Wie lebt es sich so als fauler Hund?

Ehrlich: Gar nicht mal so schlecht!

Der bedauernswerte Normalbürger muss morgens bekanntlich aufstehen, um so gegen 08.00 Uhr auf der Arbeitsstelle zu erscheinen. Um 12.00 Uhr geht es dann für eine Stunde in die Mittagspause und um 17.00 Uhr macht man sich aus dem Büro auf nach Hause, wo man im besten Falle so um 17.30 Uhr ankommt. War man noch etwas einkaufen, dann wird es auch gerne mal 18.00 Uhr. Jetzt wird das Abendessen zubereitet und um 19.00 Uhr geht es dann hinter den Fernseher. Oder vielmehr „davor„, wie mich ein lieber Freund und Kunde stets so gerne über den korrekten deutschen Sprachgebrauch aufklärt.

So um 22.00 Uhr ist für die meisten Frauen dann Schlafenszeit und die Kerle halten vielleicht noch bis 23.00 Uhr durch, da ja am kommenden Morgen wieder spätestens um 07.00 Uhr aufstehen angesagt ist. Rechnet man jetzt etwas anders, nämlich dass morgens noch zuhause gefrühstückt wird und die Fahrtzeit von und zur Arbeit pro Tag insg. zwei Stunden beträgt, was bei vielen Pendlern der Fall ist, dann bleibt – bis auf das Wochenende – vom Leben eigentlich kaum noch was übrig.

Ich wachte die Tage so gegen 08.30 Uhr auf, hörte wie draußen der Wind blies, machte den Fernseher an und drehte mich nochmal in Richtung Kopfkissen um.

Ich liebe meine kühlen Kopfkissen!!!

Dann holte ich mir ein Glas meines selbst gemachten Eistees aus dem Kühlschrank und aß einen Lebkuchen dazu. Gegen 11.00 Uhr setzte ich mich an mein Notebook und schrieb ein paar Kommentare bei der WELT. Zu einem gab es natürlich wieder eine Dummgutmenschenantwort.

Thema: „Innenminister verlängern Abschiebestopp nach Syrien„.

Jerko U.
Laut durchschnittseinkommen.net lag das syrische Durchschnittseinkommen 2010 bei 2.750 $ jährlich. Dafür müssen die Menschen dort arbeiten. Hier leben sie von Hartz IV zwar nicht gerade nach unserem Verständnis im Luxus, aber nach syrischen Maßstäben allemal. Und sie müssen dafür eben nicht arbeiten. Zusätzlich sind sie auch noch krankenversichert und für Wohnraum, Heizkosten usw. wird ebenfalls gesorgt. Würden Sie unter diesen Umständen wieder zurück nach Syrien gehen?
saida
Ist Ihnen schon mal in den Sinn gekommen,dass „die“gerne arbeiten würden,wenn man sie liesse?
Diao

@ saida, in Syrien wartet genug Arbeit auf diese Menschen. Aber vielleicht wartet man darauf das Deutschland Arbeitertrupps dort hin sendet um die Städte wieder auf zubauen, zu zutrauen wäre eine solche Aktion unserer Regierung!

Wieder so eine blöde, flüchtlingsfreundliche Tusse, dachte ich mir. Und es schreibt sich derzeit korrekt „ließe„. Obwohl, sie hat mich mit „Ihnen“ angefunkt. Daher vielleicht doch noch ein Mädchen alter Schule. Auch das „dass“ war korrekt positioniert. Jedenfalls war der sachliche Inhalt einfach nur entbehrlich. Pardon werte saida.

Wie gut, dass Diao der dummen Nuss passend rausgegeben hat! Ich kann mich mit derlei Weibern ja nicht sachlich auseinandersetzen, da geht mir einfach zu schnell die Hutschnur hoch.

Insgesamt verbrachte ich so ca. 1,5 Stunden auf der WELT-Seite. Parallel dazu lief mein 46“ TFT. Auf phoenix lief der SPD-Parteitag und ich dachte mir nur wie schön es doch wäre, wenn ein paar irre Terroristen da ein veritables Massaker a la Bataclan anrichten würden. Es ist inzwischen unerträglich wie weltfremd diese gottverfluchten Sozn sind.

Und so ist Siggi – die Plauze – Gabriel jetzt Folgendes eingefallen:

Er schlug einen „Solidarpakt“ vor, von dem beide Seiten profitieren.

„Dann wird auch die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen steigen“, sagte er. (https://www.zdf.de/nachrichten/heute/integration-und-sozialpolitik-gabriel-fordert–solidarpakt-100.html)

Aha, und wie soll sowas aussehen? Nehmen wir jetzt jährlich nochmal 30 Milliarden für die sozial Schwachen im Lande in die Hand? Von mir aus gerne, aber woher bitteschön nehmen? Ach so, die Bundesdruckerei „schafft das schon„. 

So langsam drängt sich mir der Verdacht auf, dass Deutschland absichtlich in die Pleite getrieben wird. Das wird noch ein sehr böses Ende nehmen, wenn das so weitergeht. Um diese irrsinnigen Ausgaben zu stemmen wird es noch auf Jahre hinaus bei einer Nullzinspolitik bleiben müssen, welche faktisch (bei 0,3% Tagesgeldzinsen – Rabodirekt – und 0,45% – Moneyou) eine schleichende Enteignung der meisten Bundesbürger darstellt.

Andererseits treibt diese kranke Nullzinspolitik aber erfreulicherweise den Wert meiner Immobilien immer weiter in die Höhe. Denn diese sind eben gerade kein Barvermögen, sondern genau die Flucht aus eben diesem! Besonders die Wohnung in Ludwigsburg-Hoheneck geht preislich momentan durch die Decke.

Aber die wird nicht verkauft, da sie an die mir lieben Eltern meiner Mode-Ex vermietet ist. Damit verdiene ich zwar nichts, bin aber ein glücklicher Mensch, weil mir liebe Menschen einfach schön wohnen. Oft ist es einfach gut etwas für andere zu tun. Wie heißt es doch so schön im GG: „Eigentum verpflichtet

Ach ja, als die Mode-Ex mal mit mir hier auf der Insel war haben wir uns die meiste Zeit gestritten. Irgendwie scheine ich mit Frauen im Alltagsleben nicht zurecht zu kommen. Und man kann ja nicht den ganzen Tag nur vögeln.

Ich überlegte kurz, ob ich bei dem windigen Wetter ins Televrin nach Nerezine zum Mittagessen fahre, und beschloss dann aber lieber in der warmen Wohnung zu bleiben und mir ein Tintenfischrisotto zu machen.

Man nehme:

1 Bund Lauchzwiebeln
1 große Knoblauchknolle
400 Gramm Tintenfisch (bereits geputzt)
Olivenöl
Salz
Butter (notfalls Margarine)
Philadelphia Frischkäse
Weißwein (Malvazija, Graševina, trockener Riesling)

In einem Topf die Lauchzwiebeln mit Olivenöl und etwas Wasser solange andünsten bis sie sich mehr oder minder aufgelöst haben. Dann den fein gehackten Knoblauch dazugeben. Die Tintenfische in Ringe schneiden und sofort mit dazu. Gut umrühren. Die Hitze auf Stufe 3 absenken und noch etwas Wasser dazu geben sowie einen guten Schuss Weißwein. Dann den Deckel drauf und unter gelegentlichem Umrühren auf Stufe 3-2 köcheln lassen. Je länger desto niedriger. Was die Dauer betrifft kann man eigentlich nichts falsch machen, weil man Tintenfisch nur schwer zerkochen kann. Notfalls einfach von der Herdplatte nehmen und ziehen lassen.

In einem anderen Topf nach der Zugabe des Tintenfisches in Topf Nr. 1 den Risotto-Reis mit etwas Olivenöl anrösten. Wasser und Salz dazu. Immer etwas Wasser nachgeben und ab und an die Konsistenz des Reises testen. Der erfahrene Koch wird sich niemals auf irgendwelche Minutenangaben auf der Packung verlassen. Auch zum Reis kann man ruhig etwas Weißwein dazugeben.

Jetzt braucht nur noch der Reis die richtige Konsistenz zu erreichen und dann gibt man ein wenig Butter und etwas Philadelphia Frischkäse für die sahnige Note dazu. Es geht natürlich auch ohne den Frischkäse. Beides gut in den Reis einarbeiten bis er die richtig schlotzige Konsistenz eines typischen Risottos bekommt. Nun kommt der Tintenfisch aus dem anderen Topf dazu. Das Schlimmste was Ihnen nun passieren kann ist, dass die Sache eine zu wässrige Konsistenz hat. Kein Drama, einfach die überschüssige Flüssigkeit mit einer Kelle solange abschöpfen bis es passt. Ich mag mein Risotto ohnehin etwas „saftiger„.

Bon Appetit!

Beim Essen musste ich an Meine Model-Ex denken, die es mit Fisch nicht so recht hatte. Mit der hätte es heute Schnitzel gegeben. Wieder so ein im Grunde genommen inkompatibles Weibchen.

Wie die meisten inzwischen. Selbst kochen können sie nicht mehr und gutes Essen zu schätzen wissen sie auch kaum noch. Das mag sich jetzt vielleicht etwas misogyn anhören, aber was hätte ich bis jetzt mit einem Weibchen anstellen sollen, außer mich aufzuregen? „Two and a half Men“ gucken Frauen sowieso nicht gern, weil sie den alten Macho Charlie Harper nicht leiden können. Und schon gar nicht in der 60sten Wiederholungsschleife, bei der ich aber immer noch gut lachen kann.

Die Mode-Ex hätte jetzt den Rest des Tages nach z.B. der günstigsten Bezugsquelle für angeblich nicht gefälschte UGG-Boots gegoogelt und die Rechtsanwältin mit dem Faible für die orale Aufnahme von Körperflüssigkeiten hätte irgendwelche Akten bearbeitet, weil sie aufgrund ihrer Kleinscheißmandate rund um die Uhr arbeiten musste.

Am entspanntesten wäre der Tag mit der brünetten Masseuse mit dem erstaunlich festen D-Körbchen verlaufen. Die war doof, aber sie war lieb, handzahm und konnte auch einfach so neben mir auf der Couch sitzen und unsere Gemeinsamkeit genießen. Außerdem war sie pflegeleicht was die Nahrungsmittelversorgung betraf.

Man hat es als Mann heutzutage wahrlich nicht mehr einfach, zumindest wenn man im Bezug auf das Hühnervolk ein nur wenig kompromissbereites Wesen ist.

Dann regte ich mich über das TV-Programm auf. Ich hasse Weihnachten und feiere das jetzt schon seit vier Jahren nicht mehr. Dieses fürchterliche Herumsitzen im Kreise der Familie. Alle machen sich gegenseitig was vor und spielen verlogen „Friede, Freude, Eierkuchen„. Dabei spürt man die ganze Zeit, dass da ordentlich Druck unter dem Deckel ist.

Früher hat es ja wenigstens noch des Essens wegen Sinn gemacht, solange meine Mutter noch Weihnachtsgans zubereitete und es an Heiligabend Tintenfisch mit Vaters Spezialsauce gab. Die muss ich bei Gelegenheit auch noch mal selbst versuchen. Saure Sahne, Mayonnaise, Senf und Zitrone in der richtigen Mischung ist zu gebratenen Tintenfischringen wirklich eine ausgesuchte Köstlichkeit. Aber heute gibt es bestenfalls noch Pangasiusfilet mit trockenem Reis, da kann ich besser zuhause selbst kochen oder gleich einen saufen gehen.

Vielleicht machen mein bester Kumpel und ich uns ein paar vorweihnachtliche Steakwellnesstage im Interconti auf der Kö. Wobei ich aufgrund der Nähe zum Rocca im Gehry´s ja das Hyatt Regency bevorzuge, wenn das auch keinen Pool hat. Aber der im Interconti (vielmehr im Holmes Place) ist auch eher was für Leute die es lieber depressiv mögen. Vielleicht kümmere ich mich aber auch endlich mal um meinen Eigenverwaltungskram und erledige meine Steuererklärung. Ich wollte den ganzen Sommer über Rechnungen schreiben und hab extra einen Rimova Trolley mit Serviceberichten auf die Insel gekarrt. In einem ganzen Sommer ist es dann sage und schreibe ein halber Tag mit Rechnungsschreibung geworden.

Jedenfalls bloß keinen Stress über die Weihnachtstage!

Und dann dieser Geschenketerror. Früher gab es wenigstens noch lustige Werbung dafür …

… aber wenn man sich die aktuelle Kampagne von www.geschenkidee.de anschaut, dann können einem nur noch die Tränen kommen. Und dann macht irgend so eine Mobilfunkbude auch noch Werbung mit diesem elenden Song aus der Pro Flüchtlingskampagne der Bundesregierung. Das ist dieser nervtötende Titel „Freedom“ von Pharell Williams, der seines Zeichens natürlich ein Neger ist.

Dessen Vorfahren hätte man m.E. besser nicht in die Freiheit entlassen, dann könnte er uns heute nicht mit so schlechter Musik auf den Keks gehen!

11 Kommentare

  1. Der Maskierte sagt:

    Warum schaust du denn überhaupt noch fern? N24 gibt es als Livestream, genauso n-tv und arte. Mit einem kleinen FireTV(-Stick) wird die Welt viel angenehmer. Prime Abo plus Netflix und man ist schon sehr gut versorgt. Die Beiträge dafür sind im Vergleich zur erworbenen Freiheit ein Witz.

    Und wenn du ein kleines NAS hast, bekommst auch Kodi auf den FireTV und kannst deine Filme und Serien, die du natürlich legal erworben hast und nur zu Sicherungs- und Komfortzwecken auf dem NAS abgelegt hast, schauen.

    Das Ganze zusätzlich noch ohne die nervtötende Werbung.

    1. Jerko Usmiani sagt:

      Das klappt in D. Hier in HR funktioniert Amazon Prime nicht. Allenfalls über ein lahmes VPN, welches aber wieder extra Geld kostet. Korrektur, hab es gerade ausprobiert, es geht doch!!! Dabei hieß es von Amazon, dass es nicht ginge. Cool, dann kann ich die neuen Folgen von „The Grand Tour“ doch schon von hier aus gucken. 🙂 Muss ich mir für die Glotze hier nächstes Mal nur noch ein Chromecast mitbringen. Wie zeichnest Du mit dem Fire-TV Stick Prime-Videos auf? Hab da schon länger nach einer Lösung gesucht aber nichts Vernünftiges gefunden? Einfach E-Mail an faulenzer@jerkos-welt.com.

      1. Ich zeichne gar nichts auf. Mein erweiterter Freundeskreis im Netz hinterlegt mir die gewünschten Videos auf dem Sharehoster meiner Wahl, für den ich gelegentlich dann einen kleinen Obulus hinlege, wenn meine Liste wieder lang genug ist.

        1. Jerko Usmiani sagt:

          Hm, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. 😉

          Wobei es doch andererseits auch Quatsch wäre „Sicherheitskopien“ von irgendwas zu fertigen, so es im Inet doch stets verfügbar ist. Schöne neue Welt mit geradezu unbegrenzter Speicherkapazität …

  2. Dwarsdryver@online.de sagt:

    Die Sosse mit der Majonaise und ser Zitrone hört sich interessant an.
    Bin mal gespannt auf das Rezept, so du dich überwinden kannst, es herauszugeben.

    Phrrls Jaulerei, volle Zustimmung.
    Lieber Krieg!

    1. Jerko Usmiani sagt:

      Na klar gebe ich das heraus. Die Sauce schmeckt auch super zu Backfisch. Ich muss mal zu meinem Asiashop, wenn ich wieder in D bin und dort Tintenfisch kaufen. Dann noch ein wenig herumexperimentieren, bis ich den richtigen Geschmack getroffen habe. Rezept wird veröffentlicht, vor allem wie man Tintenfisch richtig brät.

  3. Der Tintenfisch täte mich auch sehr interessieren.
    Habe letztens frisch getöteten Stör ausgenommen. Hand fast aufgerissen an den Riesenschuppen mit Dorn.
    War ein Männchen. Schade.
    Aber festes Fleisch ohne lästige Gräten.
    Vom Geschmack wie T-Fisch, nur fester.
    Kaviar gabs dann aus der Büxe.
    Man kann eben nicht alles im Leben haben.
    (…aber strebe es an!!!!)

  4. Jerko Usmiani sagt:

    Stör habe ich noch nie gegessen. Aber keine Gräten ist halt ein eindeutiger Vorteil von Knorpelfischen. Kaviar mochte ich früher ganz gerne mal ab und an. Klassisch auf knackigem Weißbrot mit Butter. Ganz ganz früher war das ja sogar ein Arme-Leute-Essen. Inzwischen verzichte ich darauf, weil mir die Fauna dazu einfach zu schade ist. Ein Grund warum ich dieses Jahr auch kein einziges Mal Scampi oder gar Hummer hier auf der Insel gegessen habe. Ich weiß nicht, ob es wirklichen Nutzen für die Population hat, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt …

    Habe aber irgendwann mal im TV gesehen, dass es in (D) inzwischen eine Störzucht gibt. Die entnehmen da den Rogen und nähen die Fische danach auch wieder zu. Mit solcherlei Kaviar könnte ich mich dann doch wieder abfinden.

  5. Jürgen Wagner sagt:

    Selbst kocht der Mann …sehr gut , gefällt !
    Was auch den Mädels schmeckt :
    einen ganzen schwarzen Trüffel in Creme Fresh oder saure Sahne für 1-2 Tage in den Kühlschrank…der Trüffelduft ist genial aber penetrant..der ganze Kühlschrank wird aromatisiert 😉
    Den Trüffel entnehmen und in kleine Quadrate zerkleinern. In Öl anbraten. Dann die Creme Fresh /s.Sahne dazu und durchmischen, eine prise Salz…köcheln lassen. Dazu Tagliatelle in Salzwasser zubereiten.
    Die Trüffelsauce über die Tagliatelle und mit dem/das Mädel geniessen…bon appetit

  6. Jerko Usmiani sagt:

    Ich bin schon auf der Suche nach einem Zweit(Trüffel)kühlschrank! Hab ich das jetzt aber richtig verstanden: Den Trüffel zuerst in Crème fraîche einlegen?

  7. Jürgen Wagner sagt:

    Korrekt..den Trüffel 1-2 tg. einlegen…die Creme o. saure Sahne nimmt das intensive Aroma auf !
    Leckerli 😉

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