Was kann Europa eigentlich tun, um die Situation in Arabien/Afrika zu verbessern?

Zuerst einmal gilt es einige Dinge zu konstatieren. Erst die sorgfältige Analyse von Problemursachen erlaubt es zielführende Lösungsansätze zu finden.

  1. Weite Teile Afrikas und Arabiens sind muslimisch.
  2. Das Bildungsniveau ist in Afrika und Arabien vergleichsweise gering.
  3. Die Bevölkerung nimmt stärker zu als die Landwirtschaft sie noch zu ernähren in der Lage ist.
  4. Es gibt diverse Milizen (Terrorgruppen) in Afrika und Arabien. Z.B. Al Shabaab, Boko Haram und natürlich den IS, um nur die „populärsten“ zu nennen.
  5. Seit Jahrzehnten gezahlte Multimilliarden an Entwicklungshilfe haben nicht zu einem einzigen wirtschaftlich prosperierenden Staat in der gesamten Region geführt.
  6. Viele der Staaten sind reich an Bodenschätzen wie Gold, Kupfer, Diamanten oder Öl.
  7. Die meisten Staatsgebiete sind von Kolonialmächten definiert worden ohne Rücksicht auf die Ethnien.
  8. Praktisch alle Staaten sind Diktaturen, Königreiche oder Autokratien.

Hier kann man sich eine Weltkarte herunterladen, die die nationalen und innerstaatlichen Konflikte auf der Welt im Jahre 2014 aufzeigt: http://www.hiik.de/de/konfliktbarometer/pdf/ConflictBarometer_2014.pdf. Weiterhin werden die einzelnen Konflikte detailliert erklärt.

Nachstehend die Karte der innerstaatlichen Konflikte:

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Schwarz steht für Krieg, blau für einen begrenzten Krieg, hellblau für eine Gewaltkrise und grau für Frieden. Nachfolgend die Karte der nationalen Konflikte.

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Man kann eigentlich sagen, dass praktisch in ganz Afrika und Arabien Krieg oder Bürgerkrieg herrscht. Gewalttätige Auseinandersetzungen verursachen logischerweise Flucht und behindern die wirtschaftliche Entwicklung. Aber was ist der Grund für diese permanenten gewalttätigen Auseinandersetzungen?

Viele Gutmenschen behaupten, dass die Kolonialmächte schuld seien. Das ist vordergründig sicherlich richtig, denn wenn ich – wie in Ruanda geschehen – eine Minderheit (Tutsi) zum Herrscher über eine Mehrheit (Hutu) mache, dann bietet dies natürlich Konfliktpotential. Allerdings fanden die Kolonialmächte Deutschland und Belgien bereits solcherart etablierte Verhältnisse dort vor (https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_in_Ruanda#.E2.80.9ETutsi.E2.80.9C_und_.E2.80.9EHutu.E2.80.9C_in_vorkolonialer_und_kolonialer_Zeit), so dass man den vermeintlichen Fehler stark relativieren muss. Dann war der Stellvertreterkrieg zu Zeiten des kalten Krieges zweifelsfrei mit Schuld an dem Chaos. Aber der kalte Krieg ist eigentlich seit dem Mauerfall im Jahre 1989 vorbei. Natürlich hatte er noch ein paar Jahre Nachwehen zur Folge. Aber doch nicht ganze 26 Jahre! Zudem ist in der Zeit ja nichts wirklich besser geworden. Es wurde vielmehr immer schlimmer!

Wenn unsere Versagerkanzlerin jetzt davon schwadroniert, dass man die Fluchtursachen bekämpfen müsse, dann sollte sie sich bitte einmal obige Karten anschauen und sich bloß einmal fragen, ob das nicht möglicherweise unsere Fähigkeiten und Mittel komplett übersteigt? Manchmal muss der Mensch sich einfach zugestehen, dass er machtlos ist und den Dingen ihren Lauf lassen. Ich jedenfalls würde nicht versuchen jemanden alleine vor einem wütenden Mob zu retten. Ganz einfach weil ich weiß, dass ich dabei zwingend selbst draufgehe und letztlich trotzdem nicht helfen konnte. Vielleicht kriegen wir ja in Nordafrika noch so etwas wie halbwegs Frieden hin. Vielleicht gelingt es uns den IS aus dem Irak zu vertreiben, der dann einfach weiter südlich oder in Afrika weitermachen wird. Denn wen der IS unterdrückt, auf wessen Kosten er also lebt, ist ihm sicherlich herzlich gleich.

Aber der IS ist gar kein so großes Problem. Die Mischung aus den oben aufgezählten Fakten ist das Problem. Eigentlich reiche Länder werden von kleinen Machtcliquen ausgeplündert. Die Stämme untereinander bekriegen sich fortwährend, weil sich auch nach Jahrtausenden noch keinerlei stabile Friedenskultur entwickelt hat. Viele Menschen haben sich daran gewöhnt, wenn vielleicht auch erzwungenermaßen, von Entwicklungshilfe zu leben. Bildung ist nahezu ein Fremdwort. Die Religion lehrt einen zudem, dass das Leben im Diesseits (Ad-Dunja) ein Jammertal ist, welches man hinnehmen muss. Durch eifriges Beten kommt man später in den Himmel. Und es gilt bereits als Studium, wenn man die Suren des Koran auswendig lernt. Jetzt leisten wir uns zwar auch so einen Blödsinn wie das Studium der Theologie. Aber derweil das bei uns nur ein paar Spinner betrifft, wird die Koranschule (https://de.wikipedia.org/wiki/Madrasa) im muslimischen Raum als ernsthafte Schule angesehen. Dabei vermittelt sie keinerlei für das Leben relevante Bildung. Ohne den Koran, und erst Recht ohne ihn auswendig zu kennen, könnten die Menschen sehr gut leben. Ohne den Ackerbau, die Viehzucht, den Hausbau, den Verkehr und die vielen anderen menschlichen Errungenschaften hingegen nicht.

Und so sind im Laufe der Jahre intellektuell, wissenschaftlich und wirtschaftlich völlig lebensunfähige Gesellschaften entstanden. Während der Bevölkerungsüberschuss früher noch wegstarb wie die Fliegen, überleben aufgrund der von den entwickelten Staaten geleisteten Hilfe immer mehr Menschen. Was zu immer knapper werdenden Ressourcen führt. Jetzt war der Genosse Mao sicherlich kein Genie. Aber selbst er war schlau genug, um 2 und 2 zusammenzuzählen. Ergebnis war die Ein-Kind-Politik. Nur wir sind es offenbar nicht, weil unser Gutmenschentum uns scheinbar die Pflicht fühlen lässt jedes Wesen mit menschlichem Genom durchzuziehen. Ob wir damit seiner Gesellschaft im Ergebnis einen Gefallen tun oder nicht. So wird der ungebildete Mensch eben lieber von Hilfslieferungen leben als im Schweiße seines Angesichts selbst etwas anzubauen.  Ich selbst lebe ja auch lieber von meinen Mieteinnahmen als für mein Geld noch arbeiten zu müssen.

Wir müssen uns wohl langsam auf eine unschöne Realität einstellen. Den Arabern und Schwarzafrikanern ist leider nicht zu helfen durch unsere fortwährende Einmischung. Auch wir in Europa haben Jahrhunderte gebraucht, bis wir uns soweit entwickelt hatten, dass wir in Frieden miteinander zusammenleben konnten. Dazu mussten wir solche kranken Typen wie, Hitler, Mussolini und Franco ertragen und viel menschliches Leid erdulden. Erst als ich 7 Jahre alt war, wurde in Spanien zum ersten Mal überhaupt frei und demokratisch gewählt. 1936 befand sich Spanien im Bürgerkrieg und 1991 noch Ex-Jugoslawien. Die Kultur des Friedens ist also auch bei uns noch nicht ganz so alt. Wieso erwarten ausgerechnet wir von Arabern und Afrikanern, dass diese schneller lernen – und noch dazu von uns – als wir dazu imstande waren?

Auch sollten wir lernen unsere Grenzen zu erkennen. Mein AMG ist sicherlich in den Händen eines Spitzenfahrers auf der Nordschleife ein irrsinnig schnelles Auto. Und so manch ein geübter Dauerschnellfahrer würde die 320 km/h auch auf der Autobahn öfter mal ausfahren. Ich aber kenne meine Grenzen und habe es bisher nur ein paar seltene Male auf knapp über 300 km/h geschafft. Weil ich eben nicht zur Selbstüberschätzung neige, wie z.B. meine Ex, die Fachanwältin für Lutsch und Schluck…

…sowie natürlich auch Medizinrecht! Die sich für eine erfolgreiche Juristin hielt und alle um sich herum blendete, obwohl sie tatsächlich praktisch von der Hand in den Mund lebt.

Und die Tatsache, dass ich einen TVR Griffith mit 272 PS an der Hinterachse ohne ABS, ASP, ASR, Servo oder irgendeine andere elektronischen Fahrhilfe mehrere Jahre lang als Daily Driver und bei Wind und Wetter überlebt habe, zeigt auf, dass ich vielleicht ein ganz guter Autofahrer bin und ein schrägstehendes Heck noch einfangen kann. Aber vor allem, dass ich mich niemals selbst überschätze. Ich nehme gerade diese beiden  Beispiele her, weil typischerweise Männer mit schnellen Spielzeugen zur Selbstüberschätzung neigen und ihre Grenzen irgendwann überschreiten. So wäre z.B. Stefano Casiraghi heute sicherlich noch am Leben, hätte er sich nicht überschätzt. Gleiches gilt auch für viele Autorennfahrer. Und “überhöhte Geschwindigkeit” ist hierzulande nicht zuletzt immer noch Unfallursache Nr. 1.

Nur unsere größenwahnsinnigen Politiker kennen ihre Grenzen ganz offenbar nicht. Aber andauernd dummes Zeugs von sich zu geben ist schließlich auch nicht mit einem Todesrisiko verbunden. Als Politiker kann ich den pseudointellektuellen Raser oder gar Geisterfahrer geben, weil mein einziges Risiko nach einiger Zeit bloß noch darin liegt, dass ich auf Kosten des Steuerzahlers mit einer äußerst üppigen Rente entsorgt werde.

Da sind mir Charakterköpfe wie Putin oder Trump lieber als die Diplomaten-Niete Steinmeier. Die sagen wenigstens was sie ehrlich denken. Und nur so etwas erzeugt letztlich beim jeweiligen Verhandlungspartner wirklichen Respekt.