Putin kommt nach Deutschland.

Und er hat sich garantiert nicht selbst eingeladen. Aber was will die dicke, alte Frau eigentlich von ihm? Die deutschen Politiker sagen heute morgen in den Interviews alle unisono, dass er ein schwieriger Gesprächspartner sei. Aber reden sei besser als schießen. Dies zeigt in beeindruckender Weise wie unfähig unsere Politiker sind. Sie verhängen Wirtschaftssanktionen gegen Russland, weil es die Krim heim ins Reich geholt hat. Darunter leiden am Ende unsere Exporte und die Russen lernen aus der Not heraus, wie man Käse selbst herstellt. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/russland-im-kaese-fieber-1.3068313)

Unsere Politweicheier vergessen leider immer wieder, dass die Russen Stalingrad gehalten haben, obwohl es bestenfalls noch Ratten zu futtern gab. Und als Napoleon sich aufmachte das russische Reich zu erobern, antwortete Zar Alexander I. mit der Taktik der „verbrannten Erde“. Aber selbst wenn dies heute teilweise bestritten wird, so z.B. in der Wikipedia, bleibt es dabei, dass die Russen eine große Nation sind, die noch in keinem einzigen Krieg am Ende unterlegen ist. Das unterscheidet sie von den Deutschen. Und ausgerechnet die wollen Herrn Putin nun davon abbringen weiter daran zu arbeiten, dass die offiziellen syrischen Truppen Aleppo endlich einnehmen.

Warum Aleppo eingenommen werden muss, hatte ich vor Monaten schon einmal ausführlich erörtert: http://www.jerkos-welt.com/warum-aleppo-erobert-werden-muss/. Dies gilt aktuell nur noch umso mehr, als dass die alliierten Truppen den IS aus dessen irakischer „Hauptstadt“ Mossul zu vertreiben beginnen. Ihm bleiben damit nur noch Rückzugsorte den Euphrat entlang und an der Nordgrenze Syriens. Die strategische Lage seinerzeit:

lagesyrien

Die strategische Bedeutung Aleppos und Mossuls momentan:

kampf-um-aleppo

Sobald Aleppo und Mossul gefallen sind, kann der IS von Syrien und dem Irak aus in den Zangengriff genommen werden. Sämtliche Versorgungswege wären ihm dann abgeschnitten, er könnte sich in der menschenleeren Wüste Syriens und des Irak austoben, was ihn allerdings nicht mehr weiter attraktiv für neue IS-Kämpfer machen dürfte.

Aber das sehen unsere ach so schlauen Politiker ganz offenbar nicht, weshalb sie dem Militärstrategen Putin mit ihrem Geseier auf den Keks gehen. Der wird sich vermutlich einen netten Abend bei gutem Essen machen und sich innerlich kaputtlachen. Was glauben denn Merkel und der zwergenhafte Froschschenkelfresser? Dass sich der Präsident der einzigen Großmacht auf europäischem Boden von zwei gescheiterten und in der eigenen Bevölkerung inzwischen zutiefst unbeliebten Politikern diktieren lassen wird, wie er mit der Krim künftig umzugehen hat? Die grauseligen Sanktionen gegen Russland haben bewiesen wozu sie gut sind, nämlich z.B. Polens Apfelbauern zu schädigen (https://deutsch.rt.com/wirtschaft/40165-rekordernte-und-keiner-kauft-unsere-apfel/). Auch die deutschen Apfel- und Milchbauern können sich nicht gerade freuen (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/opfer-des-russland-konflikts-deutsche-bauern-werden-ihre-aepfel-nicht-los/10731360.html).

Unter dem russischen Lebensmittel-Embargo leiden in Deutschland vor allem Apfel- und Milchbauern. Wer sonst keine Einnahmequellen hat, macht dicht.

Das nenne ich zielführende Politik. Vor allem aber eine weitsichtige Politik, denn auf Russland ist man in Europa ja so gar nicht mehr angewiesen. Obwohl Russland ein für ganz Europa essentiell wichtiger Gaslieferant ist, biedert man sich weiterhin bei den USA an. Der Loser Obama und sein fettes Weib sind ja schließlich so nett und so schön schwarz. Das ist heute en Vogue. Der Herr Putin hingegen ist ein ehemaliger Geheimdienstler und daher per se böse. Dass der Mann es geschafft hat nach dem Schwerstalkoholiker Boris Jelzin das große russische Reich weitestgehend zusammenzuhalten und sich in der Bevölkerung dafür größter Beliebtheit erfreut, das wird im Westen beharrlich negiert. Stattdessen werden irgendwelche nackten Brüste (Femen) hofiert und Pussy Riots, die Kirchen schänden, in Schutz genommen.

Aber so ist das mit der deutschen Politik. Nach Saudi Arabien, wo in 2016 bereits 120 Menschen hingerichtet wurden (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/saudi-arabien-mitglied-der-koenigsfamilie-wegen-mordes-hingerichtet-a-1117252.html), werden aber weiter massenhaft Waffen geliefert. Wenigstens sind die Saudis bei ihrer Hinrichtungspolitik aber konsequent:

In Saudi-Arabien ist ein Prinz aus der Königsfamilie wegen Mordes hingerichtet worden. Wie das Innenministerium des Landes mitteilte, fand die Exekution bereits am Dienstag statt. Turki bin Saud bin Turki bin Saud al-Kabir soll einheimischen Medien zufolge bei einer Schlägerei in der Hauptstadt Riad im Jahr 2012 einen Mann getötet haben. Oberinstanzen hatten die Todesstrafe bestätigt.

Soviel Rechtsstaat haben wir in Deutschland jedenfalls nicht. Der Kinderschänder Edathy z.B. wurde gegen eine lächerliche Auflage i.H.v. gerade einmal 5.000 EUR (http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/edathy-prozess-einstellung-gegen-geldauflage-5000-euro-nach-gestaendnis/) laufen gelassen. Und das Verfahren wegen Drogenkonsums eines Herrn Volker Beck wurde gegen Geldstrafe eingestellt (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gruenen-politiker-drogen-ermittlungen-gegen-volker-beck-eingestellt-14176452.html). Die Höhe der Geldstrafe würde mich interessieren. Vermutlich war sie ebenso lächerlich gering wie die Auflage des Herrn Edathy. Jedenfalls empfinde ich es schon als eine Schande für den Rechtsstaat, dass nirgendwo von der Höhe der Strafe für Beck zu lesen ist. Und gerade bei ihm gilt es zu berücksichtigen, dass er als Politiker sich in einer besonders verantwortungsvollen Position befindet, welche eine Vorbildfunktion haben sollte.

Ach das waren noch Zeiten als sich der Bürger an den Politikern ein Vorbild nehmen konnte. In der SPD war das schon immer schwierig. Da gab es eigentlich nur Willy Brandt und Helmut Schmidt. In der CDU fällt mir nach Wolfgang Bosbach niemand mehr ein. Allenfalls in der CSU gibt es mit Seehofer und Söder noch passable und vor allem glaubwürdige Politiker. Nun ja, meine Präferenz (AfD) dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein. Und so bin ich auch einigermaßen geschockt, dass die AfD bei INSA auf 13,5% abgerutscht ist:

sonntagsfrage181016

Das verwundert, wo doch die CDU/CSU auf unter 30% gesunken ist und die SPD mit 21,5% auch nicht erstarkt ist. Wohin also sind die Stimmen der AfD verschwunden? Erschreckend stark erscheint mir im Vergleich zu den anderen Instituten im Moment bei INSA „DIE LINKE„. Vielleicht ist dies Resultat der von Sigmar Gabriel angesprochenen Rot-Rot-Grünen Koalition (http://www.tagesspiegel.de/politik/90-abgeordnete-beraten-projekt-r2g-rot-rot-gruen-das-risikospiel/14706036.html). Dies könnte nicht wenige unzufriedene Wähler wieder zu der LINKEN getrieben haben, ist doch die Wahrscheinlichkeit einer Regierungsbeteiligung größer als wenn man AfD wählt. Dummerweise stünden aber auch jetzt 46% den 49,5% von CDU/CSU, FDP und AfD entgegen.

R2G müsste sich also von irgendwem tolerieren lassen. Und das sehe ich nicht. Spätestens die ca. 8% der CSU-Abgeordneten würden auf die Barrikaden gehen.

Egal wie man es dreht, eines wird jedenfalls immer deutlicher: Merkel macht die CDU kaputt und diese kommt auch trotz geschlossener Grenzen ganz offenbar nicht mehr auf die Beine. Auch, obwohl das Thema Flüchtlingspolitik im Moment gar nicht Nummer 1 der Agenda ist. Und gäbe es die Hausmacht CSU nicht, die in Bayern Stand 13.10. sagenhafte 45% holen würde (AfD 9%), dann läge eine isolierte CDU bei gerade einmal ca. 21,5%. Das ist der bundesweite Wert der SPD und belegt, dass die Zeit der Volksparteien wohl endgültig vorbei ist.

Ich führe dies auf die unter Merkel stattgefundene Diversifizierung der politischen Haltungen zurück. Die CDU wollte plötzlich alles sein. Die Partei der Frauen, Mütter, Kinder, Umweltaktivisten und vor allem auch Arschficker. Geholfen hat es ihr nicht. Solange die CDU ein streng konservatives Profil hatte, erreichte sie Wahlergebnisse von stabil über 40%. Unter 45% war eher die Ausnahme als die Regel. Merkel hat die Partei ca. 15,5% gekostet.

Insgesamt kann man natürlich froh sein, dass die bürgerliche Wählerschaft in diesem Deutschland mit seiner links durchsifften Presse noch dominiert. Und ich frage mich so langsam, warum Wolfgang Schäuble nicht endlich gegen Merkel opponiert. Der Mann hat doch schon praktisch alles erreicht und nichts mehr zu verlieren. Sieht er denn nicht, dass er die einzige Chance ist, die die CDU noch hat?