mich meine stets nach meiner Liebe heischende Anwalts-Ex …

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… denn zu mehr als zum Vögeln taugte sie nämlich nicht. Müsste ich sie im Nachhinein mit einem Auto vergleichen, dann wäre sie so etwas wie ihr schwarzes 320d Cabrio ohne Typkennzeichen. Mehr Schein als Sein halt.

Armes kleines Mädchen. Die Schwachköpfe wollten alle nur mit Dir ins Bett. In einen davon warst Du verliebt und ich erspare Dir hier Deine Mails an ihn zu zitieren. Jedenfalls hat Dich Dein ganzer Freundeskreis ausgelacht, weil er Dich immer wieder versetzte. Der andere ist der trottelige, erektionsgestörte Freund Deiner breithintrigen Schwester geworden und der weitere ein mies zahlender, glatzköpfiger Ex-Kunde von mir, der seine schäbbige Ostschlampe von einer Sekretärin nicht nur gebummst, sondern auch noch geschwängert hat. Was für ein Schwachmat, wurde er doch dafür von seiner Frau vor die Tür gesetzt und finanziell bis auf die Unterhose ausgezogen, obwohl Anwalt!

Ganz tolle Freunde die Du da hast, mein gescheiterter Ex-Schatz!

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