Der Boden gehört allen

Was machen Politiker wenn sie versagt haben? Sie versuchen anderen dafür die Schuld zu geben!

Momentan steigen bekanntlich besonders in deutschen Großstädten die Bodenpreise ins Unermessliche.

Die Bodenpreise stiegen in München in den vergangenen zehn Jahren um 300 Prozent – Wohneigentum wird damit nur für Spitzenverdiener bezahlbar. (https://www.welt.de/regionales/bayern/article176872852/Steigende-Grundstueckspreise-Der-Boden-gehoert-allen.html)

Das stimmt, und Gründe dafür gibt es viele. Der wichtigste Grund nennt sich: Marktwirtschaft. Da gilt bekanntlich die Regel von Angebot und Nachfrage, weshalb knappe Güter mit der Zeit immer teurer werden, sofern sich jemand dafür findet, der bereit ist den geforderten Preis zu bezahlen. Weshalb die Preise für Gemälde gewisser Künstler immer weiter steigen und klassische Sportwagen auch stetig im Wert zulegen. Hinzu kommt, dass in der Welt immer mehr Geld unterwegs ist, welches früher dumm auf einem Bankkonto herumlag und dort Zinsen erbrachte. Wer sein Geld heute auf der Bank liegen lässt, der betreibt bei einem Zins niedriger als die Inflationrate faktische Geldvernichtung. Nun stellt sich natürlich die Frage wer die Schuld an der Nullzinspolitik trägt. Es sind selbstredend die Politiker, die mein(t)en dadurch die Wirtschaft ankurbeln zu können. Den angenehmen Nebeneffekt der Minderung der Staatsschulden zu Lasten der Privatvermögen der Bürger nahmen sie selbstverständlich gerne in Kauf.

Ein Großteil des Geldes kommt aber auch aus dem Ausland. Und hier wäre es ein Leichtes, wenn der Gesetzgeber einfach eine Regelung schafft, die es Ausländern unmöglich macht deutschen Boden zu erwerben. Das wird in der EU vermutlich zu großem Geschrei führen, aber das muss man dann einfach mal ignorieren. Es ist ja schließlich kein Geheimnis, dass jeder reiche Russe oder Saudi in der EU sofort eingebürgert wird, ob dies nun auf Malta oder Zypern gegen die entsprechende Summe Geldes geschieht. Und schon könnte er sein Vermögen eben doch wieder in deutschem Wohnraum anlegen. Das Gleiche gilt natürlich auch für die vielen sog. institutionellen Anleger.

Dummerweise hat man das Thema viel zu lange schleifen lassen, weil ja gar nicht abzusehen war, dass bei Nullzinsen viele Anleger, denen die Börse vielleicht etwas zu riskant ist, ihr Geld eben in mehr oder minder dem einzigen Gut anlegen werden, welches nicht vermehrbar ist, nämlich in Grund und Boden. Wer das vorhersehen konnte, der musste so etwas wie hellseherische Fähigkeiten besitzen. Oder aber nur ein wenig Grips im Kopf und die Fähigkeit damit logische Schlussfolgerungen zu ziehen, so wie ich eben. Nun gibt es Städte in denen man schnell zuschlagen muss, so wie ich seinerzeit in Ludwigsburg-Hoheneck, wo ich 2009 für läppische 150.000 EUR courtagefrei eine Immobilie in allerbester Lage nur 300 Meter vom Neckar entfernt und direkt gegenüber einer auf einem Weinberg gelegenen Burgruine gekauft habe.

 Idyllischer kann man in Ludwigsburg kaum mehr wohnen. Und schneller Geld verdienen auch nicht.

Schauen Sie mal wie knuffig Alt-Hoheneck ist:

Das hat sich auch ein Mitarbeiter von Corpus Sireo gedacht, der das Dachgeschoss im Nebenhaus gekauft hat. Geschätzter Wert der 92 qm 3-Zimmer Immobilie mit eigenem Garten nach heutigem Stand ca. 280.000 EUR.

Jetzt funktionieren gerade solche Deals nicht besonders gut, wenn man das Ding nicht cash zu stemmen in der Lage ist, bzw. sich eines Darlehens zu günstigen Konditionen sicher sein kann, denn was glauben Sie wohl wie viele dieser Maklerschmeißfliegen die gute Verkäuferin allein während unseres Gesprächs angerufen haben. Nur da war die Wohnung eben schon verkauft. Die Dame sagte mir, dass sie nach den ersten drei Maklern gar nicht mehr ans Telephon gegangen sei. Aber da hatte sie auch schon meine Zusage. Google Earth sei Dank.

Manchmal ist es besser auf ein paar Zehntel Rendite zu verzichten, um ausreichend Liquidität für den richtigen Moment vorzuhalten. Ob das nun der Kauf eines Youngtimers ist oder einer Immobilie. Es gibt eben Gelegenheiten, da darf man nicht erst das OK seines Bänkers abwarten müssen. Wer zuerst kommt, der mahlt eben auch zuerst.

In Städten wie München mahlt aber kein normaler Bürger mehr. Mein Kumpel und C63 T AMG Kollege wohnt dort und hat spaßeshalber mal einen Suchauftrag bei Immowelt angelegt. Wir haben ob der Ergebnisse und der Mondpreise zusammen herzlich gelacht.

Ziel der Initiative ist, Grund und Boden der Spekulation zu entziehen und Gewinne aus Wertsteigerungen, die durch neues Baurecht entstehen, steuerlich abzuschöpfen. „Der Boden gehört allen“, sagt Christiane Thalgott, frühere Stadtbaurätin und seit 15 Jahren Honorarprofessorin an der Technischen Universität München. Da Boden nicht vermehrbar ist „verbietet es sich, Boden dem freien Markt zu überlassen“.

Ja genau. Und deshalb verkaufen die Kommunen, denen ja durchaus noch genug Boden gehört, diesen bekanntlich auch zum Spottpreis. Schön wäre es. Wenn der Staat Geld kassieren kann, dann nimmt er so viel wie er nur bekommen kann. Und wenn das der Privatmann macht, dann soll er künftig steuerlich massiv abgeschöpft werden. Vielleicht deshalb, weil ein Vorfahre so clever war erspartes Geld nicht im Puff durchzubringen, sondern eine Wiese zu kaufen. Und nun passiert künftig Folgendes:

Eine Reform der Bodenbesteuerung soll „leistungslose“ Steigerungen des Bodenwerts abschöpften und für Aufgaben der kommunalen und regionalen Daseinsvorsorge zur Verfügung stellen. Für Ude ist nach wie vor nicht einsichtig, „dass ein zufälliger Erbe einer sauren Wiese Millionen einkassiert, nur weil die Gemeinschaft in der Nachbarschaft viel Geld investiert hat für den Straßen-, den U-Bahn-Anschluss, die erforderlichen Schulen und Kindergärten“.

Tja, vermutlich ist der Herr Ude, der ja nicht einmal aus asozialen Verhältnissen stammt …

Christian Ude wurde als zweites Kind des Kulturredakteurs Karl Ude und dessen Frau Renée in München geboren. Er wuchs in einer linksliberal geprägten Mittelschichtsfamilie im Münchener Stadtteil Schwabing auf. (Wikipedia)

… als Sohn von Linken Pseudointellektuellen einfach nicht so sehr von dieser Erbthematik betroffen. Die Linken waren noch nie besonders bekannt dafür Vermögen anzuhäufen.

Genau so ist es. Und würde der Vermieter meines Kumpels dem mehr als ca. 1.700 EUR pro Monat abnehmen, dann würde der sich das auch noch mal überlegen, ob er ausgerechnet im Lehel wohnen muss, wobei das natürlich schon Lebensqualität pur ist. Hat schon seine Vorteile wenn man von seiner Wohnung (roter Punkt) in wenigen Minuten zu Fuß beim Hofbräukeller (blauer Punkt) ist. Da fährt selbst der faule kleine Jerko nicht Taxi.

Liebe(r) Bene, nichts läge mir ferner als Sie zu enttäuschen, aber die deutschen Goldreserven haben sich teils schon längst die Amerikaner unter den Nagel gerissen, weil unsere ach so schlauen Politiker sie in den USA in Sicherheit vor den Russen bringen wollten. Es wird zwar behauptet, Deutschland habe die Hälfte seiner Goldreserven wieder zurück geholt (https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/inland/hmp-goldreserve-deutschland-100.html) aber die 37% in den USA gelassen, weil die Rückholung pro Barren angeblich 150 EUR kostet. Na, wer´s glaubt.

Es ist unsäglich was sich Politiker in Deutschland wieder zu sagen trauen dürfen. Sozialistische Forderungen werden ganz offen und ohne jede Scham postuliert, anstatt, dass diese Leute dafür an der Wand landen und einen Kopfschuss kassieren. So weit haben Merkel und ihr Dreckspack dieses Land schon herabgewirtschaftet. Glücklicherweise liegt Herr Udes SPD in Bayern mit 13% gleichauf mit der AfD, und die wird solch einem Schwachsinn nie im Leben zustimmen, wenn sie mit der CSU koaliert. Die Koalition der FDP mit der CSU erscheint mir eher unwahrscheinlich, da ein Großteil der AfD-Wähler abtrünnige CSU-Wähler sind, die man durch eine Koalition mit den liberalen Zwergen erst recht auf ewig vergrätzt hätte.

Zudem ist der bayrische AfD Vorstand Martin Sichert ein ehemaliger Liberaler und ausgemachter Spaßvogel …

Sichert soll nach Aussagen von Lucke … … gefordert haben, einen Sexualtäter zur Frau umzuoperieren und nackt nach Marokko zurückzuschicken. (Wikipedia)

Ich bin mir sicher, der Herr Sichert wird sich fabelhaft mit dem Söder verstehen!

Der Mann ist durchaus amüsant, es geht in der nachfolgenden Rede übrigens u.a. um München.

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8 Comments
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Sehr richtig, bei Investitionen muss man oft entschlossen handeln, darf andererseits aber nichts überstürzen, sondern sollte bedächtig auswählen und das richtige Timing einhalten.
Schöner Fischzug, deine Immobilie! Petri heil!

Ude ist Paradebeispiel eines Politikers, der zu dumm ist, die Mechanismen der Merktwirtschaft auch nur ansatzweise zu begreifen.
Kam heute in den Nachrichten, irgendwelche linke Idioten “demonstrieren”😆 gegen steigenden Mietpreise ihrer Butzen. Aus demselben Millieu stammt das Ude.
Von mir aus könnten die Mieten noch um das 10fache steigen – und diese Nullen unter der Brücke nächtigen!

“…keine Probleme mehr…”

Aber Hallo!

“Pöbel-Profiteur”
Passt!😃

In Dänemark dürfen Ausländer – meines Wissens – auch keinen Grund und Boden bzw. Wohneigentum erwerben. Und das ist auch EU. Da wäre man also nicht der Erste. Und wenn jemand motzt, da würde ich ja nicht mal drauf eingehen, so wurscht wäre mir das (bei der deutschen Wirtschaftsleistung und den ganzen Zahlungsströmen). Aber klaro, das zwanghafte schlechte Gewissen der Nazi-Vergangenheit will weiter kultiviert werden. Deshalb immer schön brav sein und – natürlich – zahlen. Nur noch peinlich.

Ungeachtet des volkswirtschaftlichen Aspekts, Eigentumserwerb auf Staatsangehörige zu beschränken – ich persönlich finde es schon vorteilhaft, mir im Bereich der EU was kaufen zu können. Will man doch vielleicht irgendwann die Fliege machen und sich diesen Neid- und “Sozial”-staat nicht mehr antun.

Die Rede von Herrn Sichert ist auf den Punkt. Kein Geschwafel, sondern absolut präzise. Aber man muss beim Kameraschwenk ja nur mal schauen, wer (oder eher: was) da auf den Bänken laut Buh ruft.
Schade schade, daß logische Argumentation heutzutage grundsätzlich mit irgendwelchen linksromantischen Parolen weggewischt wird. Da die Intelligenz auch nicht gerade auf dem Vormarsch ist, fällt das auch leider zu wenigen Menschen auf.