Syrien: Vielleicht sollten wir endlich mal Profis an den Verhandlungstisch setzen

Der „Schröder-Imitator“ Steinmeier verhandelt in gutturalem Tonfalle für Deutschland momentan in München über die Möglichkeit eines Friedens in Syrien. Vielleicht sollte man aber besser Profis an den Verhandlungstisch lassen, wie z.B. den ehemaligen Bundeswehrgeneral Harald Kujat, denn der verfügt als Militär auch über taktisches Verständnis und lobt deshalb auch die russische Vorgehensweise, siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/syrien-ex-generalinspekteur-harald-kujat-lobt-rolle-russlands-a-1077001.html. Zum einen ist es richtig, dass erst seit dem russischen Eingreifen wirklich etwas passiert. Und dann ist es natürlich richtig, dass es in Aleppo keinen Islamischen Staat gibt, weshalb unsere Presse die Russen unisono als böse verunglimpft. Richtig ist aber auch was Kujat sagt: “ Putins Ziel lautet, den Vormarsch der syrischen Truppen in Richtung IS-Gebiet zu unterstützen. Aleppo ist auf diesem Weg bisher wie ein Sperrriegel gewesen, weil die Stadt von der syrischen Opposition gehalten wurde.

Und natürlich wäre es wünschenswert wenn die syrische Armee sich dem IS über kurz oder lang stellen kann, denn von den ganzen Schwafelministern in München schickt keiner Truppen, die den IS am Boden besiegen können. Überhaupt ist es ein großes Problem des Westens, dass er, anders als Russland, inzwischen überwiegend von Schwätzern regiert wird. Welche militärisch taktische Expertise hat ein Herr Steinmeier?

Und jetzt fragen wir uns doch einmal, ob wir in Europa das sog. Flüchtlingsdrama hätten, welches hierzulande noch zu Mord und Totschlag führen wird und droht sogar die EU zu spalten, wenn wir zu Beginn der Randale in Syrien Assad unterstützt hätten. Nein, wir hätten zwar einen Menschen an der Macht erhalten, der vielleicht ein paar aus unserer überaus liberalen Sicht, ich nenne sie auch gerne die Gutmenschenidiotie, diktatorische Züge aufweist, aber dessen Familie das Land bereits seit 1971 beherrscht und unter der es den Syrern vergleichsweise gut ging, zumal sie ihre Staatseinnahmen nur zu 50% aus der Ölförderung erwirtschaften (http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/oelindustrie-in-syrien-assads-wunder-punkt-11128881.html). Und warum wollen wir Assad stürzen und unterstützen trotzdem die Saudis? Jetzt habe ich eifrig gegoogelt aber nichts dazu gefunden, dass Assad in Friedenszeiten Leute massenhaft hinrichten ließ, anders als die Saudis, die allein bis 08/2015 auf 175 Hinrichtungen kamen.

Die dauernde Herumpfuscherei unserer politischen Dilettanten führt weltweit nur zu Ärger und zu menschlichem Leid. Obama und Merkel sind die eigentlichen Schuldigen an dem Drama in Syrien. Mit welch unglaublicher Arroganz erlauben es sich diese Leute eigentlich, sich in das Geschehen anderer souveräner Staaten einzumischen? Glaubt Frau Merkel, die selbst gar keinen Anteil daran hatte, dass die DDR zusammenbrach, dass ihre Herkunft sie dazu qualifiziert jetzt den weltweiten Friedensengel und Demokratiebringer zu spielen? So langsam stelle ich fest, dass die frühere deutsche Nichteinmischungspolitik mir immer besser gefällt. Erst seitdem die Deutschen sich von den Amerikanern haben belabern lassen und die Deutsche Kanzlerin offenbar unter Allmachtsphantasien leidet, haben wir in Europa mehr und mehr Chaos. Und heute (12.02.16) empfängt Frau Merkel sogar George Clooney im Bundeskanzleramt. Ja sind wir denn inzwischen auf dem Weg zu einer Operettenrepublik? Ich hätte ja noch Verständnis wenn sowas in Monaco passiert. Aber doch bitte nicht in einer angeblich ernsthaften republikanischen Demokratie. Wann dürfen wir Frau Merkel mit „Mörtel“ Lugner denn auf dem Wiener Opernball sehen?

Wie schön, dass Herr Clooney die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel „lobt“ und „absolut einverstanden damit“ ist. Nur welchen Einfluss hat ein Herr Clooney? Glaubt er, nur weil er ein hübsches kleines Anwaltsmütterchen mit libanesischen Wurzeln geheiratet geheiratet hat, dass er jetzt so etwas wie Amerikas Präsident „in spe“ ist? Die sind da ja schwachsinnig genug drittklassige Ex-Westerndarsteller zu Präsidenten zu wählen. Auch Angelina Jolie meldet sich zu Wort. In was für einer kranken Welt leben wir inzwischen, dass drittklassige Schauspieler ihren Senf zur Weltpolitik abgeben. Jetzt warte ich noch auf Kim Kardashians Wortmeldung. Eine grenzdebile Kuh, mit einem Hintern für den sich jede Frau schämen muss, wird in einem Land voller dummer fetter Leute zur Prominenten.

Grad (12.02.16 – 18.05) schaue ich einen Bericht über Syrien und die Entwicklung des Konfliktes. Im Grunde kann man sagen, dass Assad dieses Land zusammengehalten hat. Als dann die gewalttätigen Proteste in den Nachbarländern losgingen, wollten auch die Syrer angeblich Demokratie. Statt friedlich dafür zu demonstrieren, griffen sie aber sehr schnell zur Gewalt. Jetzt muss man sich natürlich die Frage stellen, was z.B. unsere Bundesregierung machen würde, wenn sie ein gewalttätiger Mob zum Rücktritt bewegen wollte. Sie würde naürlich gleichfalls zur Gewalt greifen. Es ist also nur verständlich, dass Assad dies ebenso tat. Dies zumal auch sehr viele Menschen in Syrien, vermutlich sogar die Mehrheit, nach wie vor hinter ihm stehen. Wenn ich jetzt aber sehe, dass aus einzelnen Stadtteilen von Damaskus andere Stadtteile von sog. Rebellen angegriffen werden, dann muss Assad die Menschen in den von ihm kontrollierten Stadtteilen einerseits davor beschützen und andererseits versuchen die aufständischen Stadtteile wieder zurückzuerobern. Und zwar mit den Mitteln die er faktisch zur Verfügung hat. Und wenn dies nicht ausreichend Militär ist, dann müssen es statt rosa Wattebäuschchen eben Fassbomben sein. Krieg ist nun einmal ein schmutziges Geschäft und wird heute bedauerlicherweise in Innenstädten anstatt auf Schlachtfeldern ausgetragen.

Auch muss einmal ernstlich die Frage gestellt werden, ob auch nur einer der arabischen Staaten reif für eine Demokratie ist. Die Ägypter sind es gewiss nicht, wählten sie doch zuerst „demokratisch“ eine Partei, die die Demokratie abschaffte und einen Gottestaat errichtete. Assad wird das Problem gesehen haben. Er weiß um die Bildungs- und Einkommenskluft zwischen den Menschen in Damaskus und denen auf dem Lande. Dazu braucht man sich nur bei Google Earth einmal die Photos von Damaskus einerseits und Homs, Aleppo und Rakka anschauen. Hier eine beinahe schon europäische Stadt mit Diskotheken und Party allüberall, dort typisch arabische dritte Welt. Und die kommt jetzt zu uns nach Deutschland. Denn die wirtschaftliche Entwicklung und nicht die Politik ist in Syrien tatsächlicher Auslöser der Proteste, siehe: http://liportal.giz.de/syrien/wirtschaft-entwicklung/. Selbst im Falle einer Befriedung des Landes würde sich daher die Zahl der Wirtschaftsmigranten nicht nennenswert ändern, wissen sie doch jetzt darum wie einfach es ist nach Europa zu gelangen. Nur ein Grund mehr Europas Außengrenzen zu einem Bollwerk auszubauen. Oder wollen wir selbst unseren Lebensstandard zu Gunsten von arabischen Menschen deutlich absenken?

Wer das tun will, der muss sie nicht erst zu uns kommen lassen. Der kann ihnen einfach jeden Monat einen Teil seines Gehalts auf deren Konto überweisen. Ich jedenfalls werde es nicht tun. Ich habe diesen Staaten durch meine Spritrechnungen schon mehr als genug überwiesen!