Darüber, wie Man(n) mit sehr wenig sehr glücklich sein kann.

Es muss nicht immer Kaviar sein!

1,2 Milliarden Menschen auf dieser Welt gelten als absolut arm. Dies bedeutet, dass sie am Tag nur ca. 1,25 US$ pro Kopf zur Verfügung haben, siehe: http://www.armut.de/definition-von-armut.php.

Aber Armut allein in monetären Größenordnungen zu messen ist realitätsfremd und auch ein wenig relativ. Denn wenn jemand nicht einen einzigen US$ verdient, sich aber selbst durch eigene Landwirtschaft verpflegen kann, ist er dann arm? Dieser Tage (23.10.2015) habe ich einen Bericht gesehen über einen Mann, der in Deutschland in seinem Garten einfach jeden Meter Grundfläche nutzt und sich aus seinem Garten komplett selbst verpflegen kann. Ist dieser Mann jetzt arm?

Was braucht ein Mann zum Leben? Wenn ich in Kroatien auf meiner Insel bin so gut wie gar nichts. Ich habe dort unten drei paar Hosen, drei paar Chucks und ein paar Polohemden. Wenn es kühler ist reichen mir zwei Langarmpolos und eine Lederjacke. Da ich alles fußläufig erledigen kann, steht mein Auto praktisch nur herum. Ab und an fahr ich einmal ein paar Kilometer damit die Batterie nicht leerläuft.

Wenn ich es mir gutgehen lassen will, dann kaufe ich mir Tintenfisch für ca. 3 EUR à 400g. Diesen mehlieren und in Sonnenblumenöl ausbraten. Es gibt kaum etwas Leckereres. Brauchbaren Rotwein lasse ich mir von der Nachbarinsel kommen. 1,5 Liter für keine 2 EUR. Wenn ich nicht Leitungswasser trinke, welches auf der Insel exzellent ist da es aus dem geschützten Vrana-See stammt, mache ich mir Bolero Eistee. Davon kosten knapp zwei Liter gerade einmal 25 Cent. Der Strand, die Sonne und die gute Laune sind umsonst. Und sowas gibt es auf der Insel zu essen:

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Oft mache ich mir auch Nudeln. Dann schnippele ich z.B. eine Tomate klein, hole Knoblauch und Schnittlauch aus dem Garten und öffne eine Dose Sardellen. So ein Essen kostet mich ca. einen Euro. Dazu den üblichen Wein und ich komme mit 3 EUR am Tag aus. Mache ich mir Spaghetti Aglio e Olio dann wird es noch günstiger.

Tomaten, Gurken und Zwiebeln sind günstig und gesund. Da ich lieber Ćevapčići als Dorade esse, habe ich mit den tourismusbedingt hohen Fischpreisen im Sommer auch kein Problem. Die Lebenshaltungskosten für Strom usw. sind in Kroatien deutlich günstiger. Wenn ich nur 15 EUR am Tag habe kann ich dort wie ein König leben, was ich auch mehr und mehr tue. Der ganze unsinnige Konsum in Deutschland ist doch nicht mehr auszuhalten. Ständig kaufen sich die Leute irgendetwas Neues, um ihre fortwährende Unzufriedenheit durch kurzzeitige Befriedigung zu übertünchen.

Nehmen wir einmal meine Ex, die Fachanwältin für Medizinrecht. Bei der mir leider erst viel zu spät aufgefallen war, dass sie eine Blenderin ist. Sie wäre gerne eine erfolgreiche Rechtsanwältin. Da sie es nicht ist, spielt sie die Rolle, indem sie sich z.B. ein BMW 320d Cabrio least, von dem sie erst einmal das Typenschild entfernt hat. Wenn man das größte Modell einer Baureihe fährt, dann ist das ok, denn dieses braucht die Insignien der Macht nicht. Nicht aber beim kleinsten Modell, da es hier allein der Blenderei dienen kann.

Dann kaufte sich die Dame immer recht teure Klamotten und machte, besonders wenn sie mit ihrer Schwester unterwegs war, immer die große Welle z.B. im Bochumer Bassano. Die Schwester mit Porsche 911 Cabrio aber in einer Mietwohnung hockend, bestellte immer teure Weine und tat so, als ob sie das Geld im eigenen Keller drucken würde. Natürlich sind die Damen bei Rotary und machen da allen anderen die großen Nummern vor. Tatsächlich musste meine Ex-Anwältin an jedem Wochenende arbeiten.

Ich Naivling dachte wegen des großen beruflichen Erfolges. Pustekuchen! Sie musste jedes Kleinscheiß-Mandat annehmen. Nur lässt sich mit Beratungshilfemandaten nicht groß Geld verdienen. Ebenso wenig wie mit Patientenrecht. Sowas machen erfolgreiche Medizinrechtler erst gar nicht.

Und warum das Ganze? Weil diese offenbar nicht sonderlich intelligente Frau nicht damit zurechtkam nur ein normales Leben zu führen, so wie ich es tue. Ich habe mir ein bescheidenes Auskommen im Sinne einer Frührente gesichert und lebe mit Freuden bescheiden. Natürlich habe ich, als ich noch arbeitete, mit einiges gegönnt. Bereits mit 34 fuhr ich einen LHD TVR Griffith. Kein lächerlicher 2-Liter Diesel sondern eine fette 4.3 Liter V8 Spritvernichtungsmaschine. Weshalb mich sowas heute nicht mehr interessiert.

Ich genieße viel lieber die viele freie Zeit und die Tatsache, dass ich keinerlei Streß mehr habe. Ich kann ausschlafen solange ich will und wenn ich manchmal erst um die Mittagszeit aufstehe, dann denke ich oft an die vielen armen Menschen, die schon um sechs Uhr aufgestanden sind, um um acht Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Bei den Verkehrsverhältnissen in Deutschland kann man von Düsseldorf nach Wuppertal im Morgen- und Feierabendverkehr auch schon mal pro Strecke 1-1,5 Stunden brauchen. Was für eine irrsinnige Verschwendung von Lebenszeit!

Und wofür? Um, so wie meine Ex und ihre Schwester, im Bassano irgendwelchen Leuten etwas vorzumachen? Die lachen sich doch tot über die dummen Hühner, die sich das bißschen Geld was sie haben da für überteuerten Wein aus der Tasche ziehen lassen. Ob sie das wohl befriedigt? Ob es ihnen wohl gefällt den Rest ihres Lebens arbeiten zu müssen, um als Renterinnen der Altersarmut anheim zu fallen, weil man das Geld im Bassano rausgeworfen anstatt ins Versorgungswerk eingezahlt hat?

Dafür haben sie vorher wenigstens ein paar Mal Urlaub im Club Robbi in der Türkei oder in Ägypten machen können, und sich dort von irgendwelchen Ölaugen vögeln lassen. Kompliment! Wie so viele dumme deutsche Frauen bieten sie sich den Türken oder Arabern als Spermienentsorgung an, weil sie hierzulande keinen Kerl dauerhaft binden können. Dies weil sie dumm und großkotzig sind. Und auf sowas stehen erfolgreiche Männer absolut nicht.

Natürlich könnte ich noch Geld verdienen. Aber wozu? Um solch dumme Frauen zu beeindrucken, damit am Ende noch eine schwanger wird, weil sie sich denkt ich sei ein guter Fang? Ich will gar kein guter Fang sein. Ich will meine Ruhe und meinen Frieden. Und je weniger ich habe, desto weniger Sorgen muss ich mir machen. Solange es für zwei Wochen Skiurlaub im Jahr als Selbstverpfleger in einer netten Appartementpension reicht, bin ich völlig zufrieden. Schließlich besteht mein Leben ja schon aus Dauerurlaub.

Natürlich nicht in der Karibik, sondern nur auf der wohl schönsten Insel Kroatiens (https://de.wikivoyage.org/wiki/Lo%C5%A1inj). Da kann mir die Karibik gerne gestohlen bleiben. Ich habe ja auch schon praktisch alles auf der Welt gesehen, was mich interessiert. Als Student habe ich mal mit einem Budget von 10.000 DM zwölf Wochen lang mit einem Kumpel zusammen mit einem Cadillac die USA bereist. Bis auf Florida und Hawaii haben wir alles gesehen.

Auch in Europa war ich schon überall wo ich hinwollte. Vom Segeltörn von Allicante bis nach Faro, bis hin zu meinen vielen Städtereisen. Australien und Neuseeland werde ich mir in ein paar Jahren einmal länger anschauen. China und der ganze Rest der verarmten Welt interressieren mich nicht. Und in Norwegen, Schweden usw. ist es mir zu kalt und der Alkohol zu teuer.

Vielleicht werde ich mal mit dem Wohnmobil Kanada und Alaska bereisen. Aber dann ist es auch gut.