Was für einen Unfug betreibt dieser EZB-Supermario Draghi eigentlich? – Eine kleine Erklärung der Geldpolitik der EU

Er ist Italiener. Die konnten mit Geld noch nie umgehen. Leider trifft das aber nicht den Kern. Er verfolgt einfach einen komplett realitätsfernen ökonomischen Ansatz!

Schlimm genug, dass man mit Draghi den Bock zum Gärtner der EZB gemacht hat. Zuvor war er bei Goldman Sachs. Einer der größten Finanzverbrecherorganisationen der Welt. Und natürlich ist Herr Draghi Professor und ein ganz furchtbar schlauer Mann, senkte er den Leitzins doch am heutigen Tage (10.03.16) auf 0,00% und den Strafzins für die Einlagen der Banken bei der EZB auf 0,4%. Vereinzelt hört man, dass die Banken mit diesen Einlagen ihr Geld aus Angst vor Diebstahl in Sicherheit bringen würden. Das ist natürlich völliger Quatsch, weil das Geld ohnehin nur noch elektronisch fließt.

Warum aber haben Banken Einlagen bei der EZB? Dazu siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Einlagefazilit%C3%A4t#Bedeutung_f.C3.BCr_den_Geldmarkt. Zum einen, um Liquiditätsüberschüsse abbauen zu können. Wer würde das nicht auch im privaten Bereich gerne tun? Überflüssiges Geld anlegen, um Zinsen dafür zu bekommen? Natürlich jeder! Zum zweiten, um den Interbankenmarkt zu fördern, denn je niedriger die Zinsen bei der EZB, desto eher werden die Banken ihre überflüssigen Gelder bei anderen Banken anlegen, sofern diese natürlich mehr Zinsen als die EZB bezahlen. Was z.B. Griechenland mittelbar über seine Banken mit seinen Staatsanleihen tut.

So weit so gut. Strafzinsen der EZB machen also Sinn, denn damit lohnt es sich für die Banken ganz einfach nicht mehr das Geld sozusagen „im Schlaf“ zu verdienen. Sie müssen sich etwas anderes einfallen lassen, nämlich z.B. Kredite vergeben. Oder faule Anlagen zu verkaufen. Oder die Frauen der Bankangestellten auf den Strich zu schicken. Irgendwo muss das Geld ja schließlich herkommen. Und in einer Welt, die vom Wachstum so abhängig ist wie ein Heroinsüchtiger von der Nadel, muss es eben immer mehr und mehr Geld werden. Weshalb wir zum Ausgleich für die stetige Vermehrung der Geldmenge die Inflation benötigen. Denn eigentlich darf das Geld nicht wirklich mehr wert werden, es sei denn der Wert aller Wirtschaftsgüter, Ressourcen usw. wächst in gleichem Maße wie die Geldmenge; oder – korrekter – deren Wert. Und dieser ist in starkem Maße von subjektiven Empfindungen abhängig.

Ich versuche Ihnen das einmal wie folgt zu verdeutlichen: Wie viele Lottomillionäre haben ihr Vermögen binnen kürzester Zeit durchgebracht? Sehr viele, weil sie den Wert des ihnen plötzlich zur Verfügung stehenden Geldes einfach nicht mehr zu schätzen wussten. Sie hatten ja einfach so vermeintlich unendlich viel davon und mussten so gar nichts dafür tun. Hart verdientes Geld gibt sich deutlich schwerer aus als gewonnenes oder geschenktes Geld. Gerade wirklich reiche Leute gehen mit ihrem Geld oft geradezu knauserig um. Siehe z.B. die Aldi-Brüder.

Hier aber macht uns der Euro einen Strich durch die Rechnung. Denn dieser wird in Europa durch harte Arbeit verdient. Anders als die Briten und die Amis sind die Euro-Staaten auch keine Spekulationsblasen, sondern geradezu ein Muster an Stabilität. Die Briten wissen schon sehr genau, warum sie dem Euro-Raum nicht beitreten wollen. Denn ihr komplettes – auf Lug und Betrug basierendes – Finanzgeschäftsmodell würde sie binnen weniger Jahre in den Ruin treiben. Sie produzieren nichts, sie können nichts und nicht einmal ein einziger Automobilhersteller ist mehr in britischer Hand. Dafür verkaufen sie Luxusappartements in London an vermeintlich steinreiche Araber. Wie lange die noch „steinreich“ sein werden, das können Sie gerne hier nachlesen: http://www.jerkos-welt.com/2016/01/10/oelpreisschock-saudi-arabien-geht-das-geld-aus/.

Nun hinkt die EUR-Inflation der Geldmengensteigerung schon jahrelang massiv hinterher. U.a. durch die Euro-Rettungspakete im Rahmen derer wertlose Papiere zu deren Nominalwert durch echte EUR ersetzt werden. Das ist so ähnlich als würde man für ein Kilo Scheiße ein Kilo Gold erhalten. Also muss wieder Geld aus dem Markt genommen werden. Das funktioniert z.B. durch Strafzinsen. Denn was würde passieren, wenn irgendwann viel zu viel Geld im Markt wäre? Hatten wir schon mal in Deutschland. Nannte sich Hyperinflation. Seinerzeit allerdings, weil die Menschen nicht mehr an den Wert des Papiergeldes glaubten, und daher keine Güter mehr dafür hergeben wollten. Der Bauer aß seine Kartoffeln lieber selbst, als sie gegen wertlose Papierscheine einzutauschen. Und der Bäcker sah das nicht anders. Weshalb irgendwann sogar Gold gegen Brot getauscht wurde.

Das ist heute bedeutend anders. Die Läden sind rappelvoll und die Menschen in Europa konsumieren lustig vor sich her. Die Anbieter von Waren und Dienstleistungen bieten ihre Produkte geradezu wie auf einem Basar feil. Deutschland exportiert wie verrückt und der Euro ist so stabil, dass unsere Inflationsrate im Februar 2016 im Vergleich zum Vorjahresmonat um -0,1% lag (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/). Das ist faktisch eine Deflation! Sinkende Preise sollten eigentlich jeden freuen. Nur Herrn Draghi offenbar nicht.

Denn Herr Draghi – als US-orientierter Bänker – ist die Lehre des lukrativen Wachstums gewohnt. Immer weiter, immer schneller und immer mehr. Was aber die Börse betrifft, ist eine Deflation – also sinkende Preise – interessanterweise überhaupt kein Problem. Aktienkurse stürzen alle Nase lang ab. Und teilweise schon bis ins Bodenlose. Aber worin bloß liegt der Unterschied zwischen einem Aktienkurs und dem Preis für eine Tomate im Supermarkt? Bleiben Sie diesem Artikel noch ein wenig gewogen und Sie werden es erfahren. Und – kleiner Hinweis – es hat – natürlich – wie immer etwas mit Geld zu tun.

Nun kommt noch ein weiteres Problem für Herrn Draghi hinzu. Die Ölpreise sind so niedrig wie noch nie. Wie schwimmen geradezu im Öl, obwohl die Unken in den 70er Jahren prognostizierten, dass es heute schon längst keines mehr geben würde. Und da Öl sozusagen das Blut der Weltwirtschaft darstellt, sinken die Preise vieler Produkte schon allein dadurch, was die Gefahr einer Deflation (Sachen werden billiger) nach sich zieht. Die Hersteller verdienen also weniger und deren Zulieferer müssen die Preise senken, damit der Gewinn der Hersteller gleich bleibt. Denn keiner will schließlich weniger haben als zuvor. Und was für einen Protest gäbe es wohl, wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern sagt: Eure Lebenshaltungskosten sind um 10% gesunken. Daher senke ich Eure Löhne auch um 8%. Sie hätten real immer noch zwei Prozent mehr als vorher, aber der Aufschrei wäre gewaltig!

Draghi peilt nicht, dass das US-System vom schwarzen Freitag 1929 und die letzte immobilienblasenbedingte Finanzkrise hier in Europa nicht die gleichen Auswirkungen zeitigen würden. In den USA brachten sich ein paar Leute um, die anderen rappelten sich wieder auf und es ging weiter. In Europa führte die Krise von 1929 indes zum zweiten Weltkrieg!

Die USA gehen der Geldentwertung aus dem Weg, indem sie von Zeit zu Zeit einfach das gesamte System derart kollabieren lassen, dass die Leute froh sind, wenn sie überhaupt wieder etwas zu fressen haben. In den USA rechnet auch kein Bürger mit der Hilfe des Staates. Das wird in Europa aber – wie gesagt – nicht funktionieren, sondern zu Massentumulten und politischer Radikalisierung führen. Denn hier ist der Staat im Notfall der Ernährer. Und wenn der auch noch ausfällt, dann kommen staatsfeindliche Kräfte an die Macht. Herrn Draghi ist jetzt der massive Vorwurf zu machen, dass er das überschüssige Geld im Markt nicht einfach rausnimmt und einige wenige leiden lässt, nämlich z.B. die Spekulanten die faule griechische Anleihen gekauft haben. Und das sind garantiert nicht alles deutsche Rentenfonds oder Lebensversicherungen!

Aber nein, seine EZB kauft diese notleidenden Anleihen auch noch auf, für monatlich nun künftig 80 statt 60 Millarden EUR, und pumpt damit noch mehr Geld in den Markt. Scheiße wird damit zu Gold. Hierin liegt der Hirnriss von Draghis Denken. Denn selbst wenn institutionelle Fonds (z.B. Rentenversicherer) ihre faulen Anleihen so loswerden können, so gewinnen sie dadurch nur für einen kurzen Moment etwas Luft, haben aber danach keine Langfristperspektive mehr. Denn wo sollen sie das Geld nun anlegen? An den spekulativen Aktienmärkten z.B. dürfen sie es nicht anlegen und mit den z.B. griechischen Staatsanleihen hat es ja schon einmal nicht funktioniert. Nun könnte man aber doch in solide Anleihen wie z.B. die 10-jährigen Bundesanleihen investieren. Die bringen aktuell sagenhafte 0,2660% (http://www.finanzen.net/zinsen/10j-Bundesanleihen). 100.000 EUR auf diese Weise verzinst bringen nach 10 Jahren sagenhafte

zinsundzinseszins

Aus 100.000 EUR sind also pro Jahr knapp etwas über 270 EUR mehr geworden. Damit gehen die staatlichen Rentensysteme nunmehr faktisch endgültig zum Teufel. Von wegen „Die Rente ist sicher“ Herr Blüm!

Draghi versteht nicht, dass es einer Deflation und einer Rückkehr zum Konsumverzicht bedarf, weil die Konsumentenmärkte weitestgehend gesättigt sind. Jeder hat inzwischen ein Smartphone mit 4-Kern-Prozessor. Kaum einer braucht noch neue Computer. Autos haben heute alle Navi, Klima usw. Es gibt kaum noch irgendeine Innovation in einem Auto, wegen der es Sinn machen würde sich ein Neues zu kaufen. Es sei denn die Reparaturen am alten Auto nehmen im Vergleich zum Wert überhand. Und selbst dann gibt es inzwischen mehr und mehr Leute, die aus ökologischen Gründen trotzdem in ihr geliebtes Auto investieren. Oder Menschen wie mich, die ihren kleinen Mercedes-Fuhrpark als wesentlich bessere Geldanlage ansehen, denn Aktien oder ein Tagesgeldkonto. Und nebenbei macht ein C63 AMG auch deutlich mehr Spaß, als ein Kontoauszug.

Ich nehme mal mich selbst als Beispiel. Mein Kleiderschrank ist übervoll. Handgefertigtes Schuhwerk besitze ich im Übermaß. Ich arbeite – wenn überhaupt noch – mit einem gebrauchten Lenovo-Notebook Bj. 2007. Das habe ich vor Jahren mal für 160 EUR bei Ebay ersteigert. Ein Iphone habe ich nicht. Auch kein Ipad. Mein letztes Smartphone (Sony Xperia Z3 compact) habe ich mit einem 2-Jahre 24,99 EUR mtl. Vertrag als Draufgabe bekommen. Ich wüsste im Moment nicht wofür ich mein Geld ausgeben sollte. Was dazu führt, dass ich mich frage wozu ich es eigentlich noch verdienen soll.

Die heutige Jugend hingegen konsumiert Coffee, Essen und Kleidung „to go“ (http://www.jerkos-welt.com/2016/02/10/fast-food-fast-fuck-fast-fashion-der-untergang-des-abendlandes/) und ein Großteil (wie immer die Erfolglosen) ist gar nicht mehr willens Fleiß in Statussymbole zu investieren. Denn für läppische 49 EUR monatlich kriegt man ja schon das Iphone 6 mit Vertrag. Teure Cabrios oder megamotorisierte Automobile mit irrsinnigen Spritverbräuchen gelten als asozial. Das passt einfach nicht zu vegan und Starbucks, von wo aus man dann mit dem Macbook pro als cooler Kleingeldverdiener in z.B. der Werbebranche dann seine „Emails checkt„. Abends kommt man dann in sein winziges Appartement. Weil mehr braucht man als Single ja auch gar nicht. Und via Tinder findet sich dann alle paar Tage eine Muschi, die mal wieder was zwischen die Beine braucht. Die hat zwar selbst auch nichts, weil ihr Geld doch nicht wichtig ist. Weshalb sie am gleichen Morgen noch einem alten Sack für einen Fuffi als Hobbyprostituierte einen geblasen hat.

Gut, dass der alte Sack nicht ich war. Denn mir ist mein Geld erstens zu schade für sowas, und zweitens kriege ich das immer umsonst:

schwanz

Dafür natürlich nicht jeden Tag, sofern ich das entsprechende Weibsstück mal wieder vor die Tür gesetzt habe, so wie meine Ex, die Fachanwältin für Lug, Betrug und Oralverkehr, sowie natürlich auch Medizinrecht.

Fakt ist, dass eine Deflation nicht zu vermeiden sein wird. Und schon gar nicht können wir noch und noch mehr unsinnig konsumieren, damit die Weltwirtschaft immer weiter wächst. Denn dafür ist diese Welt nicht ausgelegt. Es wird nicht jeder Auto fahren können und es wird auch irgendwann nicht mehr jeder überleben können. Nicht schön, war aber z.B. auf einzelne Nationen bezogen schon immer so. Die Leute in Irland und Italien hatten irgendwann nichts mehr zu beißen und sind nach Amerika ausgewandert. Jetzt ist aber bedauerlicherweise die ganze Welt schon überfüllt und wir haben keinen Nachbarplaneten auf den wir auswandern könnten. Also werden sehr viele Menschen eben sterben müssen, sollten wir sie nicht alle in Europa aufnehmen, was wir selbstverständlich nicht wollen, schon weil wir es gar nicht können. Und sterben werden eben die Schwächsten und Ärmsten und nicht die Stärksten. So will es das eherne Gesetz des nicht überwindbaren Sozialdarwinismus. Leider, denn schön ist das natürlich nicht. Aber notwendig!

Und zum Abschluß noch die Erklärung warum die Deflation an der Börse kein Problem darstellt, die im Supermarkt aber doch. An der Börse sind die Verluste vieler Kleinspekulanten die Gewinne der Großspekulanten. Im Supermarkt hat allein der kleine Mann einen Vorteil davon, dass die Tomate günstiger ist. Der Kapitalist kann keinen Vorteil daraus ziehen.