Von einem Tag auf dem Boot

Viele Menschen mögen mich für einen Zyniker und/oder Antipathen halten. Ein Leser namens „Gähnhardt“ kommentierte meinen vorgestrigen Beitrag (http://www.jerkos-welt.com/bist-du-dumme-muschi) wie folgt:

„Nur rechte Hetze, vermengt mit ätzendem Sarksmus und Gejammer. Ziemlich peinlich. So ziemlich alle anderen „Beiträge“ sind ähnlich schlecht, nicht unterhaltsam, das Gegenteil von informativ und konstruktiv. Alles in Allem kann man sich hier als Looser in Selbstmitleid und kleinbürgerlichem Hass suhlen, oder einfach nicht mehr herkommen.

Mal ehrlich, haben Sie mich schon mal irgendwo jammern gehört?

Mir scheint die Sonne buchstäblich aus dem sprichwörtlichen Hintern. Und es wird nur wenige Menschen geben, denen es wirklich besser geht als mir, und die ein sorgenfreieres Leben führen dürfen als ich. Natürlich bin ich rechts, und darüber hinaus bekennender wertkonservativer Rassist. Darauf, sowie auf meine Intoleranz, bin ich sogar stolz!

Jedenfalls empfahl ich dem Herrn „Gähnhardt“ – der sich sogar die Mühe machte die vermeintlich amüsante E-Mail-Adresse „gaehn.schnarch@gmx.de“ anzugeben – Letzeres zu tun. Also einfach nicht mehr herzukommen.

Übrigens: Das mit der Angabe der E-Mail-Adresse ist so ein bescheuertes Feature der Kommentarfunktion von WordPress, das ich schon längst abzustellen versucht habe. Ist es mir doch schließlich völlig egal welche E-Mail-Adressen meine Kommentatoren haben. Ich bin nur ganz offenbar zu trottelig dies im Activello-Theme hinzubekommen, welches sich diesbezüglich scheinbar nicht an die Standard-Einstellungen von WordPress hält. Ich muss mal mit den Jungs von Colorlib mailen, wie ich dieses Feld aus der Kommentarmaske herausbekomme.

Jedenfalls habe ich den Beitrag von „Gähnhardt“ selbstverständlich freigegeben, wenn auch etwas verspätet, weil ich dies von der Segelyacht eines lieben Kunden via Smartphone tat. Ich finde es absolut ok, wenn jemand nicht meiner Meinung ist oder mich gar kritisiert. Jetzt weiß ich natürlich nicht, ob er mich als Looser bezeichnen wollte oder der Meinung ist, dass sich hier Looser herumtreiben, vermutlich beides. Wobei der wirkliche Looser vielleicht ja auch der ist, der nicht einmal weiß wie sich das Wort eigentlich korrekt schreibt. Nämlich so:

 

Den „Sarksmus“ habe ich ihm ja noch verziehen. Da klemmte wohl das A, weil er vermutlich zu oft z.B. nach „anal“ oder „abspritzen“ gesucht, bzw. er seine Tastatur dadurch bereits in Mitleidenschaft gezogen hat. Aber den Kleinbürger kann ich ihm nicht wirklich nachsehen. Andererseits: Vielleicht ist er ja im Vergleich zu mir „Großbürger„, aber darüber weiter zu sinnieren erscheint mir nur wenig zielführend.

Jedenfalls hatte ich gestern einen wunderschönen Tag mit einem lieben Kunden und seiner Familie. Sie kamen vorgestern Nachmittag bereits mit der Segelyacht auf der Insel an. Aufgrund einer familiären Unplanbarkeit haben sie – viel zu spät – nur noch eine Elan 31 Bj. 1987 zu halbwegs reellen Konditionen in Zadar chartern können. Mein Kunde ist das genaue Gegenteil von mir, und dann doch auch irgendwie nicht. Er hält das Geld zusammen und bringt auch seinen beiden kleinen Töchtern den Wert des Geldes bei, gibt es andererseits aber gerne für Dinge aus die Spaß machen. Die Mädels hat er gemeinsam mit einer der nettesten Frauen, die ich überhaupt kenne. Und „nett“ ist nicht etwa die kleine Schwester von „langweilig„, wie es zu meinen aktiven Chatzeiten so oft von irgendwelchen dummen Schruppsen behauptet wurde. Sondern „nett“ ist das was immer bleiben wird. Wenn der weibliche Körper irgendwann verfällt, dann ist die Schönheit zum Teufel, so wie es bei der Anwaltsbitch inzwischen der Fall ist

Nett aber bleibt einfach für immer. Nett ist immer angenehm. Nette Frauen legen ihren Hauptaugenmerk nicht allein auf ihr Aussehen. Sie wissen eben, dass die Frau ein Gesamtkunstwerk ist, zu dem auch unbedingt ein anständiger Charakter gehört.

Mein lieber Kunde hat übrigens im Zusammenwirken mit mir dieser Tage nachfolgendes Urteil gegen die spermaschluckende Fachanwältin für Medizinrecht erwirkt, welches ich heute per Email erhielt:

Wir erinnern uns. Die Spermaschluckerin hatte mir ca. 120 EUR minimal zu spät und dann auch noch an den Anwalt erster Instanz überwiesen. Daraufhin sperrten wir ihr bis über den Monatsdritten hinweg ihr Geschäftskonto, woraufhin bei ihr garantiert einige Überweisungen geplatzt sein dürften. Viel besser noch, wir sprachen das Zahlungsverbot auch gegenüber einer Firma aus, die ihr juristische Lehrgänge für Betriebsratsarschlöcher vermittelt. Das muss erst recht peinlich gewesen sein.

Juristisch betrachtet ist dieses Urteil eine Ohrfeige nach der anderen gegen den anwaltlichen Vertreter meiner oralfixierten Ex. Da haut eine – junge – Richterin in absoluter juristischer Gnadenlosigkeit und mit maximaler Kompetenz deutlich heraus was sie von der Klage meiner u.a. analverkehrenden Ex hält. Das Urteil ist so blitzsauber formuliert, wie man es nicht hätte besser machen können. Hut ab werte Frau Richterin Krause!!!

Ein wenig stolz bin ich darauf, dass die Idee mit der Rücküberweisung der Zahlung an meinen Anwalt erster Instanz von mir stammt. Habe also ich doch in letzter Konsequenz die Anwaltsziege und ihren Schwachmaten von einem Essener Altanwaltsproll mit BGB AT (ist Erfüllung durch Leistung an den Nichtberechtigten eingetreten?) zur Sau gemacht.

Mein werter Kunde ist mit der Elan 31 leider nicht wirklich zufrieden. Er ist ein begeisterter Segler aber die Trottels vom Vercharterer haben sie mit Bimini Top angeboten. Was nicht korrekt war, denn das Boot hat tatsächlich nur ein Zelt, welches man über den Großbaum spannen kann:

Damit lässt sich aber dummerweise nicht segeln. Deshalb motorten wir nach dem gemeinsamen Einkauf in die Bucht Artatore.

Ansonsten ein hübsches Schiffchen …

… das bei ausreichend Wind so um die 7 Knoten geht (Motor 1/2 Gas 4,8 Knoten). Und wenn ich ehrlich bin, ich wüsste nicht wie man auf das schlanke Boot mit dem weit nach hinten reichenden, tief liegenden Großbaum überhaupt ein Bimini-Top hätte draufbekommen können. Es ist einfach weniger eine Urlaubs- als eine richtige Segelyacht.

Wir hatten jedenfalls einen traumhaften Tag in einer schönen, windgeschützten Bucht.

Später waren die Kleinere und ich mit dem Dinghy an Land Müll wegbringen. Dabei trat der Zwerg den Ablassstopfen heraus, was ich Gottseidank sofort bemerkte, weil es mir vorher auch schon mal passiert war. Ich konnte das Leck gerade noch schließen bevor wir nasse Füße bekamen. Was an sich kein Problem gewesen wäre. Aber ich hatte schon Chucks und vor allem meine lange Hose wieder an.

Am Strand zeigte ich dem Mädel wie man Steine so werfen kann, dass sie mehrfach über das Wasser hüpfen. Das ist für kleine Mädchen gar nicht so einfach, weil die Technik des richtigen Werfens des Weibchens Sache grundsätzlich nicht ist. Man sagt nicht umsonst „Du wirfst wie ein Mädchen„.

Das größere Töchterchen kommt nach der Mama und wird – ziemlich sicher – einmal eine wirkliche Schönheit. Im arabischen Raum würden die notgeilen Perverslinge für sie vermutlich schon Höchstpreise aufrufen. Die Jüngere kommt mehr nach dem Papa. Und ist das genaue Gegenteil ihrer Schwester. Ebenso hübsch, aber ein völlig anderer Charakter.

Es war für mich hochinteressant zu sehen wie komplett verschieden Kinder der selben Eltern sein können. Die Kleine ist ein Wildfang sondergleichen, schwimmt, taucht bis ihr – mangels Druckausgleich – beinahe die Ohren platzen. Heult sich wegen der anschließenden Kopfschmerzen dann ein wenig bei Papi aus und schlägt mich, sowie ihr – mir zu Hilfe geeiltes Schwesterlein – später bei „Rummikub„.

Ok, ich hatte von dem Spiel noch nie etwas gehört. Aber es fördert definitiv die kindliche Intelligenz. Und ich war schon stolz die Spielregeln nach nur ca. fünf Minuten Einweisung durch die junge Dame in Etwa verstanden zu haben. Die hat uns wirklich zur Schnecke gemacht. Und das nicht etwa mit einem zufälligen Zug. Die kleine Kröte hatte die ganze Zeit über genau die „Karte“ auf die ich selbst gewartet hatte. Die behielt sie bis zuletzt für sich. Hut ab junge Dame! Andererseits hatte sie auch den einzigen Joker im Spiel gezogen und somit etwas mehr Glück als ich.

Ihre Schwester konnte mir nicht mehr wirklich helfen, hatte ich doch das Spiel bereits weitestgehend verloren. Aber ok, ich spielte es schließlich auch zum ersten Mal in meinem Leben. Und dafür sah ich dann doch nicht ganz so bescheiden aus (hoffe ich zumindest). Später sollte ich dann von meiner neuen Freundin für „Fingerdrehen“ und andere lustige Spielchen „verhaftet“ werden, denen ich mich allerdings verweigerte. So süß ich manche Kinder auch finde, so sehr bin ich doch froh selbst keine zu haben.

Einen Tag mit ihnen halte ich aus. Aber wenn sie sich erst mal auf den Onkel Jerko eingeschossen haben, dann beginnen sie mich irgendwann doch zu nerven.

Welche Erkenntnis ziehen Sie daraus?

Ich zog die Erkenntnis, mich um 23.58 von Taxi Braco mit seinem Audi Q7 4.2 aus der Bucht abholen zu lassen. Dabei habe ich dummerweise vergessen, dass mein C63 in der Marina stand und ließ mich daher direkt vor meine Haustüre kutschieren. Ca. 90 Kuna (von insg. 180) sozusagen verplempert. Aber ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit dem Inhaber, der ein Autonarr erster Güte ist und einen CL63 AMG besitzt.

Am nächsten Morgen ging ich dann zu Fuß in die Marina. Das war ein netter kleiner Marsch von ca. 2,5 km am Meer entlang. Dass ich jemals in meinem Leben freiwillig so weit laufen würde hatte ich nicht gedacht. Jedenfalls erlaubte mir mein Spaziergang noch folgende Photos zu machen, zu denen ich sonst keine Gelegenheit gehabt hätte:

Was für ein geiler Himmel.

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