Nenne mir Dein Bildungsniveau.

Und ich sage Dir wen Du wählst!

Kannten Sie ein Magazin namens “IPG – Internationale Politik und Gesellschaft“? Ich jedenfalls bis vor Kurzem nicht. Herausgeber ist die Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD. Und da wundert es einen nicht, wenn dabei solche gequirlte Hühnerkacke herauskommt wie folgender Artikel:

Die feinen Unterschiede

Nicht links oder rechts, nicht pro oder contra Migration, der Bildungsgrad entscheidet, wie gewählt wird.
(http://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/detail/die-feinen-unterschiede-2202/)

Sagen Sie uns, welches Ihr höchster Bildungsabschluss ist, und wir sagen Ihnen, wer Sie sind und was Sie tun. Wenn Sie ein Universitätsstudium absolviert haben, konsumieren Sie öffentlich-rechtliches Fernsehen, die BBC in Großbritannien oder entsprechende Sender in anderen europäischen Ländern (etwa Canvas in Belgien) und lesen eine „seriöse“ Tageszeitung wie den Guardian, die ZEIT oder die Libération. Im Vereinigten Königreich schicken Sie Ihre Kinder möglichst in eine Privatschule, in Deutschland und den Niederlanden in ein Gymnasium, in Frankreich in eine der Grandes écoles. Sie leben in einer Universitätsstadt, in einem grünen Vorort oder in einem gentrifizierten Innenstadtviertel mit schönen Altbauten wie dem Prenzlauer Berg in Berlin, De Pijp in Amsterdam oder Notting Hill in London. Sie befürworten maßvoll die EU, machen sich Sorgen über den Klimawandel, den Zustand der höheren Bildungseinrichtungen und die Fremdenfeindlichkeit, und Sie wählen grün oder sozialliberal.

Mein höchster Bildungsabschluss ist das Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster mit abgeschlossenen Staatsexamina. Den Dr. habe ich mir gespart, weil er mich nur Zeit gekostet und mir finanziell nichts gebracht hätte. Als Autodidakt bildete ich mich zum IT-Experten in u.a. folgenden Bereichen aus:

DATEV (anwendungsübergreifend)
FiBu-Schnittstellen
Stammdaten-Schnittstellen
MS-Office, MS-Access
Exchange-Server (früher auch David)
Router (Juniper, LANCOM, AVM)
IP-Netzwerke

Ich konsumiere überwiegend phoenix, N24 und n-tv. Ich lese u.a. die WELT, den SPIEGEL und hätte ich Kinder, dann würde ich sie auf eine Privatschule wie das erzbischöfliche St. Anna Gymnasium in Wuppertal schicken, welches ich selbst besucht habe. Ich wohne alleine in einem 120 qm Dachgeschoss im Stadtteil Uellendahl-Katernberg, welcher einen Ausländeranteil von 7,3% hat. Würde man die schlechte Wohngegend entlang der Uellendahler Straße mit ihren vielen Türken und die paar Hochhauswohnsiedlungen herausrechnen, so ginge der Ausländeranteil gen Null. Ich bin EU-Befürworter und mache mir Sorgen über den Zustand der höheren Bildungseinrichtungen, sowie die aufkommende Fremdenfeindlichkeit.

Und ich wähle AfD!!!

Da hat die SDP-Schundpostille aber mal so richtig ins Klo gegriffen. So als ob man vom Bildungsniveau auf die politische Ausrichtung schließen könne.

Der Aufstieg der Gebildeten als neue soziale Gruppe

Spaltungen ergeben sich aus der Demographie. Im zwanzigsten Jahrhundert war es wenig hilfreich, von einzelnen Bildungsgruppen zu sprechen, weil die Gruppe der gut ausgebildeten Bürgerinnen und Bürger so klein war. Das änderte sich mit steigendem Bildungsniveau. Im Jahr 2015 waren der OECD zufolge 27 Prozent der Beschäftigten in der EU (in 22 EU-Staaten) gut ausgebildet – mehr als doppelt so viele wie 1992 (11 Prozent) und 25-mal so viele wie in den 1960er Jahren (ein mageres Prozent). Dieser enorme Anstieg der Zahl gut ausgebildeter Bürgerinnen und Bürger bildet die demographische Grundlage für die Entstehung einer Bildungskluft.

Interessante These. Und warum verliert die SPD dann immer mehr Wählerstimmen? Die kann inzwischen froh sein, wenn sie es bei den kommenden Bundestagswahlen über die 20% Marke schafft. Und die GRÜNEN sind laut letzter INSA-Umfrage sogar deutlich hinter die AfD abgesackt:

Die INSA befragte übrigens ca. 2.025 Menschen. Die Emnid zuletzt lediglich 1.426. Mich würde auch mal gewaltig interessieren wie viele Menschen keine Angabe machten, um sich nicht als AfD-Wähler zu outen. Gerade hier sehe ich noch ein enormes Potential schlummern. Hoffentlich begeht kurz vor den Wahlen noch ein polizeibekannter Araber von der Abschiebeliste ein Attentat.

Da können Sie mal sehen mit welch plumpen Mitteln in Deutschland inzwischen versucht wird Meinungen zu bilden. Obwohl doch alle Fakten den eigenen Aussagen eindeutig widersprechen. Auf “The Donald” wird wegen seiner Fake-News herumgehackt und die SPD verbreitet derlei Dreck selbst ungeniert im Internet.

Die Aufspaltung in kosmopolitische und nationalistische Haltungen entspricht in den westeuropäischen Ländern der Bildungskluft. Am einen Ende dieser neuen Konfliktlinie stehen Bürgerinnen und Bürger, die soziale und kulturelle Heterogenität akzeptieren und den Multikulturalismus gutheißen oder zumindest billigen. Das sind Menschen mit höherer Bildung. Am anderen Ende befinden sich Bürgerinnen und Bürger, die dem Multikulturalismus überaus kritisch gegenüberstehen und sich eine homogenere nationale Kultur wünschen. Das sind überwiegend Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau.

Hm, also ich wohne den Sommer über in Kroatien. Spreche dort fließend die Landessprache und werde hier – wie auch in Deutschland – von allen Menschen akzeptiert, so wie ich hier auch Gäste aus aller Welt akzeptiere. Kosmopolitischer geht doch eigentlich nicht mehr, oder? Oder ist es aus Sicht der Verfasser vielleicht kosmopolitischer ab und an mal einen Döner futtern zu gehen? Tue ich in D auch, hier gibt es ihn nicht. Und trotzdem bin ich überzeugter Nationalist, denn das Eine und das Andere stehen überhaupt nicht im Widerspruch zueinander, und schon gar nicht schließt es sich gegenseitig aus.

Ich bin gerne Deutscher und wenn man mich fragt wo meine Heimat ist, dann ist das selbstverständlich (noch) Deutschland. Andererseits empfinde ich auch Kroatien als meine Heimat, wohne ich doch über ein halbes Jahr hier, so es mir möglich ist. Ich habe mich sehr gefreut als Kroatien der EU beigetreten ist, weil ich der Meinung bin, dass es so etwas wie eine europäische kulturelle Identität gibt. Und gerade Kroatien war schon immer ein Schmelztiegel europäischer Nationen. Österreicher, Italiener, Ungarn, Slowenen, Serben, Kosovaren und auch eine deutsche Minderheit gibt es in Kroatien. Nur eine türkische Minderheit gibt es hier nicht. Und deshalb haben wir auch nicht die ganzen Probleme mit den größtenteils nicht integrierbaren Türken und Arabern, die sich die naiven deutschen Michel über die Jahrzehnte hinweg ins Land geholt haben.

Hier in Kroatien lacht man sich über die Deutschen inzwischen kaputt. Die Tage hatte ich den Satellitenspezialisten hier. Das Kabel zum Wohnzimmer, welches schon seit geschätzt 15 Jahren in der prallen Sonne lag, hatte irgendwann den Geist aufgegeben. Sie kamen zu zweit, weil das Kabel in luftiger Höhe unter dem Dach neu verlegt werden musste. Kosten für 1,5 Stunden à zwei Mann 370 Kuna (50 EUR). Ich zahlte 400, weil die Herren sehr schnell hier waren. Wir kamen ins Gespräch darüber, dass viele Kroaten im Moment wegen der niedrigen Löhne das Land verlassen und in die EU gehen. Dazu stellte ich dann fest, dass wir überall gerne gesehen sind, weil wir gut (aus)gebildet und fleißig sind.

Wir kamen auf das Thema Türken zu sprechen und die Jungs aus Kroatien sagten, dass die Deutschen sich da jetzt mit der dritten Generation so gut wie nicht integrierter Türken ein riesiges Problem geschaffen haben, weil die Türken nun einmal Araber sind und damit nur wenig taugen.

Besonders amüsant finde ich es, dass die Verfasser dieser SPD-Schwachsinnspublikation ganz offenbar die ja von ihnen erwähnte ZEIT …

und lesen eine „seriöse“ Tageszeitung wie den Guardian, die ZEIT oder die Libération

… selbst gar nicht zu lesen scheinen. Denn sonst würden sie folgenden Artikel besagter ZEIT kennen: http://www.zeit.de/2017/26/afd-waehler-studie-interview.

Keine “kleinen Leute”

Die Wähler der AfD haben überraschend viel Geld und sind gut ausgebildet: Der Leipziger Soziologe Holger Lengfeld über seine neue Studie

Tja, irgendwie immer wieder amüsant, wie sich diese Vollpfosten von der SPD einmal mehr selbst als Deppen outen.

Unsere Studie zeigt: Es gibt unter AfD-Wählern sogar mehr Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen als bei mancher anderen Partei. Die potenziellen AfD-Wähler sind jedenfalls nicht allein das, was man gemeinhin “kleine Leute” nennt. Die gibt es auch. Aber die AfD hat Unterstützer in der gesamten Bevölkerung: Arbeiter, Angestellte, Akademiker. Personen mit mittlerem Schulabschluss sind unter AfD-Wählern sogar etwas stärker vertreten als bei anderen Parteien. Wähler mit niedrigem Schulabschluss und Einkommen finden Sie eher bei der NPD.

Und natürlich bei der SPD, der ehemaligen Arbeiterpartei, der die Arbeiter aber wohl in Richtung NPD und LINKE weggelaufen zu sein scheinen.

Na dann, “Glückauf!!!” liebe Genossinnen und Genossen.

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