Von der Schädlichkeit „billiger Mäuse“ für den Körper

Bei Mäusen nicht am falschen Ende sparen!

Ich finde klein ja bekanntlich gut, z.B. kleine Autos mit viel Power und ultraflache Smartphones, die kaum einer kennt. Nur bei oberen weiblichen Rundungen ist mir Medium lieber und bei Filets neige ich eher zur Gigantomanie (in medium natürlich).

Klein ist aber bei Mäusen ganz großer Mist. Ich meine natürlich nicht die menschlichen, blonden Mäuschen. Nicht die kleinen E-Plus-Marketingmäuse mit dem festen C-Körbchen, die einen zum Abendessen einladen und sich nach „Meet the Feebles“ (war nicht mein Programmvorschlag) …

… nach ordentlich Rosso (hab ich mitgebracht) und Dope (hatte das Mäuschen da) wie Pornostarlets aufführen.

Ich meine die kleinen Notebookmäuse, die bei Powerusern wie mir – der praktisch den ganzen Tag an der Maus hängt wie der Drogi am Stoff – irgendwann zu einer zittrigen rechten Hand und partieller Taubheit im rechten Arm geführt haben. Das ging soweit, dass ich zeitweilig kaum noch ein Glas mit rechts richtig halten konnte. Die linke Hand hingegen hatte das Problem zu keinem Zeitpunkt. Wäre es also z.B. ein Alkoholproblem – bei meinem Konsum ja durchaus nachvollziehbar 😉 – so hätte es mich beidseits treffen müssen. Tat es aber nicht!

Nun bin ich so etwas wie ein Gesundheitsmonster. Ich werde ums Verrecken nicht wirklich krank. Grippe? Ja, alle 5 Jahre mal für ca. 3 Tage! Und deswegen schockte mich mein zuerst vermutetes Parkinson schon einigermaßen. Was gaben mir nicht zuletzt auch meine lieben Eltern viele gute Hinweise in genau diese Richtung. Glücklicherweise bin ich daraufhin NICHT zu einem Arzt gegangen, sondern habe in mich hineingelauscht.

Natürlich zitterte meine rechte Hand z.B. nach einer flotten Skiabfahrt mit viel Stockerleinsatz auch etwas …

… aber da tat es auch die linke. Bis zum zweiten Jagatee. Ab da war wieder Ruhe!

In Kroatien versuchte ich mich auszukurieren. Sobald ich die Maus für ein paar Tage nicht benutzte, wurde das Zittern deutlich weniger. Jetzt kann ich aber dummerweise nicht ohne Maus leben. Natürlich habe ich es bereits mit dem Touchpad versucht und benutze ohnehin nur LENOVO-Notebooks. Das sind die mit dem roten PIN in der Tastaturmitte. Damit kann man – zugegebenermaßen – kurzzeitig halbwegs herumnavigieren. Aber ersetzen kann beides eine Maus dauerhaft doch leider nicht, schon weil die Bedienung z.B. für Grafikanwendungen zu unpräzise ist.

Nun gibt es diese ergonomischen Trackballs und andere Hilfsmittel für IT-Behinderte. So, wie ich niemals orthopädische Schuhe tragen werde, kaufe ich mir auch keinen IT-Bedarf aus dem Sanitätshaus. Aber Apple ist doch angeblich so ergonomisch. Dummerweise habe ich so etwas wie eine Apple-Allergie. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich auch ungern Firmen finanziere, die derart proprietär agieren.

Auf Ebay fand ich dann die Titelbildmaus. Die schaut doch ergonomisch aus, oder nicht?

Sie ist es aber nicht! Sie ist das genaue Gegenteil. Und sollten Sie Mäuse der Firma „Logilink“ finden, dann kaufen Sie diese bitte um Himmels Willen auch auf gar keinen Fall!!!

Die Mäuschen schauen gut aus, fühlen sich auf den ersten Griff gut an und haben auch dieses schöne „Klick„, ebenso wie das obige Chinamäuschen. Letzteres kaufte ich mir, weil ich schon zu viele Logilink-Mäuschen hatte. Sie sind aber leider allesamt nichts weiter als billigster Schrott. Die einen gaben schon nach wenigen Wochen den Funkgeist auf. Das Scrollrad ging bei mir – bedingt durch die Bloggerei – als nächstes kaputt. Scrollte man nach unten sprang man stattdessen nach oben. Und die linke Maustaste löste nach wenigen Wochen auch nur noch aus wenn sie Lust hatte. Zuverlässiges Markieren und Kopieren von Text? Fehlanzeige!

Jetzt kann man natürlich – auch als Nichtgamer – viel Geld für eine Maus ausgeben. So hatte ich früher gerne die Logi M705. Aber da war ich auch noch nicht armer Teilzeitrentner. Und 35,00 EUR für eine Maus, da muss man sich irgendwie schon an den Kopf fassen. Stattdessen holte ich mir nach meinen schlechten Erfahrungen mit den Chinamäusen zum ersten Mal die Logitech M185. Das Mäuschen gibt es schon für 12,00 EUR und es erweist sich für meine – recht kleine – Hand als optimal. Das Klickfeedback ist deutlich angenehmer als bei dem Chinaschrott und, sieht man einmal von der recht einfallslosen Optik ab, erweist sich die Maus als sehr angenehm in der Bedienung. Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt ist dabei auch, dass die Maus nicht dieses unangenehme rote „Laserlicht“ aussendet, wie es die billigen Chinamäuse tun. Auch verbraucht die Logitech-Maus in angeschaltetem Zustand deutlich weniger Strom als ihre Konkurrentinnen aus dem Reich der Mitte.

Die Logitech M185 ist übrigens die zweitbeliebteste aller Mäuse (http://www.computerbild.de/fotos/Die-beliebtesten-Maeuse-10180848.html#19) und die beliebteste Funkmaus überhaupt. Die schicke Logilink auf Platz 20 ist die mit dem vermutlich eingebauten Verfallsdatum. Im direkten Vergleich wirkt sie deutlich billiger und das schwergängigere Scrollrad ist zudem etwas weiter hinten angebracht, was zu einer unnatürlichen Haltung des Mittelfingers beim Scrollen führt. Was ich u.a. mit für meine Zitterhand verantwortlich mache.

Übrigens ist die sog. „Maushand“ (http://www.stylejournal.de/gesundheit/krankheiten/maushand-die-kehrseite-der-haeufigen-computerarbeit) keine Sache die man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Durch das permanente Hin- und Herschieben der Maus und das häufige Klicken werden ungewöhnliche Muskeln angespannt und die Bänder und Sehnen in Handgelenk und Arm verkrampft. Nach längerer Zeit folgen Entzündungen, die sich durch starke Schmerzen, Einschlafen der Hand und Kribbeln in den Fingerspitzen äußern. Teilweise strahlen die Schmerzen auch bis in den Unterarm aus, sodass die Maushand oftmals auch als Mausarm bezeichnet wird.

 

Durch die Entzündungen in den Sehnen des Armes und der Hand, die durch die ständige einseitige Belastung bei der Computerarbeit hervorgerufen werden, entstehen nicht nur starke Schmerzen, sondern viele weitere Beschwerden. So berichten viele Menschen, die ständig am Computer mit der Maus arbeiten, dass die Maushand permanent kalt ist. Dies kann ebenfalls schon ein erstes Anzeichen dafür sein, dass ein Maushand-Syndrom vorliegt. Auch ein Kraftverlust im Bereich der Hand ist möglich, sodass es Betroffenen zum Teil schwer fällt, nur die Kaffeetasse zu halten.

Es sind exakt die Symptome die sich bei mir einstellten. Incl. der Schmerzen, die ich vor ein paar Monaten im rechten Arm bekam. Und glauben Sie mir, es ist nicht wirklich komisch, wenn Sie Probleme damit bekommen ein 0,5 Liter Weißbierglas ruhig in der Hand zu halten. Denn so ca. drei davon braucht es, bis sich das Zittern wieder einstellt. Das ist übrigens auch völlig normal, weil Alkohol ein Relaxant ist. Nur macht es ja keinen Sinn sich dauernd betanken zu müssen, nur um eine Maus bedienen zu können. Seit meinem Umstieg auf die Logitech M185, kombiniert mit Nutzung des Trackpoints oder Touchpads wo immer möglich, hat sich das Maushandsyndrom bei mir jedenfalls erledigt.