Weshalb Gutmenschen gar nicht so gut sind

Diskussion mit ihnen macht kaum Sinn

Regen Sie sich ruhig über das Beitragsbild auf. Es ist eine gezielte Provokation!

Die Tage war ein lieber Freund mit seiner Gemahlin auf der Insel zu Besuch. Er ist der Typ komischer Vogel im allerpositivsten Sinne. Er steht auf Musik aus den 50ern, trägt privat Holzfällerhemden und Wehrmachtsparkas, aber natürlich ohne deren Embleme, und besitzt neben einem alten Opel noch eine sandfarbene Vespa, die er stilsicher mit sowas wie den Rommelschen Afrikacorps-Palmen versehen hat. Er ist absolut nicht rechts oder gar Nazi, denn das würde er bei seiner – ziemlich resoluten Frau – keine zwei Tage überleben. Er ist halt ein wenig verschroben, was ihn aber für mich gerade liebenswert macht. Wir Spinner mögen uns irgendwie, schließlich bin ich ja selbst auch einer!

Er hat schon immer gerne seine eigentliche Arbeit liegen gelassen, um lieber z.B. Netzteile aus einem kaputten Computer in einen anderen umzuschrauben. Er wirft nichts weg und sammelt allen möglichen Quatsch. Zuhause hat er eine Miniseilbahn und züchtet u.a. Wachteln.

Jedenfalls packte ich geschwind ein 3-Liter-Gebinde Graševina aus meinem Kühlschrank und fuhr meinen Freund und dessen Gattin im kleinen Örtchen Zbičina besuchen. Eigentlich campen die beiden immer, aber auf der Hinreise muss es derart geschüttet haben, dass sie sich spontan dazu entschlossen folgendes Objekt für drei Tage anzumieten:

37 EUR pro Tag für drei Schlafzimmer. Ein echter Spottpreis!

Wir saßen sehr schön draußen und erfreuten uns an der schönen Flora und Fauna. Über uns hingen die Weintrauben und die Hornissen labten sich am Traubensaft. Ganz interessant übrigens, wo Hornissen sind hat es keine lästigen Wespen. Und Hornissen versuchen auch nicht in Ihr Weinglas hineinzuklettern. Zumindest nicht die kroatischen Hornissen.

Natürlich kamen wir bei dem Gespräch auch auf das Thema der gerade anstehenden Wahlen und seine Frau sagte zu mir, dass ich doch meine ganze tolle Energie nicht in sowas wie diesen Blog investieren solle. Sie ist mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel zur Welt gekommen und heute im sozialen Bereich tätig. Sie sagt von sich, dass sie z.B. für Flüchtlinge ihr letztes Hemd geben würde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich leider nicht sofort geschaltet, denn sonst hätte ich sie fragen müssen, ob sie das Millionenvermögen, welches sie vermutlich in absehbarer Zeit erben wird, dann sofort für kleine Negerkinder spenden wird. Sowie ob sie mir das auch bitte schriftlich gibt. Eigentlich liebe ich es Leute bei solchen Aussagen direkt festzunageln, aber ich war eben – leider – noch nicht im anwaltlichen Diskussionsmodus.

Kennen Sie diese leidige Werbung wo dafür geworben wird, dass Sie 5 EUR pro Monat spenden, weil dafür ein kleines Negerkind einen Monat lang mit therapeutischer Nahrung ernährt werden kann. Die hier sind das:

Nur mal so ganz nebenbei, die Geschäftsführer der Welthungerhilfe verdienen bis zu 148.000 EUR p.A. (https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article129322562/Wie-legen-Hilfsorganisationen-ihre-Spenden-an.html). Die drei Vorstände der SOS-Kinderdörfer kassierten in 2014 zu dritt 409.000 EUR. Auch nicht schlecht. Mich würde interessieren was die dafür eigentlich tun und ob sie ihre vielen Reisen zu den armen Negerlein auch von ihren fetten Bezügen finanzieren. Ziemlich sicher nicht, Gutmenschen halt!

Eigentlich hatte ich schon längst mal vor denen eine gepfefferte Mail zu schreiben, weil sie mittelbar so etwas unterstützen wie Neger zu züchten und diese absolut perverse, kinderverachtende Überpopulation noch weiter zu befördern. Denn an Hunger verrecken nicht die Erwachsenen, sondern die Kinder. Und trotzdem produzieren die notgeilen Erwachsenen immer weiter neue Kinder. Das ist zutiefst verabscheuungswürdig!

Ich habe mich ja bekanntlich schon mehrfach darüber aufgeregt, dass der Mensch sich selbst Menschenrechte verliehen hat und wir deshalb wirklich jeden durchziehen müssen. Ich hingegen bin der Meinung, dass ein jedes Tier Rechte zu haben hat und z.B. ein einziger Blauwal für den Planeten Erde biologistisch betrachtet tausendfach mehr wert ist als selbst 200.000 Neger. Und ich bin ebenso der Meinung, dass ich für die Welt mehr wert bin als viele Menschen, denn ich habe unsere Gesellschaft mit erheblichen Steuergeldern unterstützt. Aber so denkt natürlich eine Frau aus dem sozialen Bereich nicht, zumal wenn sie auch noch so viel Geld im Rücken hat, dass ihr ohnehin nichts passieren kann. Sie wird der Altersarmut nie anheim fallen, da ist es recht leicht unglaublich sozial zu sein.

Mein leiblicher Opa war ein reicher Mann und wurde der Deutschen wegen ermordet. Man warf ihm Kollaboration mit ihnen vor und richtete ihn dafür hin. Meiner Familie wurde alles genommen und trotzdem hasse ich die Deutschen nicht. Beinahe alles was ich besitze habe ich mir selbst erarbeitet. Meine lieben Eltern gaben mir mal 50.000 EUR zu meiner ersten Wohnung dazu und die Wohnung auf der Insel habe ich mittelbar von meiner Oma übernommen. Aber der Rest – und Vieles was vielleicht noch kommen wird – ist allein auf meinem Mist gewachsen. Trotzdem erachtet der soziale Gutmensch sich als besser denn mich und lässt eine Diskussion mit der Begründung nicht zu, dass er ja seine Meinung habe und ich ihn gar nicht (mehr) überzeugen könne. Damit ist er eigentlich kein Gutmensch, sondern ein Dummgutmensch.

Denn wer sich Argumenten gegenüber prinzipiell verschließt und einfach auf seiner Meinung beharrt, dem spreche ich ein gewisses Quentchen an sozialer Intelligenz ab.

Gut, es muss (und kann) nicht ein Jeder hochbegabt sein. Aber ich erlaube mir die Auffassung, dass ich mich ggü. auf verifizierbaren Fakten basierenden Argumenten niemals verschließen darf, egal wie „unbequem“ diese auch seien mögen. Und ich beharre absolut nicht auf meiner Meinung, sondern vertrete diese lediglich. Das ist ein gewichtiger Unterschied, den viele Menschen indes wohl nicht mehr zu realisieren im Stande sind. Das sprachliche Niveau in Deutschland nimmt bedauerlicherweise von Jahr zu Jahr leider zunehmend ab.

Nun ja, inzwischen glaubt ja auch ein jedes Lehrerlein „Intellektueller“ zu sein. 😉 Und Deutschland hat sogar einen Außenminister der nichts weiter vorzuweisen hat als ein „Lehramtsstudium„.

Ach ja, und dann gibt es da noch diese sog. „Streitkultur„, die den meisten Menschen inzwischen leider abgeht, weil sie sie schlicht nie erlernt haben. Diesbezüglich kann ich ein Jurastudium dann doch sehr empfehlen. Es lehrt einen nämlich Emotionen aus Diskussionen herauszuhalten.

Die Zeiten der Glückseligkeit, in der sich ach so viele der Linken in der Hängematte des guten Gewissens ein schönes Plätzchen eingerichtet haben, sind m.p. E. vorbei. Langsam beginnen die Verteilungskämpfe auf der Welt und ich bin gespannt wie viel sich die Gutmenschen wegnehmen lassen werden. Wird die Frau meines Freundes ihr Vermögen, welches sie ja noch nicht besitzt, weggeben. Oder was würde sie sagen, wenn es ihr einfach weggenommen wird, mit der Begründung, dass es bei den Negerlein besser aufgehoben sei. Sie bekommt ihr Gehalt im Moment von irgendeiner Diakonie. Wird sie auch für die Hälfte arbeiten, wenn die Diakonie beschließt die andere Hälfte als Zwangsabgabe für die vielen Armen auf dieser Welt abzuführen? Wissen Sie, wir haben in Deutschland ein gewisses Problem mit der Arroganz vieler Gutmenschen. Sie sind zwar keine Leistungsträger, aber sie tun etwas Gutes für andere Menschen. Das ist zweifelsohne löblich und dafür gebührt ihnen unser gesellschaftlicher Dank. Aber das erlaubt es ihnen m.E. noch lange nicht sich moralisch über die wahren Leistungsträger der Gesellschaft zu stellen, deren Beitrag aus ihrer Sicht lediglich darin besteht viele Steuern zu zahlen.

Mit meinen Steuern finanziere ich die Straßen auf denen die linken Gutmenschen fahren. Ich bezahle die Entwicklungshilfe für Afrika und nicht die gering verdienenden Sozialdienstleister. Die aber gerne tun so, als würden sie ihr Leben anderen Menschen widmen, und sich damit selbst zu jesusgleichen Wesen erhöhen. Zumindest aber beanspruchen sie die Deutungshochheit über Moral und Anstand für sich, obwohl sie logisch betrachtet keinerlei Recht dazu haben. Aber erklären sie einer vermeintlichen Mutter Theresa mal, dass das was sie tut eigentlich kaum einen Wert im Vergleich zu dem hat, der ihr die Wahrnehmung ihrer Tätigkeit finanziert. Um sozial sein zu können muss man sich das überhaupt erst einmal leisten können. Der Sozialstaat wird nicht von den Sozialdienstleistern finanziert. Das wird immer wieder gerne übersehen.

Es sind böse Menschen wie ich. Keine Humanisten, sondern Realisten, die sagen: Spendet nicht für das Überleben von Negerkindern, sondern spendet für Verhütungsmittel für Neger. Lasst nicht jeden zu uns kommen, sondern nur die Leistungsfähigen. Schwächt unsere Gesellschaften nicht, sondern stärkt sie, denn nur starke Gesellschaften können schwachen Gesellschaften helfen. Aber der soziale Gutmensch denkt nicht in meinen globalen Maßstäben. Er versteht offenbar nicht, dass es realiter keine Welt von Friede, Freude, Eierkuchen und „wir sind alle gleich“ gibt. Er begreift nicht, dass der Kolonialismus Afrika nicht geschadet, sondern geholfen hat.

Und wenn ich dem Gutmenschen sage was Albert Schweitzer über die Neger gesagt hat …

„Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind. Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Überlegenen und sie die Unterlegenen. Denn wann immer ein weißer Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstören oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstören. Erinnert alle weißen Männer von überall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, dass man immer diesen Status behalten muss: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhöhe verbrüdern. Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.“ (Dr. Albert Schweitzer, Friedensnobelpreisträger 1952 in seinem Buch 1961, From My African Notebook).

… dann verweist dieser darauf, dass Albert Schweitzer doch schon lange tot sei. Als ob die Neger sich seit 1961 auch nur ein Jota fortentwickelt hätten.

Ich nehme in letzter Zeit eine immer stärkere Spaltung der Gesellschaft wahr. Die AfD wird zu einer Nazipartei erklärt und ich werde von einem armseligen Wichtelzwerg von einem totalen Verlierer der Volksverhetzung wegen angezeigt. Ja was kann ich denn dafür, wenn der Gnom es in seinem Leben zu nichts weiter als einem vermutlich homosexuellen Sohn gebracht hat.

Natürlich ist so einer frustriert. Aber er muss doch nicht sofort mit Aggressionen reagieren. Und das ist es was mir bei den Linken und Gutmenschen immer mehr auffällt. Sie betreiben Gesinnungsterrorismus, beanspruchen ohne jedwedes rationale Argument die ultimative Wahrheit für sich, und reagieren aggressiv, sobald sie in einem Diskurs zu unterliegen drohen. Denn sie sind ja gut und diese rechten Arschlöcher sind alle per se schlecht. Der Gutmensch braucht nicht nachzudenken. Er braucht sich auch nicht zu informieren. Er weiß, dass es einen Völkermord der deutschen Kolonialisten an den Herero gab, also war der Kolonialismus einfach mal Scheiße. Das wurde dem Gutmenschen von den 68ern, denen die RAF-Terroristen entstammen, so tagtäglich in der Schule eingetrichtert.

Ich hatte derlei Loser als Lehrer und stellte mich ihnen entschlossen und mit Argumenten entgegen. Dafür fing ich mir teils Fünfen ein. Indes, mich daran zu hindern ein halbwegs erfolgreicher Mensch zu werden vermochten sie trotzdem nicht! Wer hat also jetzt gewonnen? Der linke Sozispacke im Strickpulli oder der kleine Jerko mit seinen vielen Autos, den vielen hübschen Frauen und der wunderbaren Wohnung auf der schönsten Insel der Welt?

Dass jede Medaille zwei Seiten hat wird seitens des Gutmenschen kaum in Erwägung gezogen. Und deshalb macht eine Diskussion mit ihm auch wenig Sinn. 

Weshalb es auch sehr schwer ist mit Gutmenschen befreundet zu sein, zumal wenn man ein politischer Mensch ist, so wie ich es bin. Es funktioniert nur dann, wenn man beidseitig/gegenseitig Toleranz aufbringt, den Gedankenaustausch als stete gegenseitige Befruchtung begreift und – nochmals – Emotionen aus jeder Diskussion heraushält.

Aber sagen Sie das z.B. mal einer Claudia Roth oder der kürzlich beim Politiker-Speed-Dating auf phoenix eine Anwältin aggressiv anpöbelnden Renate Künast.

Ach wie schön, dass es Youtube gibt!

6 Kommentare

  1. Meine Zustimmung in jedem Satz! Aber wie hat sich denn dieser Artikel auf die Freundschaft mit dem Gutmenschen-Paar ausgewirkt?

    1. Hallo Simon,

      ich weiß gar nicht ob sie ihn gelesen haben. Falls doch, ich kann auf Freunde verzichten wenn diese nicht mit meiner Meinung zurechtkommen.

      Man muss ja nicht gleich AfD wählen, aber man sollte sich schon so ehrlich machen und zugeben, dass Deutschland schon rein rechnerisch nicht alle Flüchtlinge dieses Planeten aufnehmen kann.

      Grüße von der Insel
      Jerko

  2. Hallo Jerko,

    mach Dir über meine angeblichen Agressionen mal keine Sorgen. Deine Internetrecherche ist ja immer noch ein bisschen faul und es ist deutlich,, wie wenig Dir zu mir einfällt. Es ist schon witzig, mich für einen Linken zu halten oder einen Gutmenschen. Auf die Idee ist noch keiner gekommen. Ich überlege gerade, ob Du ein Linker bist und ein Gutmensch. Dein Kampf für den Doppelpass ist ja klassische Programm der SPD und der Grünen – unterstütze ich auch. Das wird die AfD vermutlich nicht mitmachen. Deine Sorgen um eine lebenswerte Gesellschaft klingen arg nach dem Kampf für das Gute. Die Art und Weise, wie Du dich an Linken und Gutmenschen und Muslimen abarbeitest, erinnert mich daran, wie Linke sich an Rechten und Rechte sich an Linken abarbeiten. Wenn es hilft, warum nicht. Gegen Streit ist ja nix einzuwenden. Hilft es Dir, mich irgendwie zu labeln, bitte schön.

    Deine Überschrift hat mich mal wieder hergelockt. Man muss nicht diskutieren, kann es aber. Wir müssen nicht diskutieren, können es aber. Gelegenheit gibt es genug. Themen auch. As you like it. Wenn du das nicht kannst, ich kann es, wenn du es nicht willst – keiner zwingt Dich. Wir könnten zum Beispiel über eine Abschaffung des § 130 StGB diskutieren. Oder über den Zusammenhang zwischen neuen Medien und neuen Persönlichkeiten. Das war einmal ein Forschungsprojekt einer kleinen Gruppe, über die ich wieder auf Dich und deine Texte gestossen bin. Die Texte, du ahnst es vielleicht, finde ich launisch, meistens von einer Art Wiederholungszwang getrieben (kein Wunder, dass Du schon wieder das gleich Bild hier postet und wieder die gleichen Phantasien bei dem Bild entwickelst) – und das macht die Texte leidenschaftlich, oft ist ja von Agression und Wut die Rede. Deine Abrechnung mit der enttäuschten Liebe kenn ich von anderen Texten, ich hoffe immer, dass das Fantasyliteratur von Dir ist und Du ein bisschen Akif oder Maxim Biller nachmachen willst, und nicht wirklich irgendeine Frau damit terrorisierst. Du hast früher gerne den Macho gespielt, aber solltest du jetzt wirklich mit so einem Furor der Kränkung ernst machen? Glaube ich nicht, will ich nicht glauben.

    Es ist so oft von Wut und Agression die Rede, dass ich sagen würde, dass diese Texte Leidenschaften reproduzieren. Solche Texte gibt es häufig im Netz, darum gab es auch eine Forschungsgruppe dazu. Bei einem Text, von dem ich nach ebenfalls fauler Internetrecherche das Gefühl habe, dass Du ihn ebenfalls gelöscht hat, denke ich, dass Du dort die Grenzen zur Volksverhetzung überschritten hast. Ich habe das Verfahren nicht verfolgt. Als Jurist weiss ich aber vorher, dass Du Akteneinsicht nimmst und dann auf meinen Namen stösst. Ich denke, dass eine offene Konfrontation gut ist. Dass Du mit diesen Fantasybeleidigungen reagierst, war mir klar, ich kenne Dich ja wirklich schon lange. Mich berührt das nicht, du musst wissen, wie Dich das weiter bringt. Falls nicht:

    Es gibt tolle kroatische Literatur. Zum Beispiel Florjan Lipuš und sein Band „Seelenruhig“.

    FS

    1. Hallo FS,

      ich möchte nicht arrogant erscheinen, obwohl ich es bin. Und ja, ich war schon immer ein Macho, was mir allerdings zeitlebens nie geschadet hat.
      Das mit dem „Furor der Kränkung“ habe ich nicht ganz verstanden. Aber ich bin ja in meinem Leben noch nie sitzen geblieben…

      … geschweige denn von einer Frau – aus welchen Gründen auch immer – abgelehnt worden.

      An ein problematisches Erlebnis erinnere ich mich allerdings doch noch. Meine große Studienliebe – ich habe sie als Jungfrau kennen gelernt – kam anfangs nicht mit meiner Größe zurecht…

      Ich wüsste auch nicht worüber ich mich gerade mit Dir gerne unterhalten würde.
      Trotzdem hast Du meine Antwort verdient, denn alles Andere wäre ein Ausweis von Unhöflichkeit gewesen.

      In dem Sinne und viele Grüße aus der Sonne
      Jerko

  3. Hallo Jerko,

    diese Idee des Sitzenbleibens verfolgt Dich scheinbar. Ich sehe jetzt nicht meine Aufgabe darin, die Fantasien, die Du so über mein Leben entwickelst richtig zu stellen, ich lese lieber, was Dir so einfällt, in welchen Kategorien Du denkst und in welche Kategorien Du nicht denkst (Du scheinst zu glauben, ich sei sitzengeblieben, oder? Recherche, Recherche, Recherche!). Die Kanäle sind doch immer interessant. Ich lese, wie vermutlich viele hier, auch mit großem Vergnügen, wie Du Beweismittel Deiner Manneskraft und den tierischen (genauer gesagt: fischigen,der Hai gehört zu den Knorpelfischen) Charakter Deiner sekundären Geschlechtsmerkmale vorführst. Ich sage dass sogar mit ehrlicher Sympathie, mein Talent zum Fremdschämen ist wie bei deiner großen, fast RTL-II-Quoten-artigen Leserschaft, vorhanden, aber nicht stark ausgeprägt. Macho ist ok.

    Jeder Mensch hält Überraschungen parat – und da ist es manchmal hilfreich, die Leute reden zu lassen. Du hast ja auch ein textlastiges, dogmatisches Studium absolviert, mit Erfolg und bist mit Stolz darauf „ass. iur“ zu sein. Das kannst Du auch sein, das meine ich ohne Ironie. Das hast Du was in den Kategorien, die mir auch wichtig sind, erreicht. Und da wissen Du und ich ja, welche Differenzen zwischen Texten und Realität bestehen können. Du hast was erreicht und ruhst Dich nicht aus, zumindest nicht auf Deinen Lorbeeren, gut so.

    Was Du über mich schreibst ist Fantasyliteratur, die will ich nicht korrigieren. Was Du allgemein schreibst ist teilweise treffend, teilweise auch Fantasyliteratur. Teilweise ist es seltsam verzerrt. Das St.Anna-Gymnasium sei Anfang der 80′ er eine Elite-Schule gewesen, das hast Du mal geschrieben. Da hast Du aber eine verzerrte Vorstellung von Elite. Die Wuppertaler Elite schickte ihre Kinder entweder auf das humanistische Gymnasium, Verirrten sich einzelne Kinder der Elite, wie die bezaubernde A. und der wilde C. auf unsere Schule, wurden sie schon nach der fübten Klasse wieder herunter genommen und zum Beispiel nach St.Blasien oder in andere Internate geschickt. Was Dir Elite erschien, war bürgerliche Mittelklasse, der Verschwinden Du und Ich bedauern, aber auch kaum ändern können. Die 80’er waren für diese Leute noch goldene Zeiten und darum schien dieser diese Mittelklasse vielleicht als Elite. Aber auch die Veränderungen werden wir beide kaum aufhalten können.

    Was wir können, ist scharf denken, besser als radikal. Du hast Texte, wo Du scharf denkst. Und Du lieferst Texte, in denen du radikal tust. Dann wirkt der ‚Furor der Kränkung‘, also dasjenige, was Du nicht verstehst. Ich meine damit vor allem Deine Texte über die Frau, die dich zumindest in Deinen Erzählungen erregt, getäuscht und enttäuscht hat. Ich meine damit Deine Texte darüber, dass die Welt nicht so ist, wie in den 80’ern. Ich meine damit Deine Texte über das Älterwerden, scheinbar scheint auch das Dich zu kränken, zumindest ist das ja ein deutliches Thema bei Dir. Das als Furor der Kränkung zu bezeichnen, das ist mein Urteil – und natürlich kann ich damit völlig daneben liegen. So wie Du mit Deiner Fantasyliteratur über mich.

    Mir ist schon klar, dass Du nicht weisst, woruber Du Dich mit mir unterhalten möchtest und mir ist auch klar,warum. Muss ja auch nicht sein – ich will nur sagen, dass man das kann. Du hast Dich wohl über die Anzeige geärgert, wenn nicht, ok. Ich habe mich geärgert, obwohl ich wegen des betroffenen Textes voll und ganz dahinter stehe und die Anzeige nüchtern und ruig erstattet habe. Das war das zweite mal in meinem Leben, das letzte mal ging es um einen Typen, der im Furor nachts Autos vor dem Haus zerkratze und dachte, er sei im Dunkel der Nacht so geschütz, wie Du auf Deiner Insel in Kroatien.

    Wie Du habe ich ein Interesse an offenem Streit. Anders als Du habe ich aber auch ein Interesse daran, eine Linie zwischen Verschärfung und Radikalisierung zu ziehen. Ich gestehe der Gesellschaft zu, rote Linien zu haben. Ich gestehe der Gesellschaft auch zu, sich gegen radikale Aufrufe zur Gewalt zu wehren. Das ist meine juristische und politische Haltung und es kann sein, dass ich damit falsch liege. Aber was bleibt uns anderen übrig, als das Risiko einzugehen, falsch zu liegen? Positionen braucht man. Wenn Du ein Interesse hast, den Islam zu kritisieren, dann haben wir ein gemeinsames Interesse, denn an Kritik binich immer interessiert, egal gegen was und wen. Wenn Du gegen Flüchtlinge bist: ich bin gegen Flucht. Wenn Du willst, dass Staaten Grenzen haben, dann will ich, dass sie darüber hinaus kooperieren. Wenn Du willst, dass Europa nicht das durchmacht, was der Balkan durchgemacht hat dann denke ich, dass man sorgfältiger zwischen Schärfe und Radikalisierung unterscheiden sollte.

    Die Denunzation ist ja ursprünglich ein kanonischrechtliches Institut, wenn Du in Münster studiert hast, wirst Du das ja vermutlich mitbekommen haben. In der Moderne wird das ein Begriff für heimliche Anzeigen. Und da brauchst Du wirklich keine Sorge haben: Heimlichkeit suche ich nicht. Dein Witz mit den Killern von Inseln und das Du weisst wo ich wohne, das kenne ich noch von den harten Jungs in Wuppertal, die Du ja auch kanntest. Das ist ein alter Eckbuschspruch. Nächste Woche bin ich da, um in dem Stil zu bleiben: „Du weisst ja, wo Du mich findest“,

    Grüße

    FS

    1. Hallo Anonymous, dessen Namen ich ja bekanntlich doch kenne.

      Warum schreibst Du hier nicht einfach unter Deinem Klarnamen, so wie ich es auch tue?
      Etwa nicht Manns genug?!

      Aber ein paar Sachen seien Dir gesagt:

      Erstens: Ich weiß – weil ich die Akte habe anfordern lassen – wer mich angezeigt hat.

      Trotzdem Du Jurist bist scheinst Du von der Arbeit der Strafverfolgungsbehörden irgendwie kaum Schimmer zu haben.
      Also anonym läuft das bei denen jedenfalls nicht ab, sondern der Anzeigeerstatter steht schon immer schön mit dem Klarnamen in der Akte drin.
      Ob in Deinem Falle Deine Wohnanschrift mit dabei stand weiß ich gar nicht einmal. Ich glaube die habe ich eher über das Internet herausgefunden.
      Auch für diesen Fall: Immer blöd wenn man Daten herausgibt. Denn das Internet kennt kein „Vergessen“.

      Zweitens: Du brauchst Dir trotz meiner Kontakte zu Auftragskillern keine wirklichen Sorgen zu machen. War jetzt zwar nicht gerade ein Witz, aber sowas wie Dich würde ich nicht kostenpflichtig entsorgen lassen. Ich denke Du stehst Dir in Deinem Leben eh schon im Weg. Und daran möchte ich Dich nicht auch noch (be)hindern.

      Von der schönsten Insel der Welt aus alles Gute.
      ass. iur. Jerko Usmiani

      PS: Der im Gegensatz zu so vielen anderen seit seinem 45sten Lebensjahr nicht mehr für Geld arbeiten muss. 🙂

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