Was wäre, wenn bei uns Christen Terroristen wären? …

… fragt eine saudische Journalistin, wie aktuell die Epochtimes berichtet. (http://www.epochtimes.de/politik/welt/saudische-journalistin-fragt-muslime-was-wenn-bei-uns-christen-terroristen-waeren-a1312663.html?meistgelesen=1)

Ich habe mir erlaubt die zitierten Auszüge ihres Artikels (http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/9037.htm#_ednref1) ins Deutsche zu übersetzen. Zum einen weil nicht klar ist, wie lange dieser Artikel online sein wird. Zum anderen weil er auch den Deutschen zugänglich sein soll, die des Englischen nicht mächtig sind. (Wussten Sie – by the way – dass der türkische Möchtegern-Sultan-Prolet Erdogan kein Englisch spricht?)

Ich verneige mich vor Nadine Al-Budair. Einer bildhübschen (s.o.) und ungemein intelligenten Frau.

„Stellen Sie sich vor die westliche Jugend käme her, um auf einem unserer öffentlichen Plätze Selbstmordattentate im Namen des Kreuzes durchzuführen. Stellen Sie sich vor, dass zwei Wolkenkratzer in einer arabischen Hauptstadt kollabiert wären. und dass eine extremistische christliche Gruppe, urzeitliche Gewänder tragend, die Verantwortung dafür übernehmen würde. Fest dazu entschlossen christliche Regeln – ihrem eigenen Verständnis gemäß – wiederzubeleben, um so zu leben wie zu Zeiten von Jesu und seiner Jünger und dazu diverse Glaubensdekrete christlicher Religionsgelehrter umzusetzen.“

„Stellen Sie sich vor, in und außerhalb der arabischen Welt die anklagenden Stimmen von Mönchen und Imamen aus den Lautsprechern von Gebetshäusern und Moscheen gellen zu hören. Wonach alle Muslime Ungläubige seien und im Sprechgesang dazu auffordernd, dass Gott sie alle vernichten und besiegen möge.“

„Stellen Sie sich vor wir hätten eine endlose Zahl von ausländischen Menschen mit Visa, Personalausweisen, Staatsbürgerschaften, vernünftigen Arbeitsplätzen, kostenloser Bildung, kostenloser moderner Gesundheitsversorgung, sozialer Sicherheit usw. ausgestattet. Und später käme ein Mitglied einer dieser Gruppen, verblendet von Hass und Blutgier, und tötete unsere Söhne in unseren Straßen, in unseren Gebäuden, in unseren Zeitungsredaktionen oder in unseren Moscheen oder Schulen.“

„Stellen Sie sich einen Franzosen oder Deutschen in Paris oder Berlin vor, der seinen muslimischen Nachbarn irgendwo hinführt, um ihn abzuschlachten und seinen Kopf danach in kalter und berechnender Absicht in einer Gefrierbox zu lagern… wie es vor Jahren ein Terrorist in Riad mit dem Kopf eines Amerikaners tat.“

„Stellen Sie sich vor, wir hätten eines ihrer Länder als Touristen besucht und sie hätten auf uns geschossen, Autobomben zwischen uns gezündet und ihren Widerstand gegen uns kundgetan, indem sie gesungen hätten: „Entfernt die Muslime aus dem Land der Kultur.“

„Diese Bilder sind unvereinbar mit dem Geiste des arabischen oder muslimischen Terroristen, weil er sicher ist, oder sich zumindest sicher sein konnte, dass der Westen humanitär denkt und seine Bürger es verweigern würden in dieser Weise auf die barbarischen Verbrechen muslimischer Terroristen zu antworten. Trotz der terroristischen Akte von Al-Qaida und ISIS lebten wir Muslime auf westlichem Boden Jahrzehnte ohne Furcht oder Sorgen. Millionen muslimischer Touristen und Immigranten, Studenten und Arbeitssuchende kamen in den Westen, der seine Türen offen hielt und seine Straßen sicher für uns Muslime.“

„Wie auch immer, wie lange noch wird diese westliche Ansicht anhalten? Heute schon sind die Dinge anders. Der westliche Ärger über Muslime ist offensichtlich und manche tätigen furchteinflößende Erklärungen. Einer der sich zuletzt an die Spitze der Bewegung setzte ist Donald Trump, der verlangt, dass Muslimen die Einreise in die USA verboten wird.“

„Es ist seltsam, dass wir Muslime glauben das Recht dazu zu haben solche Forderungen zu verdammen, anstatt sie als Auswirkung unserer extremistischen Lehren, unserer Bildung und unserer Regierungen anzusehen und uns dafür zu schämen … Es ist seltsam, dass wir den Westen verdammen, anstatt zu sehen was in unserer eigenen Mitte passiert. Die extremistische Weise in der wir die Scharia interpretieren und unsere reaktionären Geisteshaltungen untereinander und dem Rest der Welt gegenüber. Es ist seltsam, dass wir die Welt um uns herum verdammen, anstatt uns bei ihr zu entschuldigen.“

„Wie würden Sie reagieren, wenn ein Europäer ein Kino oder Café welches Ihr Sohn besucht, in Ihrer Stadt in die Luft jagen würde? Was würden Sie tun, wenn Sie jeden Sonntag Flüche gegen Ihre Religion hören würden, so wie sie sich die Christen an Freitagen oder auch anderen Tagen von einigen unserer Imame anhören müssen?“

„Stellen Sie sich vor in Amsterdam, London oder New York zu sein und zu wissen, dass Studenten dort als Teil ihrer Ausbildung lernen, dass Sie ein Ungläubiger sind und Sie zu töten Teil des Jihad ist, der sie zu den Jungfrauen des Paradieses führt. Würden Sie Ihren Aufenthalt dort bis zum Ende des Sommers verlängern? Oder würden sie diese Orte meiden? Würden Sie sich in die Luft sprengen, wie es muslimische Terroristen tun? Oder würden Sie bloß Ihre Wut beherrschen und fordern, dass Christen nicht in arabische Länder einreisen dürfen. Was würden Sie tun?“

„Stellen Sie sich den Krieg vor, der ausbrechen würde, wenn die westliche Welt ihre Werte angesichts der blutigen Verbrechen, begangen von Fremden, vergessen hätte und westlicher oder christlicher Gegenradikalismus in unsere arabischen Städte eingedrungen wäre.“

„Und trotz all dieser Schande werben einige arabische Beobachter weiterhin mit der armseligen Botschaft, indem sie die Worte rezitieren, die sie schon millionenfach wiederholt haben: „Die Muslime, die Anschläge begehen, repräsentieren nicht den Islam, sondern nur sich selbst.“

„Das ist alles was wir können – uns von Schuld reinzuwaschen.“