Mali Lošinj

Die Krone des kroatischen Tourismus

Vielen Leuten ist Opatija ein Begriff. Hier soll der österreichische k.u.k. Adel seinerzeit gekurt haben. Heute ist Opatija leider zur Spielwiese reicher Russen verkommen, die neuerdings dort für Immobilien praktisch jeden Preis bezahlen.

Dabei zog der österreichische Kaiser Franz-Joseph bereits seinerzeit die Insel Mali Lošinj vor, auf der er seiner Herz-Dame – Kaiserin Sissi – die Villa Karolina errichtete.

villa karolina

Leider konnte diese diese nie nutzen, kam sie doch bei einem Attentat in Genf ums Leben. Aber des Kaisers spätere Geliebte, die Schauspielerin Katharina Schratt, weilte des Öfteren in der Villa, wie man heute noch von älteren Lošinjanern hören kann.

Wer sich in Kroatien auskennt, der weiß die besonderen Vorzüge der Schwesterinseln Cres und Lošinj zu schätzen. Angefangen beim angenehmen Klima – Temperaturen über 30 Grad sind eher die Ausnahme – über die dichte Vegetation bis hin zur Vielfalt der Ausflugsmöglichkeiten. Man kann auf den Inseln problemlos zwei Wochen verbringen, ohne auch nur einmal am Strand gewesen zu sein. Weshalb unbedingt der Besuch mit dem eigenen Auto bzw. der Flug nach Rijeka (Krk) und ein Leihwagen zu empfehlen sind.

Fangen wir an mit dem malerischen kleinen Örtchen Beli auf Cres:

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Hinter den alten Fischerhütten findet sich ein kleiner Campingplatz, wo man selbst im Hochsommer recht günstig und unbedrängt stehen kann.

Auch kann man dahinter parken, so dass der Weg zum hübschen kleinen Strand sich so angenehm wie möglich gestaltet. Am Ortseingang findet sich eine Konoba, in der es sich vorzüglich speisen lässt.

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Wer ein paar Tage bleiben will, dem sei diese Pansion empfohlen: http://www.beli-tramontana.com/de/willkommen.

Besonders sehenswert ist das Örtchen Lubenice:

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Es thront hoch über einem der vielleicht schönsten Strände Kroatiens.

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Leider gibt es keinen Transfer dorthin sondern nur den recht beschwerlichen Ab- und anschließenden Wiederaufstieg. Weshalb der Strand auch in der Hochsaison meist recht leer ist bzw. vorwiegend von Booten angesteuert wird.

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Der Glückliche dem das kleine Fischerhäuschen in dieser wunderschönen Bucht gehört.

Auf jeden Fall ist aber der Ausblick unbedingt einen Besuch wert und ebenso die malerische kleine Konoba in Lubenice.

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Wer einen ähnlich schönen Strand wie den von Lubenice besuchen will, der sollte von Cres aus mit einem Ausflugsschiff den Strand bei der blauen Grotte ansteuern. Das wohl schönste Ausflugsboot ist dieses hier: http://www.korsaro.com/

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Cres selbst ist ein auch in der Hochsaison vergleichsweise ruhiges Örtchen.

Cres

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Hier sitze ich gerne im Hafen, esse adriatischen Tintenfisch vom Grill mit Salzkartoffeln, Mangold und Knoblauch …

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… und trinke dazu 2-3 Krüge eiskalten Ožujsko-Bieres. Dazu lese ich den Spiegel oder die Motor Klassik und lasse den lieben Gott einen guten Mann sein.

Ein wenig an die Örtchen des Cinqueterre erinnert Valun:

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Hier liegt das bekannte “Restoran na Moru“. Ein besonders unter Skippern bekannter kroatischer Gastrohotspot (https://www.boote-magazin.de/reviere/kroatien/revier-+-charter-kroatiens-kulinarische-hotspots/a47257.html). Auch Valun hat einen hübschen kleinen Strand und eignet sich inbesondere in der Nachsaison für einen entspannten Badetag.

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Von Cres aus fährt man bei Osor über die kleine Drehbrücke auf die Insel Lošinj. In Osor sollte man unbedingt einen Stop einlegen und eine Cola oder ein kühles Bierchen in dem kleinen Café auf der malerischen Piazza trinken.

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Weiter geht es dann nach Mali Lošinj selbst. Hier empfiehlt sich das Hotel Bellevue. Ein neues 5* Hotel in der schönen, von Pinien beschatteten, Čikat-Bucht (http://www.losinj-hotels.com/de/unterkunft/hotel-bellevue).

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Wer es etwas preiswerter mag dem sei das 4* Hotel Aurora ans Herz gelegt (http://www.losinj-hotels.com/de/unterkunft/hotel-aurora).

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Besonders für Familien eignen sich aber die vielen Appartements, die im Ortsteil Bočac …

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… vermietet werden. Man hat hier zwar keinen Meerblick, ist aber zu Fuß sehr schnell im Zentrum mit seinen vielen guten Restaurants und Bars. Außerdem kann man seinen PKW hier gut parken und zum Strand fährt man ohnehin entweder im klimatisierten PKW oder mit der Bimmelbahn, die regelmäßig vom zentral gelegenen LIDL die Hotels in der Čikat-Bucht oder der Sonnenbucht (Sunčana Uvala) anfährt.

Wer besonders in der Hochsaison dem Trubel entgehen will, der fährt mit dem Auto zur Südspitze der Insel und setzt dort mit dem Taxiboot auf die Blumeninsel Ilovik über.

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Hier speist es sich vorzüglich und wer nicht unbedingt Meerblick zum Essen braucht, dem sei die Konoba “Oliva” wärmstens ans Herz gelegt, die über eine ausgezeichnete Auswahl kroatischer Biere verfügt. Gratis WLAN lässt einen die mit dem Smartphone geschossenen Photos von dieser schönen Insel direkt an die Lieben daheim versenden.

Unbedingt einen Besuch wert ist auch Veli Lošinj, was eigentlich Groß Lošinj bedeutet. Wer ein paar Tage einfach abhängen möchte, dem sei das Hotel Punta in Veli Lošinj empfohlen (http://www.losinj-hotels.com/de/unterkunft/hotel-punta?gclid=CLDWmqXE3swCFewW0wodG18CzQ). Recht spektakulär ist der Pool.

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Abends lässt man sich dann in die Nachbarbucht Rovenska kutschieren, wo man in der Bora Bar essen geht (http://www.borabar.net/).

Aber auch im pittoresken Örtchen Veli Lošinj gibt es nette Restaurants

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Wer im kleinen Lošinj (Mali Lošinj) verweilt, dem seien folgende Restaurants besonders ans Herz gelegt:

Za Kantuni, Kadin, Konoba Bukaleta, und das recht schicke Bocca Vera. Natürlich sollte man nirgends Pizza essen. Dazu fährt man einfach nicht nach Kroatien. Und schon gar nicht wenn ich z.B. im Kadin ein kg Hummer für nur 74 EUR bekomme:

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Weitere Informationen zu Cres und Mali Lošinj finden Sie hier: https://de.wikivoyage.org/wiki/Lo%C5%A1inj