Von einem der das Fahrrad entdeckt hat

Mali Lošinj by Bike

Ich bin ja bekanntlich eine extrem lauffaule Sau und halte es mit Winston Churchills „No Sports„. Denn ich bin der Meinung, dass ich nur einen Satz Gelenke im Leben verschleißen kann und dass diese von übermäßiger Beanspruchung nicht besser werden. Lieber esse ich weniger, so dass ich nicht zunehme, als mich vollzustopfen, um die vielen Kalorien alsdann wieder abtrainieren zu müssen.

Derweil andere es genießen auf dieser schönen Insel herumzuradeln, so als ob sie „Kampfradler“ seien, bin ich ein Genußradler. Das bedeutet, dass ich mit dem C63 Rennkombi mein Pininfarina-Klappmountainbike unter lautstarkem Ökoterror bis genau dorthin bringe, wo es mit der Radtour losgehen soll. Und das war die Tage das Restaurant Borik. Dort hatte ich letztens gesehen, dass das Restaurant Balvanida ausgeschildert ist. Das ist in einer der schönsten Buchten Lošinjs gelegen (https://www.google.hr/search?q=balvanida+restaurant+losinj&rlz=1C1CHBD_deDE703DE720&source=lnms&tbm=isch&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwj7zbOrrsXUAhUkSJoKHQwhC5MQ_AUIBigB&biw=1366&bih=662#tbm=isch&q=balvanida+losinj).

Ich radelte also los und als ich am Häuschen des FKK-Strandes – dessen Promenade ich zwingend durchfahren musste – vorbei fuhr schallte es nur: „Stop, zahlen„. Ich machte dem guten Mann klar, dass ich keinesfalls beabsichtige mir kostenpflichtig alte, schrumpelige, nackte Weiber auf seinem konzessionierten Strand anzuschauen, sondern zum Restaurant Balvanida wolle. Dankenswerterweise klärte er mich auf, dass es dorthin keinen Radweg gäbe, sondern ich über Stock und Stein wandern müsse.

Danke Nein!

Was nun? Dann halt einfach in die andere Richtung. In die Čikat-Bucht ins La LanternaDas ist ein sehr schönes Restaurant. An einem kleinen Leuchtturm gelegen und bekannt für die tolle Aussicht auf wunderschöne Sonnenuntergänge.

Wer also mit seinem Weibsbild ein wenig Romantik genießen will, der möge dort am Abend einen Tisch reservieren. Die Speisekarte ist allerdings eher übersichtlich. Aber wenn man in Kroatien Zweierlei immer bekommt, dann sind es entweder gute Ćevapčići oder Tintenfisch. Also nichts wie los.

Im Hintergrund sehen Sie die Insel Susak. Die einzige Sandinsel des Mittelmeeres überhaupt.

Nachfolgend der „Tatort“ meines Mittagessens:

Ich fuhr daran jedoch erst einmal vorbei, weil es noch kurz vor 12 war. Und – für gewöhnlich – esse ich erst um 12 zu Mittag.

Im Hintergrund das 5-Sterne-Hotel Bellevue.

Die Entwicklung auf nachfolgendem Bild macht mir etwas Sorgen.

Hier wurde ein kleiner Strand mit Kies künstlich aufgeschüttet. Es wird eifrig gemauert und vermutlich wird unter den Pinien noch sowas wie eine Beachbar errichtet werden. Das alte Bötchen dürfte bald weg sein, ebenso wie die kleinen Kinder, deren Eltern sich diesen bald wohl kostenpflichtigen 5-Sterne-Beachclub-Strand nicht werden leisten können. Eine solche Entwicklung gefällt mir nicht!

Denn gerade Kroatien ist bekannt dafür, dass die Küste hier den Menschen gehört und nicht irgendwelchen Konzessionären. Versuchen Sie mal in Italien oder Südfrankreich an einen schönen UND kostenfreien Strand zu gelangen. Es ist praktisch unmöglich. Diesen Fehler sollte Kroatien nicht auch noch begehen.

An dieser kleinen Kirche bin ich seinerzeit 1998 mal mit meinem BMW E39 520i mit dem Schweller übelst aufgesetzt. Damals war der Weg eher mit einem Acker zu vergleichen. Mit ihr hier war ich damals im Urlaub:

Ach wäre sie doch bloß nicht ewig so – grundlos – eifersüchtig gewesen und hätte sie diesen verfluchten Kinderwunsch nicht gehabt. :-(((

Zurück zum Schweller: Da es ein Firmenwagen war, war es mir schlicht wurscht wie schwer der Schaden war. (Es waren seinerzeit ca. 5K DM) Das Auto brachte uns jedenfalls zuverlässig wieder nach Deutschland.

Und das gab es zu essen:

Keine Sterneküche, aber das Fleisch war wirklich lecker und die Pomfrits keine Industrieware, wie man sie so gemeinhin aus Deutschland kennt. Angenehm gesättigt machte ich ein Restaurant-Photo incl. zweier deutscher Single-Hühner nahe der Schrumpelgrenze …

… zahlte für zwei Bier und das Essen 139 Kuna zzgl. 11 Kuna Trinkgeld (20,40 EUR) und machte mich auf den Rückweg …

Im Hintergrund sehen Sie das Wellness-Hotel Aurora. Das steht dort schon seit meiner Kindheit. Und seither sind auch alle bestehenden Hotels nur auf internationales TOP-Niveau ausgebaut/erneuert worden. Es wurde kein einziges neues Hotel erbaut. Und das wird hoffentlich auch so bleiben, damit die wunderschönen Küsten Kroatiens nicht irgendwann auch so mit Touristenbunkern zugeschissen sind, wie dies besonders in Italien und Spanien der Fall ist. Wer sich echten kroatischen 4-5 Sterne Luxus nicht leisten kann, der möge uns freundlicherweise bitte mit seiner Anwesenheit verschonen.

Fahrt besser in die Türkei! Da gibt es 5 Sterne zum Preis von 3en hier. Hungerleider sind in Kroatien unerwünscht. Und Sandalensockenträger sowieso!

Ich machte noch einen Abstecher durchs Städtchen. Wie üblich parkte ich kreuzkriminell auf dem Taxistand. Für welchen ich aber eine Art Sondergenehmigung habe, weil der Taxibesitzer Braco (https://de-de.facebook.com/Taxi-Lo%C5%A1inj-Braco-112308735854733/) auf meinen AMG steht. Und ich – sozusagen im Gegenzug – ein ganz klein wenig auf seine Freundin. 😉

Der AMG hat dicke Auspuffrohre, sie hat dicke Hupen! Das ist die Obertussi der ganzen Insel. Einfach zum wegwerfen, wenn die mit ihrem kleinen Schoßhündchen popowackelnd über die Piazza im Zentrum stolziert. Aber, welcher echte Mann steht nicht doch insgeheim ein klein wenig auf derlei pseudobillige Luder? Man beachte die waffenscheinpflichtigen Porno-Fingernägel!

Als großem Freund gepflegter Nautik fiel mir natürlich diese wunderschöne Llaüt auf …

… vermutlich eine Menorquin 160, deren kleine Schwester 120 ich auch schon mal für mich als „Hausboot“ ins Auge gefasst hatte. Ich verwarf den Gedanken dann aber recht schnell. Zu langsam (14 Knoten Marschfahrt) und natürlich nicht trailerbar. Aber trotzdem ein Boot welches allein aufgrund seiner Schönheit eindeutig auch in der heutigen Zeit seine Existenzberechtigung hat.

Ich habe ja inzwischen dies hier für meine „Bootsrentnerschaft“ ins Auge gefasst:

Überhaupt sind für die Vorsaison schon einige größere Panzer unterwegs, wie man am gegenüberliegenden Ufer erkennen kann. Im Sommer werden die Yachten hier an den Pontons dicht an dicht liegen. Und Ende Juli kommt mich ein lieber Kunde mit seiner Segelyacht besuchen, worauf ich mich schon sehr freue.

Da der neue SPIEGEL noch nicht da war, trollte ich mich wieder und hinterließ noch ein paar akustische Impressionen. Denn wenn der C63 eines kann, dann ist es bestialisch nach hinten heraus zu schreien. Und das sogar mit der Serienauspuffanlage. Ja Herrschaftszeiten nochamoi, was kann ich denn bittschön dafür, dass jeder Tritt aufs Gaspedal nicht nur mit einem leichten Feger des Hecks (ASR fängt es sofort wieder ein) sondern auch dem markerschütternden Gebrüll der stinkesauren Mami T-Rex aus Jurassic Park II quittiert wird?

Mercedes AMG hat es eben so gewollt, und ich genieße es halt… Ebenso amüsieren mich auch die teilweise recht verdutzten Blicke der näheren Umgebung.

Denn das wirklich perfide am kleinen AMG ist, dass er im Stand oder bei ziviler Fahrweise akustisch eigentlich kaum wahrzunehmen ist, anders als z.B. Lambos, Ferraris oder Audi R8, die selbst dann kraftmeierisch vor sich dahinbollern. So als ob es darum ginge an der Ampel den Längsten zu haben. Treten Sie aber der kleinen C-Klasse auf den Pin – und dazu muss noch nicht einmal der S-Mode aktiviert sein – dann fällt die pubertäre Akustikerektion des Lamborari-R8-Fahrers blitzschnell in sich zusammen.

Sie können sich also mit dem kleinen AMG bis an den Tatort sozusagen leise heranschleichen. Dann geben Sie einfach unvermittelt Gas und irgendwelchen doofen Restaurantbesuchern platzen die Trommelfelle. 😉

Ach ja, Kerle und Autos. Alles Schwanzverlängerungen. Nicht in meinem Falle!

Ich hätte mir ja auch einen Lambo kaufen können. So ein Gallardo kostet ja auch nicht die Welt. Aber hätte ich da das Klappmountainbike reinbekommen? So sehr mir z.B. der 993er schon immer gefallen hat und auch der 997er. Wohin mit dem Klappmountainbike oder vier Paar Skiern? Wozu braucht ein Mann vier Paar Skier? Ganz einfach. Wozu braucht ein Mann vier Mercedes und noch einen TVR Griffith? Warum hat der reiche Araber ein ganzes Harem? Weil es Spaß macht! Und weil es sich einfach „anders“ anfühlt als immer Sex mit der selben Alten.

Weshalb ich mich jetzt schon freue die nächste Tour nach Kroatien – ich muss die Tage irgendwann mal zum Rechnungen schreiben zurück nach D – mit dem 500 SL R129 zu unternehmen. Die Skier hab ich ja schon hier.

Die anderen stehen im Keller. U.a. der endgeile V-Werks RTM 84, den ich mir vor ein paar Wochen vom Mölltaler Gletscher aus bei Ebay für kleines Geld geschossen habe.

Das ist wirklich sowas wie der Überski schlechthin. Da kann der brettharte Atomic nicht einmal ansatzweise mit. Der Dynastar hingegen ist ein wunderbarer Ski für „schönes“ Fahren. Mit ihm verhält es sich in etwa wie mit dem SL 500 und dem C63 AMG. Der Dynastar ist kein besonders sportlicher Ski. Aber er fährt sich sehr entspannt. Er strengt nicht so an, wie es der Atomic tut, der eigentlich nur für das carvende Rasen konzipiert wurde. Der V-Werks hingegen verbindet die Eigenschaften beider Skier in idealer Weise.

Also muss ich mir in D nur noch den Heck-Skiträger an den SL montieren lassen und dann steht auch dem sommerlichen Skivergnügen auf dem Mölltaler Gletscher nichts mehr im Wege.

So zumindest ist aktuell der Plan…

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