Warum Aleppo von der syrischen Armee erobert werden muss und die Russen genau richtig handeln!

In vielen Talkshows sind die Russen ja die Bösen, weil sie der offiziellen syrischen Armee dabei helfen Aleppo zurückzuerobern. Lediglich Harald Kujat vertritt öffentlich eine taktisch richtige Position. Aber schauen wir uns die Lage doch einmal selbst an. Man kann schließlich nur beurteilen, was man selbst einzuschätzen in der Lage ist. Richtige Entscheidungen setzen zuverlässige Faktenkenntnis voraus.

lagesyrien

Durch die Einnahme von Aleppo und des Gebietes nördlich davon schneidet die syrische Armee das Rebellengebiet zwischen Aleppo und Latakia von der Versorgung ab. Damit wird es über kurz oder lang wieder von der syrischen Armee beherrscht werden. Hochinteressant ist die Karte auch, weil sie eine Aussage zur Besiedlungsdichte trifft. Und diese korreliert im Regelfall eins zu eins mit dem Bildungsniveau. Denn in Städten ist der Anteil gut ausgebildeter Menschen höher als auf dem Lande. Um Bauer oder Ziegenhirte zu sein braucht es keiner Bildung. Nicht einmal lesen muss ich dazu können. Anders ist es in der Stadt, wo ich weder als Bauer noch als Ziegenhirte meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Betrachtet man nun den Anteil Syriens den dort der IS unter Kontrolle hat, so drängt sich der Verdacht auf, dass dort praktisch kaum jemand wohnt, weshalb es auch nicht das Primärinteresse von Assads Truppen oder den Russen sein kann dieses Territorium zurückzuerobern. Und folgende Karte bestätigt diesen Eindruck: http://www.geo-ref.net/de/syr.htm.

syrienbevoelkerung

Man kann also sagen, dass der IS lediglich in der Gegend nordöstlich von Aleppo in einem Gebiet mit dichterer Bevölkerung vertreten ist. Ansonsten hält er nur noch Gebiete mit einer Bevölkerungsdichte von weniger als 50 Menschen pro Quadratkilometer. Wäre man jetzt gemein, dann könnte man sagen, dass die ach so tolle westliche Anti-IS-Allianz ihre teuren Bomben mehr oder minder auf menschenleere Wüstengebiete wirft. Hoffentlich engagiert sie sich auch um Deir Essor (Dayr az Zawr). Denn dieses ist als potentieller Brückenkopf zu dem bei Palmyra von der syrischen Armee gehaltenen Gebiet von strategisch wichtiger Bedeutung.

Sind die Rebellen westlich von Aleppo erst einmal ausgehungert, wird die syrische Armee sich der Gegend östlich von Aleppo annehmen, womit der IS aus Richtung der Türkei jedenfalls keine Versorgung mehr erfahren wird. Und – viel wichtiger – selbst auch kein Öl mehr exportieren kann. Womit er von seiner wichtigsten Einnahmequelle abgeschnitten wäre. Das ganze Palaver der USA, welche die Bombenangriffe in Nordsyrien verteufeln, ist also nichts weiter als Ausweis ihrer minimalen strategischen Kompetenz. Oder aber einfach nur politische Verarsche und Stimmungsmache. Gelänge es den Syrern und der YPG sich an der Grenze zur Türkei zusammenzuschließen, so wäre dies ein enormer Erfolg im Syrienkrieg.

Interessant ist auch in welchen Gebieten die syrischen Rebellen besonders stark sind. Im Raum Aleppo mit einer Einwohnerzahl von 218/qm und einem kleinen Bereich bei Homs mit seinen nur 41,8 Einwohnern/qm. Man könnte also sagen, dass die Landbevölkerung gegen Assad rebelliert. Alle stark besiedelten Bereiche Syriens sind unter Kontrolle der syrischen Armee. Nimmt man jetzt wieder die obige Schlussfolgerung zum Zusammenhang von Bevölkerungsdichte und Bildung, dann rebellieren in Syrien offenbar vorwiegend Bauern und Ziegenhirten. Stellt man jetzt noch einen Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und gelebter Religiosität her, dann darf man schlussfolgern, dass die Rebellion gegen Assad vorwiegend dort stattfindet wo die Menschen besonders gläubig sind. Und da Assad es nicht zulässt, dass diese religiösen Landeier ihm sein Territorium streitig machen, wirft er also z.B. Fassbomben auf sie. Was zur Folge hat, dass diese Menschen flüchten. Es flüchten zu uns also vorwiegend religiöse Landeier, derweil die Menschen in z.B. Latakia oder Damaskus mit ihrem “Diktator” Assad offenbar keinerlei Probleme haben. Warum sollten sie auch? Denn so geht es ihnen in Latakia:

Und so geht es ihnen in Damaskus:

Der Bürgerkrieg in Syrien ist also ein Aufstand religiöser Landeier und nicht etwa breiter Teile der syrischen Bürgerschaft. Das aber hat uns unsere Presse so noch nie gesagt!

Und der IS konnte sich daher auch besonders gut gerade dort ausbreiten, wo die Syrer größtenteils völlig rückständige Wüstenbewohner sind. Nämlich weil ein gläubiger Analphabet den IS natürlich viel eher unterstützt als ein tanzender und Alkohol trinkender junger Mann aus Damaskus. Der hat mit dem IS genausoviel am Hut wie ich. Der will Spaß haben, hübsche Mädels flachlegen und die Nächte durchfeiern. Anders als der junge Bauerssohn in der Drittweltstadt Deir Essor.

Fällt einem ein Unterschied zwischen Latakia, Damaskus und Deir Essor auf? Kann sich hier einer selbst vor Beginn des Bürgerkrieges rauschende Parties mit in Strömen fließendem Alkohol vorstellen? Auch sehe ich in Deir Essor keine einzige unverhüllte Frau.

Das sind die wahren Fakten des syrischen Bürgerkrieges. Es ist ein Krieg der unterentwickelten, primitiven, streng gläubigen syrischen Muslime gegen die fortschrittlichen, westlich orientierten und säkulären Syrer. Es ist der Krieg Steinzeit gegen Moderne. Es ist ein Krieg des Islam gegen den Westen. Und die Menschen, die dafür, dass sie das westliche Syrien angegriffen haben, mit Fassbomben abgestraft werden, flüchten nunmehr millionenfach nach Europa und hier vor allem Deutschland. Ich hoffe dies macht jedem klar, dass wir uns hier hunderttausende potentieller IS Sympathisanten ins Land geholt haben. Primitive junge Männer aus Deir Essor, Rakka und anderen syrischen Drittweltwüstenstädten. Die wenigen säkulären Syrer aus Rakka usw. werden innerhalb Syriens z.B. zu Verwandten nach Damaskus geflohen sein. Denn sie haben von Assad nichts zu befürchten. Die Radikalen und Islamisten können aber nicht dorthin, denn sie würden von Assads Spitzeln verraten und Probleme bekommen. Diese Primitiven flüchten nach Deutschland. Und das erklärt auch warum 80% von ihnen junge Männer mit keiner oder nur geringer Bildung sind. Es sind Opportunisten, die nicht auf Seiten des IS kämpfen wollen weil ihnen ihr Leben lieb ist. Aber es sind auch diejenigen, die ernsthaft gläubig sind und daher für den IS, dessen Ideologie und dessen Frauenbild eine gewisse Bewunderung hegen. Und diese zeigen sie hier ja auch teilweise ganz offen.

Es ist leicht eine radikale Ansicht zu haben, wenn man in einem Land sitzt wo man in Sicherheit ist und man selbst ziemlich radikale Ansichten und Religionen frei ausleben darf. In Syrien wäre von ihnen verlangt worden für ihre Ansicht ihr Leben zu riskieren. Davor sind sie geflohen, nicht weil sie gegen den IS und dessen Ideologie waren. Sie sind aus Feigheit geflohen, um hier folgenlos ihr Maul aufreissen zu können, weil wir deutschen Gutmenschen das dulden.

Das Frau Merkel sind die wahren Fakten der Akte Syrien! Und die haben Sie uns verschwiegen. Stattdessen belügen Sie und Ihr Anhängerpack das eigene Volk jeden Tag aufs Neue. Sie und Ihre Großstrategen sind zu dumm, um zu sehen, dass allein Assad ein Garant für ein westliches, säkuläres Syrien war. Weil dieser Mann um die Bildungskluft zwischen Stadt und Land wusste und ebenso, dass sein Land für eine echte Demokratie noch lange nicht reif sein wird.