Welchen Nutzen haben eigentlich Frauen noch?

Zumindest für den modernen Mann?!

Nehmen wir mal ein Männchen so mit ca. 14-15 Jahren. Bis vor kurzem hat es mit seinen Freunden nach der Schule noch mit dem Tennisball auf dem Schulhof herumgebolzt. Mädels durften selbstredend nicht mitspielen! Nachmittags im Tennisclub bemerkte es dann, wie sich beim Betrachten des Spiels zwischen der blonden Tina und der brünetten Kerstin bei ihm etwas regte, weil die Oberweite der süßen Tina so lustig auf und ab hüpfte. Überhaupt war er zunehmend lieber mit der Tina zusammen und irgendwann ging es mit Fummeln im Kino los und endete im Bett, als ihre Eltern mal ein Wochenende verreist waren.

Man probierte in der Folgezeit alles Mögliche zusammen aus, hatte viel Spaß, aber irgendwann nervte die Tina dann doch und wurde gegen die dunkelhaarige Melanie ausgetauscht. Ob blond, ob braun, als junger Mann liebt man alle Frauen. Die Melanie hatte zwar weniger Oberweite, dafür aber als Reiterin einen superknackigen Hintern. Trotzdem nervte es den jungen Mann irgendwann, dass die Melanie praktisch jedes Wochenende auf Reitturnieren verbrachte (und er nach ihrem Wunsche immer mit dabei sein sollte). Und so machte er von einem Kumpel aus telefonisch mit ihr Schluß und schon bald fand sich wieder Ersatz.

Je älter die Mädels wurden, desto leichter waren sie zu haben. Und eigentlich ging es dem jungen Mann immer nur um Sex. Über was sollte er sich auch mit den meisten Frauen unterhalten? Mode, Pferde oder Schminktipps? Er hatte aber zwei platonische Freundinnen. Die eine war lange Zeit verliebt in ihn, was er aber nicht bemerkte. Ein sehr attraktives und auch intelligentes Mädchen. Und die andere war eigentlich eher ein Junge im Frauenkörper. Keine Lesbe, sondern der ganz seltene Typ Frau mit der man Pferde stehlen konnte. In die sich der junge Mann aber nie verliebte und die auf ihn sexuell auch keinen Reiz ausübte. Vielleicht weil die Beine etwas zu kurz, die Nase etwas zu groß und der Hintern etwas zu breit war. So ist das halt mit männlichem Anspruchsdenken. Im Studium dann wurden ab und an früh morgens irgendwelche Diskothekenschlampen abgeschleppt. Und auch die Erstsemesterparties waren teilweise recht ergiebig. Ansonsten hatte der junge Mann eine Art Vögelfreundschaft mit der Schwester eines Kommilitonen ohne anderweitige Absichten seinerseits und ohne Kenntnis des Kommilitonen.

Eines Tages traf der junge Mann zum ersten und letzten Mal auf die sog. “große Liebe“. Die Frau war ein optischer Engel und eine Nervensäge vor dem Herren. Permanent eifersüchtig aber einfach so niedlich, dass sie in dem jungen Manne tatsächlich so etwas wie eine Sucht erzeugte. Und trotzdem wurde selbst diese Frau eines Tages langweilig. Denn studienbedingt lebte man irgendwann in verschiedenen Städten und sah sich nur noch am Wochenende. Natürlich war es immer eine Sensation wenn man sich traf und keine zwei Minuten nach dem Wiedersehen lag man gemeinsam im Bett. Irgendwann merkte der junge Mann aber, dass er ganz froh war, wenn die Süße am Sonntag wieder heimfuhr und er seine Woche in Ruhe mit sich selbst und dem abendlichen Rotwein verbringen konnte. Niemand ging ihm auf den Keks, machte ihm Vorschriften oder gar Vorwürfe, wollte spazieren gehen und in den Arm genommen werden. Sex ist ja ok, kuscheln danach auch. Aber doch nicht kuscheln und knutschen auf der Couch und danach keinen Sex, weil Fräulein grad mal nur das Bedürfnis nach Zärtlichkeit hatte!

Irgendwann kam dann das Thema Heirat auf. Oh Gott, Nein, auf gar keinen Fall! Einen Vertrag schließen, Kinder kriegen, sich um Frau und die Plagen kümmern zu müssen. Tagtäglich ackern gehen müssen, um das Geld zuhause wieder abdrücken zu müssen. So wie es der Papa des hübschen Kindes tat, damit ihre Mutter die Kreditkarte glühen lassen konnte. Mercedes E-Klasse fahren müssen, statt Sportwagen. Gemeinsam in den Urlaub fahren müssen anstatt mit dem besten Kumpel Tauch- oder Skiurlaub machen zu können. Denn weder tauchen noch skifahren konnte das hübsche Ding. Und wofür das alles? Denn kochen konnte das Engelchen auch nicht. Und besonders schlau war es ebenfalls nicht. Es war einfach nur das optische Idealbild des jungen Mannes. Aber selbst mit einem Engel ist der Sex irgendwann auch bloß Sex. Nach einem gemeinsamen Urlaub, in dem man viel Streit und zuletzt nur noch wenig Sex hatte, trennte sich der junge Mann. Wenige Tage später landete er mit einer Kollegin im Bett. Einem Luder vor dem Herren. Sämtliche aufpreispflichtigen Prostituiertenpraktiken wurden durchgespielt, bis es dem jungen Mann irgendwann auch wieder ging wie dem Mann im Beitragsbild. Er hatte keine Lust mehr und wollte nur noch seine Ruhe.

Die Damen kamen und gingen, dem Internet sei Dank. Der junge Mann arbeitete viel, kam oft spät nach Hause, setzte sich dann an seinen PC, spielte Strategiespiele, trank Whisky-Cola (eine Flasche Whisky pro Abend) und chattete nebenbei. So hatte der junge Mann Unterhaltung, das Bedürfnis nach Gesellschaft wurde befriedigt und beim Chatten konnten die jungen Damen nicht erkennen, wie betrunken der junge Mann schon war. Irgendwann telefoniert man dann, teilweise wurden ganze Nächte durchtelefoniert. Der junge Mann war meist sternhagelevoll, musste er doch morgens oft nicht aufstehen, weil er sich seine Zeit frei einteilen konnte. Den jungen Damen ging es als Studentinnen zumeist nicht anders. Der junge Mann überzeugte durch seine lebensechte Imitation des “Wiener Schmäh” oder des Bayrischen und irgendwann kamen die meisten der jungen Damen dann beim jungen Herren vorbei und man hatte eine Zeitlang gemeinam Spaß.

In Erinnerung geblieben ist u.a. die selbständige brünette Masseuse mit dem D-Körbchen. Das war ein ganz patentes Mädel mit der der junge Mann zusammen seinen ersten Ikea-Schrank aufbaute, den Schlafzimmerschrank für die kürzlich erworbene Eigentumswohnung. Man verbrachte viel Zeit im Bett, ging mal zu einer Automobilausstellung, schlief nach einer durchgemachten Nacht gemeinsam im Centro-Kino ein und war auf der Party eines Ex-Arbeitskollegen, wo sich das Mädel als Kickerprofi herausstellte und von den anderen Jungs geradezu angesabbert wurde. Ihre Oberweite ließ grüßen. Als der junge Mann dann aber an einem Sonntag feststellte, dass er so gar keine Lust hatte zu ihr zu fahren, die sie ihn zum selbst gekochten Abendessen eingeladen hatte, sperrte er ihre Nummer und meldete sich einfach nicht mehr bei ihr. Wozu sollte er ihr auch mühselig erklären, dass sie als dauerhafte Freundin nicht in Betracht käme. Schließlich war sie unstudiert und verdiente auch nicht genug. Und der junge Mann sah es nicht ein ihretwegen auf teure Urlaube verzichten zu müssen oder ihr diese gar zu finanzieren. Und vernünftig kochen konnte sie auch nicht. Und seine Wohnung sauberhalten konnte der junge Mann auch alleine. Der einzige Nutzen war – wie immer – der wieder einmal langweilig gewordene Sex.

Später hatte der junge Mann einige Zeit eine Vögelfreundschaft mit einer Kundin, bis diese ihn heiraten wollte. Weg war er. Ein paar Jahre lebte er mit einer Frau zusammen weil sich mit dieser gut skifahren ließ. Sie verdiente gut und konnte mit dem jungen Mann viele schöne Urlaube machen. Das ließ ihn darüber hinwegsehen, dass er keine Lust mehr auf Sex mit ihr hatte. Dann hatte er wieder eine Vögelfreundschaft mit einer Kundin, die sich als erfolglose Rechtsanwältin, geschiedene Frau und pathologische Lügnerin entpuppte. Mit sowas wollte der junge Mann trotz zeitweilig echter Gefühle für sie nichts mehr zu tun haben. Gut, dass zu dem Zeitpunkt, als er von ihrer Erfolglosigkeit erfuhr, der Sex auch schon keinen so großen Spaß mehr machte, trotzdem auch sie keine Aufpreisliste kannte. Da auch sie nicht kochen konnte und ihm seine Wohnung nicht sauberhielt, gab es für den jungen Mann keinen Grund sich noch weiter mit ihr herumzuärgern.

Solange ich eine Frau habe, die putzt und kocht und regelmäßig ein bisschen Action im Schlafzimmer, brauch ich nicht zu heiraten!” (Charlie, Two and a Half Men)

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