Vom Scheitern der deutschen Frauen- und Familienpolitik

Ich selbst entstamme der „klassischen“ heilen Familienwelt. Vater ging als Chirurg “malochen”. Mutter blieb zuhause und kümmerte sich um Heim und Kinder. Nach dem Studium konnte ich es mir für einen kurzen Moment der (wohl hormonell bedingten) geistigen Verwirrung auch vorstellen mit meiner seinerzeitigen Freundin Kinder zu bekommen, jedenfalls wenn sie selbst ihr Studium abgeschlossen und eine Weile gearbeitet hätte (was indes frühestens fünf Jahre nach Abschluß meines Studiums der Fall gewesen wäre). Einfach damit sie selbst wüßte wie sich Arbeit anfühlt. Wie es ist, wenn einem der Chef auf den Keks geht und es vielleicht deshalb erst recht schätzten würde, sich um Heim und Herd kümmern zu können. Denn zumindest der Alltag meiner Mutter war, spätestens seitdem wir Kinder zur Schule gingen, recht entspannt:

Aufstehen, Mann und Kindern Frühstück machen. Ab da war bis zur Rückkehr der Kinder Leerlauf angesagt. Einkäufe für eine 4-köpfige Familie zu erledigen sehe ich nicht als Arbeit, sondern eher als Abwechslung an. Und da Mama schon in den 70ern einen Cinquecento hatte, juckelte sie kreuz und quer durch die Stadt um ein paar Pfennige an Yoghurt-Sonderangeboten zu sparen. Dabei nicht bedenkend, dass der zusätzlich verfahrene Sprit jede Ersparnis bei Weitem wieder aufzehrte. Ein wenig das Haus sauberhalten war jetzt auch nicht so stressig. Meine Mutter hatte also sehr viel Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens. Z.B. stundenlanges Klamotten-Gucking (immer natürlich auch auf der Suche nach Sonderangeboten für ihre Lieben), Quatschen mit ihren Freundinnen und Intrigieren mit den Nachbarinnen. Noch gab es auch nicht den Druck, dass die Kinder mindestens fünf Aktivitäten am Tag wahrnehmen müssen. Uns hat es noch völlig ausgereicht mit den Nachbarskindern zu spielen. Das Leben einer Hausfrau seinerzeit war schlicht ein Traum!

Und die Männer waren meines Erachtens zufriedener als sie es heute sind. Sie machten ihren Job, ihre Chefs und Kollegen gingen ihnen auf den Keks. Der eine stieg auf der andere blieb stehen. Aber wenn sie abends nach Hause kamen, konnten sie ihr Arbeitsleben vergessen weil sie eine treu sorgende Ehefrau vorfanden, anstatt schon wieder neue Emails auf dem Smartphone. Frauen die sich noch darauf freuten ihre Zeit mit ihrem Mann verbringen zu können. Videorekorder und das Internet waren noch nicht erfunden. Den Porno mussten also Weiblein und Männlein noch abends im Bett selbst aufführen. Auch standen sie nicht, so wie die heutige Jugend, unter dem Druck jede Schweinerei mitmachen zu müssen. Ingesamt war die Welt seinerzeit deutlich weniger sexualisiert. Und ich glaube, dass dies den Leuten eher gut getan hat. Schon die alten Römer waren Ferkel sondergleichen, wenn es um sexuelle Praktiken geht. Und das indische Kamasutra ist auch nicht erst vorvorgestern erfunden worden. Die Generation meiner Eltern hatte daher ganz bestimmt auch nicht nur Blümchensex in der Missionarsstellung. Aber eben auch keinen Porno-Leistungsdruck.

Den dauernden Ruf nach Gleichberechtigung, Frauenquoten und Gender Mainstreaming habe ich damals nicht vernommen. Es war irgendwie einfach klar, dass es eine Arbeitsteilung gab. Der Mann verdiente das Geld und die Frau kaufte damit für die Familie ein. Mancher Mann behielt einen Teil für sich, z.B. für die Kneipe und den Skatstammtisch mit seinen Kumpels. Auch gab es Frauen, die mit Geld nicht umgehen konnten, und deshalb ein Haushaltsgeld zugewiesen bekamen. So wie die Mutter meines besten Schulfreundes. Trotzdem ging es ihr gut und sie litt keinerlei Not. Sparsamkeit war seinerzeit noch ein hohes Gut. Eine Generation, die den Krieg teils noch selbst miterlebt hatte, hatte lieber einen Notgroschen übrig als am Rande ihrer oder gar über ihre Verhältnisse zu leben. Natürlich fuhr, wer es sich leisten konnte, seinerzeit schon keinen VW mehr. Aber der Zweitwagen für die Frau Gemahlin war doch eher die Ausnahme als die Regel. Mit zunehmendem Wohlstand wurde der VW Golf dann zum typischen Zweitwagen für die Frau oder auch das Töchterchen aus besserem Hause. Spätestens wenn die Kinderlein ortsfern studierten besaßen sie beide eigene Autos. Innerhalb von nur 20 Jahren wurden so aus 1-Auto-Haushalten solche mit vier Autos. Aber die Welt war noch in Ordnung. Bis meine Generation ins vermehrungsfähige Alter kam.

Denn wir waren nicht nur ziemlich verwöhnt, sondern sind mit der angeblichen Gleichberechtigung von Mann und Frau groß geworden. Diese wurde uns zuhause allerdings nicht vorgelebt. Musste sie auch gar nicht. Je nachdem worum es ging hatte am Ende der jeweilige „Fachgebietsressortleiter“ das letzte Wort. Und Frauen verstanden es seinerzeit auch noch mit anderen Mitteln als endnervtötender Diskussion oder gar lautem Gekreische ihren Mann auf den aus ihrer Sicht zielführenden Pfad zu lotsen. Anders in meiner Generation, wo sich im SoWi-Unterricht rothaarige Kurzhaarkampfemanzen auf lebhafte Diskussionen mit mir einließen. Und von männlichen Lehrern auch noch darin bestärkt wurden. Hier entwickelte sich etwas völlig Absurdes. Männer setzen sich als Lehrer gegen ihr eigenes Geschlecht ein und förderten Frauen. Die Notengebung wurde immer nachteiliger für uns Männer. Wir konnten machen was wir wollten, die Frauen bekamen immer die besseren Noten. Von der Benotung durch weibliche Lehrer gar nicht erst zu sprechen. Auch bekamen die coolen Jungs dadurch noch ein anderes Problem. Sie konnten den Lehrer nicht mehr ernst nehmen oder gar als Vorbild akzeptieren, sondern sahen ihn als eine Art weibischen, frauendominierten Waschlappen im Strickpullover an. Anti-Atomaufkleber auf dem R4 incl. So einen automobilen Dreck wäre ich schon als Schüler niemals gefahren, geschweige denn als Lehrer!

Da die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen deutlich größer war als in der Generation meiner Eltern – im Zuge der vermeintlichen Gleichberechtigung hatte die Sexualmoral der Damenwelt schwer gelitten – befand ich es nie für erstrebenswert eine Bindung aufrechtzuerhalten sobald mir die Frau ernsthaft auf den Keks ging. Die nächste findet sich erstens sowieso und zweitens ist die Frau für einen Mann ohne Familienwunsch nur von begrenztem Nutzen. Kinder machen nur Ärger, kosten viel Geld und rauben einem die Freiheit. Auch brauche ich nicht das Gefühl, dass jemand zu mir heraufschaut. Wenn ich mit einer Frau Kinder gekriegt hätte, dann allein ihr zuliebe. Als Jurastudent wusste ich auch schon früh um das deutsche Ehe- und Güterrecht. Und als ich mit meiner Freundin zu Studienzeiten mal über das Thema Ehe sprach und sie einen Ehevertrag kategorisch ablehnte (weil ich sie dann ja nicht lieben würde und schon von Anfang an das Scheitern der Ehe in Betracht zöge, oder auch umgekehrt) wurde mir sehr früh bewußt, dass selbst ein optisches Engelchen zur klauenbewehrten Furie werden kann, wenn es um das liebe Geld geht. Das deutsche Eherecht hat für den Mann nur Nachteile und nicht einen einzigen Vorteil. Warum sollte ein Mann also so bescheuert sein sich dem freiwillig zu unterwerfen?! Ich kann mir dafür nur folgende Gründe vorstellen:

  • Ab und an mal immer langweiler werdenden Sex
  • Der Mann kann nicht allein sein
  • Er hofft darauf sich die Putzfrau einzusparen
  • Er ist schlicht ein Schwächling
  • Er wünscht sich Kinder, weil er etwas geschaffen hat und dies nicht dem Staat überlassen will

Nicht ein einziger Grund reichte für mich aus, um mich mit einer Ehe nach deutschem Recht dem Risiko der Armut bis ans Lebensende zu Gunsten eines fortan parasitär lebenden Weibsbildes auszusetzen!

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